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Kurz gefasst

  • Gonorrhoe erreichte 2025 37.467 Fälle (76,26 pro 100.000) und Syphilis 11.879 Fälle (24,18 pro 100.000), wobei Syphilis gegenüber 2024 leicht zurückging.

  • Chlamydien erreichten 2025 44.511 Fälle, 3,9 % mehr als 42.820, bei einer Inzidenz von 90,60 pro 100.000 Einwohner.

  • 2025 wurden zehn bestätigte Fälle registriert, ebenso viele wie 2024; beide Jahre sind die höchsten seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000.

Ein vorläufiger Halt des Anstiegs

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind in Spanien im Jahr 2025 nach Jahren des Wachstums nicht weiter gestiegen – das geht aus dem jährlichen Überwachungsbericht des Gesundheitsministeriums und des Instituto de Salud Carlos III (ISCIII) hervor, der am 22. Oktober 2026 veröffentlicht wurde. Die Raten bleiben hoch, die Veränderung ist also eine Verlangsamung und keine Umkehr. Gonorrhoe blieb mit 37.467 Fällen nahezu unverändert – zehn mehr als 2024 –, während Syphilis auf 11.879 Fälle und Lymphogranuloma venereum (LGV) auf 1.824 Fälle sanken. Chlamydien entwickelten sich in die entgegengesetzte Richtung und stiegen um 3,9 % auf 44.511 Fälle von 42.820.

Chlamydien steigen weiter

Chlamydien sind inzwischen die am häufigsten diagnostizierte STI des Landes und die einzige der vier analysierten Infektionen, die sowohl bei den Fallzahlen als auch bei der Inzidenz zunahm; letztere stieg von 88,07 auf 90,60 pro 100.000 Einwohner. Junge Erwachsene tragen die Hauptlast: Menschen im Alter von 25 bis 34 Jahren machen 36,8 % der Diagnosen aus, die 20- bis 24-Jährigen 25,8 % und die 15- bis 19-Jährigen 9,8 %. Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren weisen mit 538,28 pro 100.000 die höchste Rate des gesamten Berichts auf. Männer stellen 53,7 % der Chlamydien-Diagnosen, mit 23.891 Meldungen und einer Inzidenz von 99,17 gegenüber 82,33 bei Frauen.

STI-Inzidenz in Spanien, 2025Fälle pro 100.000 Einwohner
Chlamydien90,6
Gonorrhoe76,26
Syphilis24,18
Lymphogranuloma venereum3,93
Chlamydien
90.6 Fälle pro 100.000 Einwohner
Gonorrhoe
76.26 Fälle pro 100.000 Einwohner
Syphilis
24.18 Fälle pro 100.000 Einwohner
Lymphogranuloma venereum
3.93 Fälle pro 100.000 Einwohner

Daten aus dem Artikeltext

Gonorrhoe, Syphilis und konnatale Fälle

Gonorrhoe erreichte 76,26 pro 100.000 Einwohner, etwas weniger als im Vorjahr, und Männer machen 84,3 % der Diagnosen aus. Das ISCIII datiert den Beginn der Stabilisierung auf 2023, nachdem die Inzidenz zuvor im Schnitt um 36 % pro Jahr gestiegen war. Syphilis sank auf eine Rate von 24,18 von 24,61, wobei Männer 87,6 % der Fälle ausmachen, obwohl die Fachleute weiterhin einen seit 2016 anhaltenden Aufwärtstrend sehen. Zehn bestätigte Fälle konnataler Syphilis – ebenso viele wie 2024 – wurden alle in den ersten Lebensmonaten diagnostiziert, sieben bei Jungen und drei bei Mädchen; beide Jahre markieren den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000.

Regionale Unterschiede und Kantabrien

Die Chlamydien-Inzidenz variiert stark zwischen den Regionen. Katalonien verzeichnete 195,90 pro 100.000 Einwohner, gefolgt vom Baskenland mit 137,62, Navarra mit 128,24 und den Kanarischen Inseln mit 108,77, während Aragonien mit 8,50 am niedrigsten lag. Die Autorinnen und Autoren warnen, dass Unterschiede zwischen den regionalen Überwachungssystemen Vergleiche beeinträchtigen können. In Kantabrien stiegen die Chlamydien-Fälle von 270 auf 291 und Syphilis sprang um 56,1 % von 41 auf 64, während Gonorrhoe um 4,2 % auf 206 sank und LGV von sieben auf vier Fälle fiel. Die Inzidenz aller vier Infektionen liegt in der Region weiterhin unter den landesweiten Werten.

