André Ventura kündigte am Sonntag, 18. Oktober 2026, bei einer Pressekonferenz in der Parteizentrale von Chega in Lissabon an, seine Partei werde ein Sofort-Gesetzespaket zum Wohnen vorschlagen. Er sagte, er biete es den verschiedenen Parteien im Parlament an, und forderte eine Einigung, die die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen Probleme angehen könne. Ventura räumte zudem ein, dass Neubauten den Druck kurzfristig nicht lindern könnten, weshalb das Paket als Übergangslösung angelegt sei.
„Wir werden das Wohnungsproblem nicht in wenigen Monaten wegbauen können.“
Kern des Vorschlags ist eine um 50 Prozent höhere Absetzbarkeit der IRS-Einkommensteuer, die Haushalte für Miete und für die Rückzahlung von Wohnungskrediten geltend machen können. Ventura argumentierte, die zusätzlichen Beträge, die Familien zahlten, müssten über das Steuersystem zurückgegeben werden, und bezeichnete die Maßnahme als Übergangssystem, das die aktuelle Krise beantworten solle. Chega will außerdem die Steuervergünstigungen überprüfen, die wohlhabenden ausländischen Käufern von Immobilien in Portugal gewährt werden, mit dem Argument, ein reicher Ausländer dürfe keinen besseren Zugang zu Wohnraum haben als ein portugiesischer Käufer aus der Mittelschicht. Die kommunale Grundsteuer IMI nannte er absurd und verlangte ihre Neubewertung, räumte aber ein, dass sie eine Einnahmequelle der Kommunen sei.
Auf die Frage, ob das Paket den für das kommende Jahr erwarteten Haushaltsüberschuss gefährden könne, sagte Ventura, ein Defizit sei das Risiko wert, wenn es bessere Wohnbedingungen für die Portugiesen bedeute. Er brachte den Zielkonflikt auf diese Formel.
„Es hat keinen Sinn, ein Land mit reichen Konten und armen Menschen zu haben.“
Zum Mietrecht sagte Ventura, Chega und die PSD hätten sich auf eine Reihe von Änderungen verständigt, die die Regierung in der Ausschussphase des Gesetzentwurfs vornehmen müsse. Dieses Verfahren habe noch nicht begonnen, und er habe kein Anzeichen dafür gesehen, dass die Regierung den Entwurf korrigieren wolle. Ohne diese Korrektur, so sagte er, würden die Änderungen am Mietrecht nicht durchkommen. Ventura kritisierte den Gesetzentwurf der Regierung zudem als ein Gesetz, das den Markt weitgehend unreguliert lassen wolle.
„Das ist eine Gesetzgebung, die den Markt völlig außer Kontrolle und unreguliert sehen will.“
Ventura sagte, die Mieten seien in den vergangenen fünf Jahren in einigen Bezirken Portugals um 75 Prozent gestiegen, und auch die Hypothekenzinsen seien im selben Zeitraum stark geklettert. Die Löhne seien stagniert oder um höchstens acht bis neun Prozent gestiegen, was er den Wohnkosten gegenüberstellte, die seinen Angaben zufolge um 300 Prozent gewachsen seien. Er nannte die Regierung in dieser Frage völlig unsensibel und warf dem Premierminister Selbstsucht in der Sache vor. Er wies die Vorstellung zurück, der Markt könne das Problem allein lösen, sei es durch Räumungen, lockerere Regeln für Mieterhöhungen oder fehlenden Schutz für Eigentümer.
Ventura warnte, die bereits laufenden Wohnungsproteste und der Widerstand gegen das Mietrecht der Regierung könnten zunehmen, wenn nichts geschehe. Sie könnten mehr Kraft, mehr Kampfgeist und mehr Ehrgeiz gewinnen und Verbände, Parteien und soziale Bewegungen einbeziehen. Das Paket von Chega wird als Antwort auf diesen Druck präsentiert, wobei die Partei Unterstützung bei den anderen Fraktionen sucht.
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André Ventura kündigte am Sonntag, 18. Oktober 2026, an, das Paket den Parteien im Parlament vorzulegen, und akzeptiert dafür ein Haushaltsdefizit. Zu den Maßnahmen gehört eine um 50 Prozent höhere IRS-Absetzbarkeit für Miet- und Hypothekenzahlungen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto und Diário de Notícias. Veröffentlicht .