
Kelly Clarkson wirft Brooklyn-Laden Art of Play vor, sie wegen eines 15.000-Dollar-Vogels abgewiesen zu haben
Kelly Clarkson sagt, ein Laden in Brooklyn habe sie wie die Figur aus Pretty Woman behandelt, weil sie nicht so aussah, als könne sie sich einen 15.000 Dollar teuren singenden Vogel leisten. Der Laden erklärt, der Vogel sei fest an der Wand montiert und nie zum Verkauf gestanden.
Ein kurzer Einkaufsbummel wird zum Online-Streit
Am Samstag, dem 10. Oktober, besuchte die Sängerin Kelly Clarkson Art of Play, einen Laden an der Atlantic Avenue in Brooklyn, der Spiele und Scherzartikel verkauft und in einem Theater im hinteren Bereich Magieshows veranstaltet, wie die New York Times berichtet. Sie sagte, sie sei behandelt worden, als könne sie sich die Ware nicht leisten, und ein Angestellter habe ihr angeboten, etwas anderes für sie zu finden. Noch am selben Tag trug sie die Beschwerde in den sozialen Medien vor und verglich das Erlebnis mit der Behandlung der Figur von Julia Roberts im Film Pretty Woman von 1990. In dem Beitrag, den sie am Samstag schrieb, beschrieb Clarkson den Besuch so:
Ich bin extra den ganzen Weg nach Brooklyn gefahren, um mir diesen Laden anzusehen, von dem ich dachte, er sei wirklich cool.
Sie schrieb, man habe sie angesehen, als könne sie sich den Gegenstand nicht leisten, und man habe ihr gesagt, man könne ein vergleichbares Stück für sie finden. Die Times bezeichnete die Wortwahl als ungewöhnlich scharf für eine Sängerin, die für Authentizität und Wärme bekannt sei.
Worüber der Laden und Clarkson streiten
In einem weiteren Beitrag auf X nannte Clarkson den Gegenstand ihres Interesses: einen einzigartigen singenden und tanzenden Automaten namens „Molly“, einen mechanischen Vogel. Sie sagte, der Besitzer habe sie von oben bis unten gemustert und ihr in herablassendem Ton gesagt, der Vogel koste 15.000 Dollar, und ihr angeboten, etwas Ähnliches zu finden. Sie teilte außerdem ein Foto des Preisschilds, das an der Wand neben dem Vogel hing. Der Telegraph nannte den Preis des Vogels mit 11.000 Pfund. Über den Angestellten des Ladens schrieb sie dann:
Wow, Mann. Du bist ein Idiot und hast gerade einen riesigen Verkauf verloren.
Clarkson sagte, sie lege Wert darauf, kleine Unternehmen zu unterstützen, aber sie werde nicht akzeptieren, als minderwertig behandelt zu werden, und sie nannte den Angestellten „nicht nur unhöflich, sondern auch ein Lügner“. Sie schrieb, der Laden selbst sei wirklich cool, der Besitzer aber nicht.
Der Laden antwortete auf Instagram, Molly sei ein dauerhaft befestigtes, unverkäufliches Stück, und Clarkson habe darum gebeten, es zu kaufen. Man habe gehofft, alle Gäste willkommen heißen zu können, und bezeichnete die Aufmerksamkeit als „surreal“. Der Besitzer sagt, er habe angeboten, den Designer des Vogels zu fragen, ob ein ähnliches Stück bestellt werden könne, oder im Laden nach etwas Vergleichbarem zu suchen.
Reichweite und Reaktionen im Netz
Bis Montagmorgen, den 12. Oktober, war Clarksons Beitrag laut der New York Times mehr als 40 Millionen Mal aufgerufen worden. Variety wies darauf hin, dass sie fast 9 Millionen Follower hat, ein Publikum, das die Beschwerde nach Einschätzung des Blattes zu einer größeren Kontroverse machte. Der Laden erklärte, sein kleiner lokaler Betrieb sei plötzlich von acht Millionen Menschen angegriffen worden, von denen die meisten nie im Geschäft gewesen seien. Er teilte zudem mit, nach dem Beitrag viele negative Online-Bewertungen erhalten zu haben.
- Clarkson besucht Art of Play in Brooklyn und veröffentlicht ihre Beschwerde auf X
- Clarksons Beitrag ist bis Montagmorgen mehr als 40 Millionen Mal aufgerufen worden
Offene Fragen
Die beiden Darstellungen widersprechen sich in der zentralen Frage, ob der Vogel zum Verkauf stand. Clarksons Version stützt sich auf das von ihr geteilte Foto eines Preisschilds, während der Laden erklärt, der Vogel sei dauerhaft montiert und nie zum Verkauf angeboten worden. Die Artikel berichten von keiner Einigung, und die Beiträge von Clarkson und dem Laden bleiben die einzigen direkten Äußerungen beider Seiten. Die Times beschrieb Clarkson als frühere „American Idol“-Gewinnerin, deren Worte in diesem Fall ungewöhnlich scharf gewesen seien.


