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Einzelsport·vor 2 Std.

Maja Chwalińska erreicht Halbfinale der French Open und stellt Open-Era-Rekord für eine Qualifikantin ein

Die 24-Jährige aus Dąbrowa Górnicza besiegte Anna Kalinska auf dem Court Philippe-Chatrier mit 7:6(3), 6:3 und ist damit die erste Qualifikantin, die in der Open Era das Halbfinale in Paris erreicht hat.

Ein Lauf einer Qualifikantin für die Geschichtsbücher

Maja Chwalińska kam als Nummer 113 der Welt nach Roland Garros und musste drei Qualifikationsspiele gewinnen, um überhaupt ins Hauptfeld zu kommen. Danach schaltete sie Qinwen Zheng, Elise Mertens, Maria Sakkari und die heimische Favoritin Diane Parry aus, bevor sie am Mittwoch im Viertelfinale auf die an Nummer 22 gesetzte Anna Kalinska traf. Die 24-Jährige aus Dąbrowa Górnicza, die auf der nationalen Tour für BKT Advantage Bielsko-Biała spielt, war zuvor nie über die frühen Runden eines Grand-Slam-Turniers hinausgekommen.

Der Traum geht weiter. Maja Chwalińska hat das beste Ergebnis einer Qualifikantin bei Roland-Garros in der Open Era eingestellt.

WTA

Wind, ein Einbruch und eine Tiebreak-Erholung

Die Bedingungen auf dem Court Philippe-Chatrier waren alles andere als ideal. Nach der Hitzewelle der Vorwoche brachte der Mittwoch böigen Wind und kühle Temperaturen, die die Ballkontrolle unberechenbar machten. Chwalińska passte sich schneller an und legte mit ihren charakteristischen Stoppbällen und Slice-Rückhänden, die Kalinska zu Fehlern zwangen, einen 5:1-Vorsprung im ersten Satz hin. Die Russin startete dann ein furioses Comeback, gewann vier Spiele in Folge zum 5:5, bevor sich die Polin stabilisierte und nach 72 Minuten einen Tiebreak erzwang, den sie mit 7:3 dominierte.

Es mag so ausgesehen haben, als wäre ich ruhig, aber die Emotionen waren unglaublich. Ich habe einfach versucht, meine Arbeit so gut wie möglich zu machen. Die Bedingungen waren nicht einfach, der Wind war stark, der Ball wurde verrückt.

Den Sack zumachen

Kalinska begann den zweiten Satz aggressiv, aber ihre Energie ließ nach, nachdem sie ihr erstes Aufschlagspiel gehalten hatte. Chwalińska breakte zweimal zur 5:2-Führung, und obwohl die Russin ein Spiel zurückholte, bescherte eine Flut von unerzwungenen Fehlern der Polin den 6:3-Satz und den Einzug ins Halbfinale. Es war das erste Mal im Turnier, dass Chwalińska ihr erstes Aufschlagspiel abgab, doch sie erholte sich ohne Panik.

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Leere Plätze auf der größten Bühne

Das Viertelfinale fand vor spärlichem Publikum auf dem 15.000 Plätze fassenden Centre Court statt. Eurosport-Reporter Paweł Kuwik sagte vor dem Spiel voraus, dass spät eintreffende Fans die Ränge füllen würden, doch Fotos aus dem ersten Satz zeigten große leere Sektoren. Interias Korrespondent Artur Gac merkte an, dass er persönlich mehrere Leute kenne, die vergeblich versucht hätten, Tickets zu kaufen, was darauf hindeute, dass das Problem nicht mangelnde Nachfrage sei.

Preisgeld und Medienexplosion

Mit dem Einzug ins Halbfinale sicherte sich Chwalińska 750.000 Euro (etwa 3,17 Millionen Złoty), obwohl sie auf ihrer Pressekonferenz sagte, dass die französischen und polnischen Steuern den Nettobetrag erheblich reduzieren würden. Der Siegerscheck in Paris beträgt 2,8 Millionen Euro, der Zweitplatzierte erhält 1,4 Millionen Euro. Das Institut für Medienbeobachtung berichtete unterdessen, dass der Werbeäquivalenzwert der Berichterstattung über Chwalińska zwischen dem 18. Mai und dem 1. Juni 68 Millionen Złoty erreichte, mit 475.000 Interaktionen in den sozialen Medien. Der Mai 2026 war der Monat mit der höchsten Medienpräsenz in ihrer Karriere.

Die polnischen Fans, die natürlich an die Erfolge von Iga Świątek gewöhnt sind, haben sich sofort auf eine weitere fesselnde Sportgeschichte gestürzt, was sich perfekt in fast einer halben Million Social-Media-Interaktionen widerspiegelt. Wichtig ist, dass Chwalińskas Image sehr organisch aufgebaut wird. Die Medien und Internetnutzer schätzen nicht nur ihre hervorragende, unkonventionelle Technik auf dem Platz, sondern auch ihre unprätentiöse Authentizität und Bescheidenheit abseits des Platzes.

Was als Nächstes kommt

Chwalińska spielt ihr Halbfinale am Donnerstag gegen entweder die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka oder Diana Shnaider. Sabalenka hatte die Polin zuvor als die größte Überraschung des Turniers bezeichnet und ihr eine große Karriere vorausgesagt. Chwalińskas Lauf hat ihre voraussichtliche Platzierung bereits von 113 auf 49 verbessert, mit weiteren Steigerungen je nach Ausgang des Halbfinals.

Chwalińskas Weg ins Roland-Garros-Halbfinale
  1. Qualifikationsrunden beginnen; Chwalińska gewinnt drei Spiele, um ins Hauptfeld zu gelangen.
  2. Erste Runde: besiegt Qinwen Zheng.
  3. Zweite Runde: besiegt Elise Mertens.
  4. Dritte Runde: besiegt Maria Sakkari.
  5. Vierte Runde: besiegt Diane Parry auf dem Court Philippe-Chatrier.
  6. Viertelfinale: besiegt Anna Kalinska mit 7:6(3), 6:3 und erreicht das Halbfinale.
Paris · Dąbrowa Górnicza

7 Quellen

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