
Cobolli überwindet Magenprobleme und bezwingt Khachanov in einem Fünf-Satz-Thriller in Wimbledon
Flavio Cobolli kämpfte sich nach einem 0:6 im ersten Satz und Magenproblemen zurück und besiegte Karen Khachanov mit 0:6, 7:6 (4), 6:7 (5), 6:2, 6:2, um zum zweiten Mal in Folge das Achtelfinale von Wimbledon zu erreichen.
Flavio Cobolli gelang am Samstag ein dramatisches Fünf-Satz-Comeback gegen Karen Khachanov, um sich seinen Platz im Achtelfinale von Wimbledon zu sichern. Der Italiener verlor den ersten Satz in nur 18 Minuten mit 6:0 und gab später den dritten Satz im Tie-Break ab, kämpfte sich aber nach knapp vier Stunden auf dem Platz zu einem 0:6, 7:6 (4), 6:7 (5), 6:2, 6:2-Sieg.
Ein holpriger Start
Cobolli wirkte von Beginn an neben der Spur und beantragte nach dem ersten Satz eine medizinische Auszeit. Später gab er bekannt, dass die Ursache Magenbeschwerden waren.
Ich hatte Probleme mit dem Magen. Zum Glück hat mir der Arzt geholfen, und als ich auf den Platz zurückkam, war mein Magen in Ordnung... vielleicht habe ich zu früh gespielt.
Der 0:6-Satz war in 18 Minuten vorbei, aber der Zustand des Italieners besserte sich nach der Behandlung.
Das Comeback
Das Spiel kippte zu Beginn des vierten Satzes. Cobolli wehrte in einem entscheidenden Aufschlagspiel drei aufeinanderfolgende Breakbälle von 0:40 ab und beendete es mit einer Marathon-Rallye. Von diesem Moment an übernahm er die Kontrolle, während Khachanovs Fehlerquote anstieg. Cobolli variierte sein Spiel mit Stoppbällen und Netzangriffen, und im fünften Satz gelang ihm mit einer spektakulären einhändigen Rückhand im Laufen ein Break. Ein filigraner Vorhand-Stoppball besiegelte den Sieg.
- Spiel beginnt
- Erster Satz: Khachanov gewinnt 6:0 in 18 Minuten
- Cobolli nimmt medizinische Auszeit wegen Magenproblemen
- Zweiter Satz: Cobolli gewinnt Tie-Break 7:6 (4)
- Dritter Satz: Khachanov gewinnt Tie-Break 7:6 (5)
- Vierter Satz: Cobolli dominiert 6:2
- Fünfter Satz: Cobolli gewinnt 6:2, zieht ins Achtelfinale ein
Feier und nächste Schritte
Nach dem Sieg feierte Cobolli mit einem Surf-Tanz und imitierte damit die Torjubel des brasilianischen Stürmers Matheus Cunha aus der Weltmeisterschaft.
Es war eine Wette mit meinem Trainer. Wir schauen die WM und das ist der brasilianische Stürmer, den ich gerne imitiere. Ich habe drei Tage lang vergessen, es zu tun. Heute durfte ich es nicht vergessen.
Cobolli, der zum zweiten Mal in Folge das Achtelfinale in Wimbledon erreichte, trifft am Montag auf den an Nummer fünf gesetzten Alex de Minaur, um einen Platz im Viertelfinale zu ergattern.
Auch Paolini weiter
Jasmine Paolini zog mit einem souveränen 6:1, 6:2-Sieg über Maria Sakkari in etwas mehr als einer Stunde neben Cobolli ins Achtelfinale ein. Die Italienerin zeigte sich nach einigen schwierigen Monaten mit ihrer Leistung zufrieden.


