
Waldbrand an der Costa Brava verbrennt 2.200 Hektar, zwingt 150 Menschen zur Evakuierung
Ein Waldbrand, der am Freitag nahe La Bisbal d'Empordà in Katalonien ausgebrochen ist, hat 2.200 Hektar Wald verbrannt und die Abriegelung von mindestens sieben Gemeinden erzwungen, darunter der Touristenort Platja d'Aro. Verletzte wurden nicht gemeldet, aber 150 Menschen wurden evakuiert, darunter 70 Kinder aus einem Sommerlager.
Brandursprung und -ausbreitung
Das Feuer brach am Freitagmorgen, dem 3. Juli, nahe der Stadt La Bisbal d'Empordà in der Provinz Girona aus, etwa 20 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt. Durch starke Winde angefacht, entstand schnell eine dicke Rauchwolke, die meilenweit sichtbar war, und die Behörden ordneten die Abriegelung von mehr als zehn Gemeinden an, darunter der beliebte Badeort Platja d'Aro. Bis Samstagmorgen hatte die Flamme 2.200 Hektar überwiegend bewaldetes Land verbraucht, so der katalanische Feuerwehrdienst. Den Einsatzkräften gelang es über Nacht, 70 % der rechten Flanke zu stabilisieren, doch das Feuer blieb aktiv und noch nicht unter Kontrolle. Ein zweites, kleineres Feuer wurde weiter nördlich gemeldet und ebenfalls bekämpft.
Notfallmaßnahmen
Rund 400 Feuerwehrleute und zehn Flugeinheiten wurden zur Bekämpfung der Flammen eingesetzt. Die katalanische Regierung forderte Unterstützung von der Militärischen Notfalleinheit der spanischen Armee an, und 200 Soldaten waren auf dem Weg.
Die Behörden forderten Anwohner und Besucher auf, Reisen in das Gebiet zu vermeiden, und die Bewohner Barcelonas wurden gebeten, Wochenendausflüge an die Küste zu verschieben, um die Straßen für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Die Feuerwehr wollte die Brandgrenze vor einer für Samstagmittag vorhergesagten Windänderung absichern.Die Priorität bleibt der Schutz der Bevölkerung. Wenn die Bürger in ihren Häusern bleiben, sind sie sicherer, und jeder, der sich draußen aufhält, ist einem unnötigen Risiko ausgesetzt.
Evakuierungen und persönliche Geschichten
Die Rettungsdienste evakuierten 150 Menschen, darunter 70 Kinder aus einem Sommerlager. Verletzte wurden nicht gemeldet. Eine belgische Familie im Urlaub beschrieb, wie sie die Nacht auf einem Supermarktparkplatz verbrachte, nachdem sie aus ihrem Ferienhaus geflohen war, als das Feuer am Abend plötzlich wieder aufflammte.
Am Morgen kehrten sie zurück und fanden das Haus verschont vor, aber die Luft war dick von Asche und roch nach Rauch.Vom Auto aus sahen wir zu, wie sich die Flammen die ganze Nacht ausbreiteten. Die Kinder hatten große Angst.
Politische Reaktion und Kontext
Der katalanische Präsident Salvador Illa plante, den Ort am Samstagmorgen zu besuchen. Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte in den sozialen Medien seine Besorgnis aus und rief zur Vorsicht auf. Es wird angenommen, dass das Feuer durch Fahrlässigkeit verursacht wurde, und die katalanische Polizei nahm einen Mann fest, der verdächtigt wird, es gelegt zu haben. Spanien steht in Europa an vorderster Front des Klimawandels; im vergangenen Sommer erlebte das Land seine schlimmste Brandsaison der jüngeren Geschichte mit 393.000 verbrannten Hektar, acht Todesopfern und über 42.000 Evakuierten.
- Feuer beginnt nahe La Bisbal d'Empordà, Provinz Girona.
- Abriegelung für über 10 Gemeinden angeordnet; 150 Menschen evakuiert, darunter 70 Kinder.
- Feuer intensiviert sich; katalanische Regierung fordert die militärische Notfalleinheit der Armee an.
- Feuerwehr stabilisiert über Nacht 70 % der rechten Flanke.
- Katalanischer Präsident Salvador Illa besucht den Ort.
- Windwechsel erwartet; Sicherungsmaßnahmen laufen weiter.


