Kurz gefasst
Trump unterzeichnete das Gesetz am Dienstag, 20. Oktober 2026, und machte die Stätte zum 64. Nationalpark und zum vierten in Arizona, nach Grand Canyon, Petrified Forest und Saguaro.
Calvin Coolidge wies das Gebiet 1924 unter dem Antiquities Act als National Monument aus, Franklin D. Roosevelt erweiterte es 1938.
Eine Schätzung nennt rund 60.000 Besucher pro Jahr, eine andere gut 70.000 im vergangenen Jahr; der Park beherbergt 71 Säugetierarten und fast 200 Vogelarten.
- April 1924Die Stätte wird unter dem Antiquities Act zum National Monument erklärt
- 1938Franklin D. Roosevelt erweitert das Monument
- 20.10.Trump unterzeichnet das Gesetz, das sie zum Chiricahua National Park macht
Am Dienstag in Kraft gesetzt
Donald Trump unterzeichnete das Gesetz am Dienstag, 20. Oktober 2026, und wandelte das Chiricahua National Monument im Südosten Arizonas in den Chiricahua National Park um. Der Gesetzentwurf passierte den Kongress mit überparteilicher Unterstützung und macht die Stätte zum 64. Nationalpark der Vereinigten Staaten. Damit hat Arizona nun vier Nationalparks, neben Grand Canyon, Petrified Forest und Saguaro. Berichte nennen eine Größe von rund 12.000 Acres oder 19 Quadratmeilen (49 Quadratkilometern). Politiker aus Arizona hatten seit 2016 wiederholt versucht, die Ausweisung durchzusetzen, diesmal gelang es mit einem parteiübergreifenden Gesetz.
Landschaft und Geschichte
Die Rhyolith-Zinnen und Balance Rocks des Parks entstanden durch einen Vulkanausbruch vor etwa 27 Millionen Jahren, und die umliegenden Chiricahua Mountains erheben sich wie eine Insel aus Bergen über Wüste und Grasland. Calvin Coolidge erklärte die Stätte 1924 unter dem Antiquities Act zum National Monument, Franklin D. Roosevelt erweiterte sie 1938. Das Gebiet zeugt von Jahrtausenden menschlicher Nutzung, von prähistorischen Menschen bis zu den Buffalo Soldiers, den schwarzen US-Truppen, die dort nach dem Bürgerkrieg während eines Feldzugs gegen die Apache-Anführer Geronimo und Cochise stationiert waren. Die Auseinandersetzungen zwischen Apache-Gruppen und Siedlern endeten 1886, als die Apache sich den US-Truppen ergaben und zwangsweise in die San-Carlos-Apache-Reservation umgesiedelt wurden.
Tierwelt, Besucher und Zugang
Der Park beherbergt 71 Säugetierarten, darunter Schwarzbären, Weißwedelhirsche und Pumas, sowie mehr als 20 Fledermausarten. Fast 200 Vogelarten wurden dort registriert. Der Eintritt ist frei, ein 27 Kilometer langes Wegenetz durchzieht die Felsformationen, und es gibt keine Restaurants, sodass Besucher ihr eigenes Essen mitbringen müssen. Die Angaben zu den Besucherzahlen gehen auseinander: Eine Schätzung nennt rund 60.000 pro Jahr, eine andere gut 70.000 im vergangenen Jahr. Ein Experte erwartet, dass die Besucherzahlen unter dem neuen Status um etwa 20 Prozent steigen.
Das Gesetz sichert den Stämmen den Zugang für traditionelle Zeremonien und erlaubt zeitweise Schließungen für die Öffentlichkeit, um diese kulturellen Nutzungen zu schützen. Juan Ciscomani, US-Abgeordneter aus Arizona, sagte, die Einzelheiten seien noch nicht entschieden.
Reaktionen und Kritik
Innenminister Doug Burgum lobte die Ausweisung in einer Erklärung, die die Felsspitzen und das Apache-Erbe der Stätte hervorhob.
„Die hoch aufragenden Felsspitzen von Chiricahua, das reiche Apache-Erbe und die bemerkenswerte Artenvielfalt machen es zu einer der außergewöhnlichsten Landschaften Amerikas.“
Senator Mark Kelly, ebenfalls aus Arizona, begrüßte das Gesetz als Erfolg für die Gemeinden im Südosten des Bundesstaates.
„Das ist ein Erfolg für die Gemeinden im Südosten Arizonas und für alle, die daran gearbeitet haben, diesen außergewöhnlichen Ort zu schützen, damit unsere Kinder und Enkel ihn genießen können.“
Umweltschützer zeigten sich weniger begeistert. Naturschützer in den Vereinigten Staaten kritisierten die Ankündigung als PR-Aktion, die die Lage vor Ort nicht widerspiegle. Kritiker fragten zudem, wer den Park verwalten solle, da der National Park Service unter Trump erheblich Personal abgebaut habe. Ein Geograf, der Parknamen erforscht, schreibt, eine Umwidmung ändere meist wenig außer Schildern und Branding, ohne zusätzliche Mittel. Im Juli hatte Trump zwei National Monuments in Utah um insgesamt mehr als 12.000 Quadratkilometer verkleinert.