Manchester City einigt sich mit Lille auf 100-Millionen-Euro-Deal für Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi
Manchester City und Lille haben sich auf ein Transferpaket in Höhe von 100 Millionen Euro für den 18-jährigen Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi geeinigt, der einen Fünfjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschreiben wird.
Bedingungen der Einigung mit Manchester City
Manchester City und Lille haben die Bedingungen für den Transfer des 18-jährigen Mittelfeldspielers Ayyoub Bouaddi zu einem Gesamtpaket von 100 Millionen Euro finalisiert. Die Transaktionsstruktur besteht aus einer festen Grundablöse von 95 Millionen Euro sowie zusätzlichen 5 Millionen Euro, die an Leistungsboni gekoppelt sind. Der marokkanische Nationalspieler soll in Manchester einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, der eine Option auf eine zusätzliche sechste Saison beinhaltet. Bouaddi wird vor der formellen Registrierung des Vertrags seine obligatorischen medizinischen Untersuchungen absolvieren. Die Einigung schließt mehrere Wochen direkter Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen über die Bewertung des Akademieabsolventen ab.
Kaderausschluss und Entwicklungen vor dem Spiel
Lille-Trainer Davide Ancelotti hatte Bouaddi zunächst in den Kader berufen, der am Sonntag um 15:00 Uhr zum Ligue-1-Saisonauftakt gegen Angers reist. Die Vereinsführung strich den jungen Nummer-6-Spieler anschließend vom Spielberichtsbogen, um den anstehenden Transfer vor Verletzungskomplikationen zu schützen. Trotz seines Ausschlusses aus dem Spielkader gesellte sich Bouaddi während der Vorbereitungen vor dem Spiel zu seinen Teamkollegen auf dem Platz, bevor er das Geschehen von der Seitenlinie aus verfolgte. Lilles Sportkoordinator Sylvain Armand erläuterte die Schutzmaßnahmen des Vereins in einem Interview auf Ligue 1+ vor dem Anpfiff.
In den letzten Stunden haben sich die Dinge in Bezug auf seinen Abgang gut entwickelt. Wir schützen ihn, für den Verein und auch für ihn selbst. Wir sind keine Risiken eingegangen, wir haben diese Woche ohne ihn vorbereitet.
Armand fügte hinzu, dass zwar noch einige wenige Details endgültig geklärt werden müssten, der Transfer aber praktisch abgeschlossen sei.
Es gibt noch Details zu klären, der Deal ist nicht weit entfernt.
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Umbau von Manchester Citys Mittelfeld
Die Verpflichtung stellt eine zweite erhebliche finanzielle Investition von Manchester City dar, um ihre zentralen Mittelfeldoptionen während des Sommer-Transferfensters neu aufzustellen. Das englische Team sah sich nach dem Abgang von Bernardo Silva und dem Verkauf von Rodri an den FC Barcelona für rund 75 Millionen Euro mit Vakanzen in der Mitte des Spielfelds konfrontiert. Um diese Lücken zu schließen, hatte City zuvor die Verpflichtung des englischen Nationalspielers Elliot Anderson für eine Ablöse von 135 Millionen Euro abgeschlossen. Bouaddi wird nun in den Kader integriert, um mit Anderson zusammenzuspielen und die neu strukturierte Mittelfeldgruppe des Vereins zu vervollständigen.
- Elliot Anderson (zu Man City)
- 135 Mio. €
- Ayyoub Bouaddi (zu Man City)
- 100 Mio. €
- Nicolas Pépé (zu Arsenal, 2019)
- 80 Mio. €
- Rodri (zu Barcelona)
- 75 Mio. €
Spielerhintergrund und Ligue-1-Transferrekorde
Die 100-Millionen-Euro-Transaktion setzt einen neuen Meilenstein als höchste Ablösesumme, die jemals von einem französischen Club für einen Spieler, der in eine ausländische Liga wechselt, erzielt wurde, und übertrifft den bisherigen Rekord von Paris Saint-Germain, als Neymar Jr. im Sommer 2023 zu Al-Hilal wechselte. Für Lille übertrifft der Verkauf ihren bisherigen Vereinsrekord, der 2019 aufgestellt wurde, als Nicolas Pépé für 80 Millionen Euro zu Arsenal wechselte. Vereinspräsident Olivier Létang hatte Mitte Juli den Wunsch geäußert, den Mittelfeldspieler zu halten, während er die wirtschaftliche Realität von Marktangeboten anerkannte.
Es gibt Zahlen, bei denen es ein Fehler wäre, keinen Transfer zu tätigen.
Bouaddi verlässt seinen Ausbildungsverein nach zwei Spielzeiten im Seniorenkader von Lille, in denen er 96 Einsätze in allen Wettbewerben absolvierte. Während seiner Zeit kam er in Champions-League-Spielen gegen europäische Clubs wie Real Madrid und Juventus zum Einsatz und erhielt internationale Anerkennung mit Marokko während der Weltmeisterschaft, insbesondere in ihrer Begegnung gegen Brasilien.


