Sicherheit · Paris
Ciivise: Nur 28 % der Kinderschutzmaßnahmen voll wirksam, Forderung nach „höherem Gang“
Zweieinhalb Jahre nach der Vorlage von 82 Maßnahmen stellt die Ciivise fest, dass nur 28 % vollständig umgesetzt sind. Am Montag forderte die Kommission einen „höheren Gang“, um die jährlich 160.000 von sexuellem Missbrauch betroffenen Kinder zu schützen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediapart, BFMTV, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Von 82 Empfehlungen aus dem Bericht von 2023 sind 28 Prozent vollständig operativ; 75 Prozent sind in Arbeit, aber unvollständig.
Der Bericht identifiziert eine große Lücke in der justiziellen Handhabung, wobei nur 27 von 41 justizbezogenen Maßnahmen vollständig umgesetzt sind.
Von 17 vorrangigen Empfehlungen sind nur drei aktiv; Inzest bleibt kein spezifischer Straftatbestand, und die Unverjährbarkeit wurde nicht gesetzlich verankert.
Die Ciivise fordert die Regierung auf, vor Ende der Amtszeit des Präsidenten zu handeln und angemessene Ressourcen bereitzustellen.
- 1.01.Camille Kouchner veröffentlicht La Familia Grande und löst eine nationale Debatte über Inzest aus.
- 1.11.Ciivise übergibt den Abschlussbericht mit 82 Empfehlungen an die Regierung.
- 15.06.Ciivise präsentiert die Umsetzungsbewertung den Ministern Darmanin und Rist.
Hintergrund eines „Massenverbrechens“
Die Ciivise wurde nach der Veröffentlichung von Camille Kouchners Buch „La Familia Grande“ im Jahr 2021 gegründet, das eine nationale Debatte über Inzest auslöste. Die unabhängige Kommission sammelte zwei Jahre lang Zeugenaussagen, bevor sie Ende 2023 82 Empfehlungen vorlegte. Sie bezeichnet sexuelle Gewalt gegen Kinder als „Massenverbrechen“: Laut ihren Zahlen werden jährlich 160.000 Kinder Opfer, alle drei Minuten wird ein Kind sexuell missbraucht. Die am Montag veröffentlichte Bewertung erfolgt vor dem Hintergrund des öffentlichen Drucks durch den Fall Lyhanna, bei dem ein elfjähriges Mädchen nach jahrelangem Missbrauch ermordet wurde.
Umsetzungsbilanz
Von den 82 Empfehlungen befinden sich 62 (75 Prozent) in einem Stadium der Umsetzung, aber nur 28 Prozent sind voll wirksam – eine Quote, die die Kommission als „unzureichend“ bezeichnet. Von den 17 Maßnahmen, die sie als Prioritäten eingestuft hatte, sind nur drei vollständig operativ. Zu den nicht umgesetzten Empfehlungen gehören die Einstufung von Inzest als eigenständiger Straftatbestand, die Garantie disziplinarischer Immunität für Fachkräfte, die Missbrauch melden, das Verbot für Täter, ein aus einer Vergewaltigung hervorgegangenes Kind anzuerkennen, sowie die Unverjährbarkeit von Sexualstraftaten an Minderjährigen. Die Kommission merkt zudem an, dass Cousins in der Definition von inzestuösem sexuellem Missbrauch weiterhin nicht berücksichtigt werden.
Justiz: Die „große Verzögerung“
Der Bericht identifiziert eine „anhaltende Lücke zwischen den Bedürfnissen des Kinderschutzes und der justiziellen Reaktion“. Nur 27 der 41 justizbezogenen Empfehlungen sind in Kraft; der Rest wird noch diskutiert oder wurde schlicht nicht umgesetzt. Die Ciivise weist auf die anhaltende strafrechtliche Verfolgung des „schützenden Elternteils“ wegen Nichtvorzeigens eines Kindes nach einer Trennung sowie auf das Fehlen eines spezifischen Inzest-Straftatbestands im Strafgesetzbuch hin. Die Kommission bedauert zudem, dass obligatorische psychologische und pädiatrische Gutachten nicht immer von geschulten und spezialisierten Fachkräften durchgeführt werden.
„Es besteht eine anhaltende Lücke zwischen den Bedürfnissen des Kinderschutzes und der justiziellen Reaktion.“
Reaktion und nächste Schritte
Die Ciivise übergab ihre Bewertung am Montagmorgen an Justizminister Gérald Darmanin und die Ministerin für Gesundheit und Familien, Stéphanie Rist, am Place Vendôme. Sie fordert die Regierung auf, „einen Gang höher zu schalten“ und „angemessene Ressourcen bis zum Ende der Amtszeit des Präsidenten“ bereitzustellen. Die Kommission drängt zudem auf einen interministeriellen Ausbildungsplan für Staatsbedienstete, um Gewalt im familiären Umfeld besser zu erkennen, und merkt an, dass Inzest in der derzeitigen Ausbildung kaum behandelt wird. Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem eine Gruppe von Abgeordneten einen Gesetzesentwurf zu diesem Thema vorbereitet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- MediapartViolences sexuelles sur mineurs: la Ciivise dénonce un " retard majeur " de la justice
- MediapartViolences sexuelles sur mineurs: la Ciivise demande au gouvernement à " passer à la vitesse supérieure "
- MediapartViolences sexuelles sur les enfants : un rapport de la Ciivise étrille le bilan du gouvernement
- BFMTVViolences sexuelles faites aux enfants: seulement 28% des préconisations de la Ciivise sont pleinement mises en œuvre
- Maryse Le Men-Regnier
- Direktorin der Ciivise und Richterin
- Denis Roth-Fichet
- Generalsekretär der Ciivise
- Gérald Darmanin
- Französischer Justizminister
- Stéphanie Rist
- Französische Ministerin für Gesundheit und Familien
- Camille Kouchner
- Autorin von La Familia Grande, dem Buch, das die Inzest-Debatte auslöste
- Orte
- Paris
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