Regierung · Lissabon und Funchal
Chega reicht dritten Antrag auf parlamentarische Untersuchung des ehemaligen Polizeichefs Luís Neves ein
Die portugiesische Partei Chega hat einen überarbeiteten, obligatorischen Antrag auf Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu Minister Luís Neves eingereicht, der sich auf 11 Vorgänge aus seiner Zeit als Leiter der Kriminalpolizei konzentriert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, RTP, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Chega reichte am 18. September 2026 einen überarbeiteten Untersuchungsantrag ein, nachdem Parlamentspräsident José Pedro Aguiar-Branco zwei frühere Entwürfe wegen mangelnder verfahrensrechtlicher Spezifität abgelehnt hatte.
Der Antrag wurde als potestatives Ersuchen eingereicht, was bedeutet, dass der parlamentarische Ausschuss ohne Zustimmung des gesamten Parlaments eingesetzt werden kann.
Die Untersuchung erstreckt sich über Neves' Amtszeit als PJ-Direktor von 2018 bis 2026 und listet 11 spezifische Themen auf, darunter 200 verschwundene Schusswaffen, eine verlorene Bitcoin-Wallet, ConstruBarcelos-Verträge und die Operação Influencer.
- 16.09.Präsident der Versammlung José Pedro Aguiar-Branco lehnt zweiten Untersuchungsantrag der Chega ab
- 17.09.André Ventura trifft sich mit Aguiar-Branco, um die Anforderungen für die Untersuchung zu besprechen
- 18.09.Chega reicht dritten Untersuchungsantrag mit 11 spezifischen Prüfpunkten ein
- 19.09.Ventura erläutert die Untersuchungsziele bei einer Parteiveranstaltung in Funchal
Dritter Versuch einer parlamentarischen Untersuchung
Die portugiesische Partei Chega hat am Freitag, dem 18. September 2026, einen neuen Antrag an die Versammlung der Republik gestellt, um eine parlamentarische Untersuchungskommission zu Luís Neves einzusetzen. Die Initiative ist der dritte Versuch der Partei, eine Untersuchung zu Neves' Handlungen während seiner Amtszeit als nationaler Direktor der Kriminalpolizei (PJ) von 2018 bis 2026 einzuleiten. Der Präsident der Versammlung, José Pedro Aguiar-Branco, hatte die beiden vorherigen Vorschläge mit der Begründung abgelehnt, dass ihnen die ausreichende Detailtiefe hinsichtlich der konkreten Handlungen und Entscheidungen fehle.
Nach einem Treffen zwischen Chega-Chef André Ventura und Aguiar-Branco am Donnerstag, dem 17. September 2026, überarbeitete die Partei die Initiative, um den Untersuchungsumfang erschöpfender darzulegen. Da es sich um einen obligatorischen potestativen Antrag handelt, bedarf die Einsetzung der Kommission keiner Abstimmung durch das gesamte Parlament.
Umfang und elf genannte Vorwürfe
Unter Beibehaltung des Zeitrahmens 2018 bis 2026 umreißt der überarbeitete Vorschlag elf verschiedene Untersuchungsbereiche zu Verfahren und Entscheidungen unter Neves' Führung bei der PJ. Der Antrag zielt darauf ab, interne Verfahren zur Behandlung und zum Verbleib von im Rahmen der Pacoba-Ermittlungen beschlagnahmten Vermögenswerten zu prüfen, sowie die Beschlagnahme, Verwahrung und das anschließende Verschwinden einer Bitcoin enthaltenden Kryptowährungs-Wallet.
Der Vorschlag sieht auch eine Untersuchung der Beschlagnahme und des anschließenden Verschwindens von rund 200 Schusswaffen, der Nutzung von PJ-Dienstfahrzeugen und von Durchsicken vertraulicher Informationen über die Identität von PJ-Inspektoren und SIS-Geheimdienstagenten vor. Chega fordert das Parlament zudem auf, mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf Verträge mit ConstruBarcelos zu prüfen, einschließlich privater Renovierungsarbeiten an Neves' Anwesen im Alentejo und möglicher Behinderung journalistischer Recherchen zu diesem Unternehmen. Darüber hinaus möchte die Partei die politische Aufsicht während Neves' Amtszeit klären, mit Schwerpunkt darauf, warum die PJ aus den Ermittlungen der Operação Influencer während der Regierung von António Costa herausgenommen wurde.
Reaktionen von Ventura und Neves
Ventura präsentierte die Einzelheiten des Antrags am Samstag, dem 19. September 2026, bei einer Parteiveranstaltung in Funchal auf Madeira und argumentierte, das Parlament müsse mögliche politische Absprachen und die Einhaltung von Vermögensoffenlegungspflichten prüfen. Er betonte, dass die Parlamentsführung die Untersuchung voranbringen solle, da Neves seine Bereitschaft zur Aussage erklärt habe.
„Luís Neves sagt, er sei sehr gelassen und begrüße alle Untersuchungen. Der Präsident der Versammlung der Republik sollte also nicht einschränken, was das Ziel selbst in seinen Mandaten akzeptiert, was das Parlament will und was das portugiesische Volk wünscht.“
Neves, derzeit Innenminister, bekräftigte, dass er sich weiterhin auf seine ministeriellen Pflichten konzentriere und seinen Posten nur verlassen werde, wenn er vom Premierminister entlassen werde. Nach der Vorstellung des Jahresberichts zur Inneren Sicherheit in Lissabon erklärte Neves, dass er bereit sei, alle Fragen zu beantworten.
„Ich bin absolut gelassen, wenn es darum geht, alle Anfragen, Untersuchungen, Anhörungen überall zu konfrontieren und zu klären. Was auch immer passieren muss, ich werde da sein. Ich bin sehr glücklich in meiner Arbeit und wir haben Fortschritte gemacht.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoVentura diz que se Neves aceita investigações, PAR não deve obstaculizar
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaChega avançou com nova proposta de comissão de inquérito a Luís Neves
- SAPOChega entregou nova proposta para constituição de comissão parlamentar de inquérito a Luís Neves
- Diário de NotíciasChega entregou nova proposta para constituição de comissão parlamentar de inquérito a Luís Neves
- André Ventura
- Vorsitzender der portugiesischen Partei Chega
- Luís Neves
- Innenminister und ehemaliger nationaler Direktor der Kriminalpolizei
- José Pedro Aguiar-Branco
- Präsident der Versammlung der Republik Portugal
- António Costa
- Ehemaliger Premierminister Portugals während der Operação Influencer-Ermittlungen
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