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Wirtschaft·vor 2 Std.

Tim Cook warnt: Apple-Preiserhöhungen unvermeidlich durch KI-bedingte Speicherchip-Knappheit

Apple-CEO Tim Cook sagte dem Wall Street Journal, dass „Preiserhöhungen unvermeidlich“ seien, da der KI-Boom die Speicherchip-Versorgung belastet und die Kosten in der gesamten Elektronikbranche in die Höhe treibt. Der iPhone-Hersteller hatte die Erhöhungen zuvor durch langfristige Verträge aufgefangen, kann dies aber nicht mehr durchhalten.

Cook signalisiert Ende stabiler Preise

Apple wird die Preise für seine Geräte anheben, bestätigte CEO Tim Cook in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem Wall Street Journal. Der Schritt beendet eine lange Phase, in der das Unternehmen die Verbraucher durch langfristige Liefervereinbarungen vor steigenden Komponentenkosten schützte. Cook nannte keine konkreten Angaben zum Zeitpunkt, Umfang oder zu den betroffenen Produkten, aber die Ankündigung veränderte sofort die Erwartungen im Vorfeld der üblichen iPhone-Vorstellung im September.

Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich.

Speicherknappheit durch KI-Aufbau verursacht

Die Ursache ist eine weltweite Knappheit an Speicherchips, da der schnelle Aufbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz das verfügbare Angebot aufbraucht und die Preise branchenweit in die Höhe treibt. Cook merkte an, dass die Branche seit Monaten mit unzureichender Speicherkapazität zu kämpfen habe, die mit groß angelegten KI-Infrastrukturprojekten zusammenhängt. Apple hatte den Druck bereits zuvor als Risiko genannt, das Gegenmaßnahmen erfordert, und verknüpft ihn nun explizit mit einer Verschiebung der Preisstrategie.

Auswirkungen auf die Apple-Produktpalette

Die nächste große Produkteinführung von Apple, die für den Herbst erwartet wird, ist allgemein die iPhone-18-Serie, obwohl das Unternehmen den Namen nicht bestätigt hat. Bloomberg berichtet, dass Apple in diesem Jahr auch sein Sortiment um ein faltbares iPhone erweitern will. Als Referenzpunkt: Das aktuelle iPhone 17 beginnt in Deutschland bei 949 Euro, während das iPhone 17 Pro ab 1.299 Euro kostet. Die Analyseplattform TechInsights schätzt, dass zur Aufrechterhaltung der Apple-typischen Bruttomarge von fast 50 % eine Preiserhöhung von rund 270 Dollar (233 Euro) beim nächsten Pro-Modell erforderlich wäre.

Breiterer Branchendruck

Apple ist nicht allein. Einige PC-Hersteller und Spielekonsolenhersteller haben ihre Preise bereits erhöht, und andere große Elektronikzulieferer haben eingeräumt, dass die Speicherkostensteigerungen zu groß sind, um sie aufzufangen, ohne sie weiterzugeben. Chip-Hersteller bauen ihre Produktionskapazitäten aus, aber dieser Prozess dauert in der Regel Jahre, und Speichertypen für Rechenzentren könnten gegenüber denen für Verbrauchergeräte priorisiert werden.

Die China-Option

China hat große staatlich geförderte Speicherhersteller aufgebaut, aber US-Unternehmen unterliegen strengen Beschränkungen für die Zusammenarbeit mit ihnen. Auf die Frage, ob diese Regeln gelockert werden sollten, sagte Cook der Zeitung, dass alle Optionen geprüft werden sollten.

Ich denke, wir sollten die gesamte Lieferkette im Blick haben.

Diese Bemerkung eröffnet eine neue Diskussion darüber, ob geopolitische Handelsbeschränkungen neu justiert werden könnten, während die KI-Nachfrage die Komponentenmärkte umgestaltet.

Cupertino · Peking

4 Quellen

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