Kurz gefasst
China erzielte 165,764 Punkte gegenüber 165,531 für die Vereinigten Staaten und beendete damit die US-Serie von sieben WM-Mannschaftstiteln in Folge seit 2011.
Zhang Qingyings 15,066 am Schwebebalken waren die bislang höchste Wertung an einem Gerät; China kam an dem Gerät auf 43,366 Punkte, die Vereinigten Staaten auf 39,199.
Russland wurde Sechster, nachdem drei seiner besten Turnerinnen von der niederländischen Regierung kein Visum erhielten; unter den fehlenden Athletinnen war auch Angelina Melnikova.
Italien kam auf 158,129 Punkte, nachdem es in der zweiten Rotation drei Stürze am Schwebebalken gegeben hatte; Manila Esposito, Elisa Iorio, July Marano, Giulia Perotti und Sofia Tonelli turnten im Finale der acht Mannschaften.
0,233 Punkte Vorsprung beenden die Serie
China hat am Mittwoch, 21. Oktober, das Mannschaftsfinale der Frauen bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam mit 165,764 Punkten gewonnen. Die Vereinigten Staaten, die seit 2011 sieben WM-Mannschaftstitel in Folge gewonnen hatten, wurden mit 165,531 Zweiter. Japan holte mit 164,063 Bronze – die erste WM-Mannschaftsmedaille seit 1966 – und Frankreich wurde mit 161,130 Vierter. Brasilien belegte mit 159,730 Platz fünf, Russland mit 159,394 Platz sechs. Chinas Gold ist der erste WM-Mannschaftstitel seit 2006 und der erste internationale Mannschaftstitel seit den Olympischen Spielen 2008.
- China
- 165.764 Punkte
- Vereinigte Staaten
- 165.531 Punkte
- Japan
- 164.063 Punkte
- Frankreich
- 161.13 Punkte
- Brasilien
- 159.73 Punkte
- Russland
- 159.394 Punkte
- Italien
- 158.129 Punkte
Daten aus dem Artikeltext
Die Vereinigten Staaten hatten nach zwei der vier Rotationen mit 85,399 zu 83,432 mit fast zwei Punkten geführt. China überholte in der dritten Rotation und hielt in der Schlussrotation durch; das fünfköpfige chinesische Team lag am Ende um 0,233 Punkte vorn.
Der Schwebebalken entschied das Finale
Chinas Balkenrotation war der entscheidende Abschnitt des Finales. Zhang Qingying erzielte an dem Gerät 15,066 Punkte – die bislang höchste Wertung an einem Gerät, wie AP berichtet. Die drei chinesischen Balkenübungen brachten 43,366 Punkte, keine andere Nation kam an diesem Gerät über 43, während die Vereinigten Staaten insgesamt 39,199 erreichten. Dulcy Caylor stürzte beim Abgang vom Schwebebalken – ein Sturz, der China die Tür öffnete. Sie trat anstelle der Olympiasiegerin von 2024, Hezly Rivera, an, die sich am Wochenende wegen einer anhaltenden Sprunggelenkverletzung zurückgezogen hatte. China lag vor dem Bodenturnen mehr als zwei Punkte vorn; dort turnten Caylor, Claire Pease und Reese Esponda solide, konnten die Lücke aber nicht mehr schließen.
- China
- 43.366 Punkte
- Vereinigte Staaten
- 39.199 Punkte
Daten aus dem Artikeltext
Russland, Italien und die Verfolger
Russland qualifizierte sich als Dritter, beendete den Wettkampf aber ohne drei seiner erfahrensten Turnerinnen auf Platz sechs; ihnen war von der niederländischen Regierung das Visum verweigert worden, wie die New York Times berichtet. AP nennt unter den fehlenden Athletinnen unter anderem die Olympiasiegerin von 2020 und Weltmeisterin im Mehrkampf von 2021, Angelina Melnikova. Russland, das wegen des Angriffs auf die Ukraine unter neutraler Flagge antritt, begann sein Finale mit einem Sturz am Stufenbarren.
Italien wurde mit 158,129 Punkten Siebter. Das Team von Trainer Enrico Casella war mit dem viertbesten Qualifikationsergebnis in das Finale der acht Mannschaften gegangen, doch eine Balkenübung in der zweiten Rotation mit drei Stürzen kostete einen Platz an der Spitze. Manila Esposito, Elisa Iorio, July Marano, Giulia Perotti und Sofia Tonelli bildeten das italienische Team; laut ANSA treten Italiens Turnerinnen weiterhin in den Einzelfinals an.
Einzelfinals und Olympiaplätze
Die drei Medaillenteams haben sich laut ANSA, SRF und NOS direkt für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifiziert. Der Einzelwettkampf wird diese Woche fortgesetzt, mit dem Mehrkampffinale der Männer am Donnerstag, 22. Oktober, und dem Mehrkampffinale der Frauen am Freitag, 23. Oktober. Die Gerätefinals folgen am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober. Laut SRF kehren die Schweizer Turner Noe Seifert und Florian Langenegger für das Mehrkampffinale der Männer zurück.