Chlamydien-Inzidenz in ausgewählten Regionen, 2025Fälle pro 100.000 Einwohner
Katalonien195,9
Baskenland137,62
Navarra128,24
Kanarische Inseln108,77
Aragonien8,5
Katalonien
195.9 Fälle pro 100.000 Einwohner
Baskenland
137.62 Fälle pro 100.000 Einwohner
Navarra
128.24 Fälle pro 100.000 Einwohner
Kanarische Inseln
108.77 Fälle pro 100.000 Einwohner
Aragonien
8.5 Fälle pro 100.000 Einwohner

Daten aus dem Artikeltext

Was die Expertinnen und Experten sagen

Victoria Hernando, Mitautorin des Berichts, beschreibt die Lage als „stabilisiert, aber auf hohem Niveau“ und verweist auf eine bessere Erkennung als Teil der Erklärung. Die höhere Erkennung geht vor allem auf PrEP-Programme zurück, die gefährdete Menschen mit einer HIV-Prophylaxe versorgen und sie alle drei Monate auf andere STI testen. Präventionskampagnen für gefährdete Gruppen, Kondomwerbung, Schulungen für Gesundheitspersonal und Selbsttest-Kits könnten ebenfalls dazu beigetragen haben, den Anstieg zu bremsen. Die einzige Unterbrechung des langen Aufwärtstrends gab es 2020, höchstwahrscheinlich wegen der Corona-Lockdowns; ab 2021 stiegen die Raten wieder. Hernando erklärte den Erkennungseffekt so:

„In den vergangenen Jahren dürfte das Screening unter PrEP-Nutzern teilweise zu dem beobachteten Anstieg beigetragen haben, ebenso wie ein größeres Bewusstsein und eine bessere Meldung dieser Fälle.“

Victoria Hernando

Die Autorinnen und Autoren empfehlen, die LGV-Überwachung in allen Regionen einzuführen, die Meldung einzelner Fälle zu stärken und die Daten zu Übertragungswegen zu verbessern.

In diesem Text

  1. 1Ein vorläufiger Halt des AnstiegsEin vorläufiger Halt des Anstiegs
  2. 2Chlamydien steigen weiterChlamydien steigen weiter
  3. 3Gonorrhoe, Syphilis und konnatale FälleGonorrhoe, Syphilis und konnatale Fälle
  4. 4Regionale Unterschiede und KantabrienRegionale Unterschiede und Kantabrien
  5. 5Was die Expertinnen und Experten sagenWas die Expertinnen und Experten sagen

Auf Grundlage von Berichten von

europa press, RTVE.es, La Razón, El Confidencial, EL MUNDO, EL PAÍS

Liste der Quellen
Madrid
Santander
MadridSantander
Madrid, Santander · Spanien

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Quellen und Kontext

  • europa pressvor 2 Std.Chlamydien- und Syphilis-Fälle steigen in Kantabrien wieder an, während sie fallen...Los casos de clamidia y sífilis repuntan en Cantabria mientras caen... · Original auf Spanisch
  • RTVE.esvor 5 Std.Geschlechtskrankheiten bremsen ihren Anstieg in Spanien, obwohl Chlamydien weiter zunehmenLas enfermedades sexuales frenan su escalada en España, aunque la clamidia sigue al alza · Original auf Spanisch
  • La Razónvor 6 Std.Chlamydien nehmen in Spanien weiter zu: Fälle übersteigen 44.500 und junge Menschen konzentrieren die DiagnosenLa clamidia sigue aumentando en España: los casos superan los 44.500 y los jóvenes concentran los diagnósticos · Original auf Spanisch
  • El Confidencialvor 7 Std.Sexuell übertragbare Infektionen bremsen ihren Anstieg in Spanien, bleiben aber auf hohem NiveauLas infecciones de transmisión sexual frenan su aumento en España, pero se mantienen en niveles elevados · Original auf Spanisch

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Veröffentlicht heute um 16:38.

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Gesundheit & Bildung · Madrid und Santander

Spaniens STI-Zahlen stabilisieren sich 2025, doch Chlamydien steigen weiter auf 44.511 Fälle

Spanien verzeichnete 2025 44.511 Chlamydien-Fälle, 3,9 % mehr als 2024, während Gonorrhoe stagnierte und Syphilis sowie Lymphogranuloma venereum leicht zurückgingen. Der Jahresbericht des Gesundheitsministeriums und des Instituto de Salud Carlos III wurde am 22. Oktober 2026 veröffentlicht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, RTVE.es, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 16:38.

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