
Manchester Citys Vorstandschef kündigt Berufung an, nachdem Premier-League-Gremium 114 Finanzverstöße festgestellt hat
Khaldoon Al Mubarak erklärte, Manchester City werde das Urteil einer unabhängigen Kommission anfechten, die den Verein der Verletzung von 114 Finanzregeln zwischen 2009 und 2018 für schuldig befunden hatte.
Erkenntnisse der Kommission und durchgesickertes Urteil
Eine unabhängige Kommission stellte fest, dass Manchester City umfassende Finanzverstöße begangen hat, wie britische Medien am 25. September 2026 berichteten. Der Fall geht auf interne Finanzdokumente zurück, die vom deutschen Medium Der Spiegel veröffentlicht wurden und Spielergehälter, Trainerverträge sowie Sponsoringabkommen zwischen 2009 und 2018 enthielten. Nach dieser Veröffentlichung leitete die Premier League eine mehrjährige Untersuchung ein, die im Februar 2023 zu 115 förmlichen Anklagepunkten gegen den Verein führte – wegen angeblicher Verstöße gegen Uefa Fair Play sowie nationale Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln. Während die Premier League und Manchester City das Urteil aufgrund von Vertraulichkeitsregeln nicht offiziell bekannt gegeben haben, bestätigten durchgesickerte Details 114 Verstöße. Andere britische Publikationen nannten abweichende Gesamtzahlen: The Guardian berichtete von 130 bestätigten Verstößen, The Times von 134.
- Weitgehend zitiert / The Athletic
- 114 Verstöße
- The Guardian
- 130 Verstöße
- The Times
- 134 Verstöße
Vorsitzender Al Mubarak wendet sich an die Fans
Manchester Citys Vorstandsvorsitzender Khaldoon Al Mubarak veröffentlichte am Samstag, den 26. September 2026, eine offizielle Stellungnahme an die Anhänger, in der er die Unschuld des Vereins in allen Anklagepunkten bekräftigte. Al Mubarak, der auf seine 18-jährige Tätigkeit bei der Organisation hinwies, ging auf die Vielzahl von Anfragen ein, die Mitarbeiter und Fans nach den Berichten vom Freitag erhalten hatten. Er erklärte, dass das formelle rechtliche Verfahren noch lange nicht abgeschlossen sei.
Der Prozess der Premier League ist noch lange nicht abgeschlossen, und unser Vertrauen und unsere Absicht, die Unschuld des Vereins zu beweisen, sind so stark wie zu Beginn von all dem.
Al Mubarak erläuterte, dass strenge rechtliche Vertraulichkeitspflichten die konkreten Beweise, die er öffentlich offenlegen könne, einschränkten, und merkte an, dass sein Schreiben vor der Veröffentlichung mehrfach rechtlich geprüft worden sei. Er wies Kommentare von außen zum operativen Verhalten des Vereins zurück.
Obwohl einige voreilige Schlüsse gezogen haben und viel Lärm um uns herum ist, hat sich nichts geändert. Wir haben schon früher gemeinsam Herausforderungen gemeistert. Es gibt immer noch viele, die den Schwung unseres Vereins untergraben wollen. Diese Gelegenheit werden wir ihnen nicht geben.
Rechtliche Verfahren und Strafzeitplan
Das Urteil setzt Manchester City möglichen Disziplinarmaßnahmen aus, darunter Geldstrafen, Punktabzüge, Aberkennung von Titeln, Abstieg oder Ausschluss aus der Premier League, sowie mögliche Klagen von Konkurrenzvereinen. Der Verein hat 14 Tage Zeit, um formell Berufung gegen die Feststellungen der Kommission einzulegen. Nach Einreichung wird der Vorsitzende des Justizgremiums der Premier League ein dreiköpfiges Rechtskomitee zur Prüfung der Berufung ernennen.
Dieses Berufungskomitee hat 12 Wochen Zeit, um Anhörungen mit Vertretern der Liga und des Vereins durchzuführen. Nach den Anhörungen erhält das Gremium einen Monat, um die rechtlichen Argumente zu prüfen und eine Entscheidung zu treffen, was auf eine Lösung Ende Januar oder Anfang Februar 2027 hindeutet.
- Premier League reicht 115 Finanzregel-Anklagen gegen Manchester City ein, die den Zeitraum 2009 bis 2018 abdecken
- Erkenntnisse der unabhängigen Kommission durchgesickert, bestätigen 114 Verstöße gegen den Verein
- Vorstandsvorsitzender Khaldoon Al Mubarak veröffentlicht offizielle Stellungnahme, in der er Unschuld und Berufungsabsicht bekräftigt
- Dreiköpfiges Justizgremium der Premier League soll Anhörungen abschließen und Berufungsurteil fällen
Kommende Spielansetzungen
Parallel zum Rechtsstreit setzt Manchester City seinen planmäßigen Spielkalender nach der Länderspielpause fort. In seiner Botschaft bezog sich Al Mubarak auf die vergangenen Erfolge des Vereins unter Trainer Pep Guardiola im Wembley und in Istanbul und lenkte die Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Pflichtspiele. Manchester City reist in zwei Wochen zu Liverpool ins Anfield, gefolgt von einem Heimspiel im Etihad Stadium gegen Paris Saint-Germain in der UEFA Champions League.

