Konflikte · Kohat und Peschawar

Militante töten bei 20-stündigem Angriff auf Polizeikomplex in Pakistan mindestens 31 Menschen

Sicherheitskräfte in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa beendeten eine 20-stündige Belagerung, nachdem Selbstmordattentäter und bewaffnete Angreifer während des Freitagsgebets einen Polizeikomplex gestürmt und mindestens 31 Menschen getötet hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, europa press, Bloomberg Business und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Kohat, Peschawar · Pakistan
Wie es dazu kam
  1. 18. September, nachmittagsEin Selbstmordattentäter mit Autobombe durchbricht die Mauer der Moschee und die Umzäunung der Old Police Lines, während bewaffnete Angreifer den Komplex stürmen.
  2. 18. September, abendsMilitante verschanzen sich in den Büros der Special Branch, während für getötete Polizisten Totenandachten abgehalten werden.
  3. 19. September, morgensZwei Militante zünden Sprengstoffwesten innerhalb der Anlage, während taktische Kräfte vorrücken.
  4. 19. September, nachmittagsSicherheitskräfte beenden die 20-stündige Operation nach der Bergung von acht getöteten Angreifern.

Angriff auf den Kohat-Komplex

Der koordinierte Angriff begann am Freitagnachmittag, als ein Angreifer ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gegen eine Außenmauer und eine Moschee des Old Police Lines-Komplexes in Kohat, einer Stadt mit etwa 220.000 Einwohnern in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, rammte. Die Explosion ereignete sich während des Freitagnachmittagsgebets, brachte Teile der Umzäunung zum Einsturz und verursachte schwere strukturelle Schäden an der Moschee. Der Komplex dient als Bezirkspolizeihauptquartier und beherbergt wichtige Büros der Abteilung für Terrorismusbekämpfung und der Geheimdienstagentur Special Branch, neben Wohnquartieren für Polizisten der Terrorabwehr, die in der gesamten Provinz Einsätze durchgeführt haben. Unmittelbar nach der Detonation drangen bewaffnete Militante in den Komplex ein, um sich den Sicherheitskräften zu stellen.

Die 20-stündige Belagerung

Nach dem Einbruch bezogen mehrere Militante Verteidigungsstellungen im Gebäude der Geheimdienstabteilung Special Branch, was ein längeres Feuergefecht mit der Polizei und herbeigerufenen Militärkräften auslöste. Schüsse und zeitweilige Detonationen hallten über Nacht durch die Anlage, während Sicherheitskräfte den Umkreis abriegelten und Verstärkung heranführten. Am Samstagmorgen zündeten zwei Militante Sprengstoffwesten innerhalb des Komplexes, bevor taktische Einheiten die restlichen Flügel räumten. Der Polizeibeamte von Kohat, Mohammad Sadiq, bestätigte, dass die Belagerung nach 20 Stunden beendet sei und die Sicherheitskräfte die Leichen von acht Angreifern, darunter die Selbstmordattentäter, geborgen hätten. Am späten Freitagabend wurden im Komplex Totenandachten für gefallene Polizisten abgehalten, bevor ihre Leichen den Familien zur Bestattung übergeben wurden.

Opfer und Gruppenzugehörigkeit

Der Angriff forderte nach Angaben von Polizeibeamten mindestens 31 Todesopfer, wobei frühe Opferzahlen 16 Polizisten und sieben Zivilisten unter den Toten verzeichnen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt; lokale Gesundheitsbehörden in Kohat bestätigten, dass 103 Verletzte eingeliefert wurden, viele in kritischem Zustand und überwiegend Polizeibeamte. Ein Bündnis namens Ittehad-ul Mujahideen Pakistan, das vom Milizenführer Hafiz Gul Bahadur kommandiert wird, übernahm am Freitag in einer Erklärung die Verantwortung für die Operation. Bahadur, ein langjähriger Kommandeur aus Nordwasiristan, der zuvor gegen US- und NATO-Streitkräfte in Afghanistan kämpfte, ist als prominente Aufständischenfigur wieder aufgetaucht. Ein UN-Bericht vom August identifizierte regionale Al-Kaida-Ableger als operative Stütze von Bahadurs Netzwerk.

„Zu einer Zeit, in der terroristische Gewalt im Westen Pakistans ein Rekordniveau erreicht, stellen Bahadur und seine Gruppe eine zunehmend gewaltige Herausforderung für die ohnehin schon überlasteten Sicherheitskräfte dar.“

Elizabeth Threlkeld

Regionale Grenzspannungen

Der Überfall in Kohat spiegelt eine sich verstärkende Welle militanter Gewalt im Westen Pakistans wider, wo in diesem Jahr über 800 Bürger, Soldaten und Polizisten bei Anschlägen getötet wurden. Die pakistanischen Behörden beschuldigen häufig die Taliban-Regierung in Kabul, militanter Führer zu beherbergen und grenzüberschreitende Überfälle von afghanischem Territorium aus zu erlauben, was die afghanischen Behörden bestreiten. Der Streit veranlasste Pakistan im Juni zu grenzüberschreitenden Angriffen in Ostafghanistan, bei denen laut UNO Dutzende Zivilisten getötet wurden. Premierminister Shehbaz Sharif und Präsident Asif Ali Zardari gaben Erklärungen ab, in denen sie den Angriff in Kohat verurteilten, während Polizeisprecher Zulfiqar Hamid die verteidigenden Polizisten lobte und bestätigte, dass Dienstauszeichnungen an das an der Operation beteiligte Personal vergeben würden.

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