
Victor Crouin besiegt Dimitri Steinmann 3:0 und holt sich den vierten europäischen Squash-Titel in Folge
Der französische Weltranglistensechste Victor Crouin besiegte den Schweizer Dimitri Steinmann in Budapest mit 11:2, 11:7, 12:10 und sicherte sich seinen vierten Europameistertitel, während Tinne Gilis das Damenturnier gewann.
Herren-Finale in Budapest
Der französische Squashspieler Victor Crouin gewann am Samstag, den 22. August 2026, in Budapest, Ungarn, seinen vierten Europameistertitel in Folge bei den European Individual Squash Championships. Der 27-jährige gebürtige Marseiller, der als Sechster der Weltrangliste in das Turnier startete, besiegte den Schweizer Dimitri Steinmann in drei Sätzen mit 11:2, 11:7, 12:10. Crouin übernahm sofort im ersten Satz die Kontrolle, legte einen 7:0-Vorsprung vor und schloss den Satz mit 11:2 ab. Der zweite Satz blieb bis zum Stand von 7:7 ausgeglichen, dann erzielte Crouin vier Punkte in Folge, um sich abzusetzen und eine 2:0-Satzführung zu erlangen. Steinmann, die Nummer 20 der Welt und mit 29 Jahren zwei Jahre älter als Crouin, forderte den Titelverteidiger im dritten Satz heraus, indem er mit 9:2 in Führung ging. Crouin konterte mit fünf Punkten in Folge, holte sich einen Matchball zum 10:9 und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchball zum 12:10.
- Zweiter im ersten EM-Finale
- Besiegte Dimitri Steinmann im EM-Finale
- Besiegte Dimitri Steinmann (11:2, 11:7, 12:10) in Budapest und gewann den vierten Titel in Folge
Fünf Finalteilnahmen in Folge und historische Meilensteine
Der Sieg vom Samstag in der ungarischen Hauptstadt war Crouins fünfte Finalteilnahme bei einer Europameisterschaft in Folge. Seine Serie begann 2022, als er seine einzige Niederlage in einem kontinentalen Finale hinnehmen musste, gefolgt von vier Titelgewinnen in Folge in den Jahren 2023, 2024, 2025 und 2026. Das Finale 2026 war zudem eine direkte Neuauflage des EM-Endspiels von 2024, in dem Crouin ebenfalls gegen Steinmann gewonnen hatte. In der französischen Squash-Geschichte hat nur Grégory Gaultier eine höhere Gesamtzahl an Europameistertiteln erreicht. Gaultier gewann die kontinentale Meisterschaft neunmal, darunter eine Serie von fünf Turniersiegen in Folge von 2004 bis 2008. Die Europameisterschaft 2026 dient als wichtiger sportlicher Zwischenstopp zwei Jahre vor der olympischen Premiere des Squashsports bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.
- Grégory Gaultier
- 9 Titel
- Victor Crouin
- 4 Titel
Ergebnisse im Damenturnier und belgisches Schwesternfinale
Das Damenturnier in Budapest endete am Samstag, den 22. August, mit einem rein belgischen Finale zwischen den Schwestern Tinne Gilis und Nele Gilis. Tinne Gilis, die als zweifache Titelverteidigerin ins Turnier gestartet war, verteidigte ihren Titel, indem sie ihre Schwester Nele Gilis, die Nummer 11 der Welt, in drei knappen Sätzen mit 12:10, 11:7, 14:12 besiegte. Nele Gilis war ins Finale eingezogen, nachdem die französische Nummer eins und Weltranglistensiebzehnte Mélissa Alves ihr für Freitag angesetztes Halbfinale kampflos abgesagt hatte. Alves zog kurz vor Spielbeginn zurück, womit Frankreichs größte Titelhoffnung im Damenturnier zunichtegemacht wurde. Tinne Gilis behielt in den engen Sätzen die Nerven, wehrte im dritten Satz Punkte ab und sicherte sich so ihren dritten europäischen Einzeltitel in Folge.


