
Spanische Polizei räumt letztes Migrantenlager am Strand von Guano in Ceuta vor dem Königbesuch
Die Polizei begann am Sonntagmorgen mit der Räumung der Esplanade und des Strandes von Guano in Ceuta, zwei Tage bevor König Felipe VI. und Letizia die Stadt besuchen.
Der Einsatz am Sonntag
Die spanische Polizei rückte am Sonntag, dem 11. Oktober, auf der Esplanade und am Strand von Guano in Ceuta aus, um nach Angaben von Europa Press und ABC den letzten großen Bereich der Stadt mit illegalen Zelten zu räumen, die von Migranten errichtet worden waren, die während des Massenandrangs vom 30. und 31. Juli angekommen waren. Mehr als zwanzig Wagen der Unidad de Intervención Policial (UIP) trafen laut ABC und Europa Press kurz nach 8:00 Uhr ein. RTVE und El Confidencial berichteten, der Einsatz habe kurz nach acht Uhr morgens begonnen und habe zum Ziel gehabt, die Bewohner zur Identifizierung in das Centro de Atención Temporal de Extranjeros (CATE) zu bringen. LaSexta berichtete, einige Menschen hätten zu fliehen versucht, als die Bereitschaftspolizei eintraf, und die Beamten hätten die übrigen Personen anschließend für den Transport zusammengeführt. Reinigungskräfte begannen damit, den am Strand zurückgelassenen Müll zu beseitigen, während die Busse abfuhren.
Wer noch in Guano war
Die Quellen nennen unterschiedliche Zahlen zu den Menschen, die noch vor Ort waren. ABC und Europa Press berichteten, mehr als 500 Migranten seien in Guano geblieben, darunter rund 100 Minderjährige, während RTVE und El Confidencial die Zahl mit etwa 400 angaben. LaSexta beschrieb, am Strand seien nur noch Dutzende verblieben. Zuvor hatte ABC berichtet, dass etwa 1.700 Menschen von den Stränden Benítez und Trampolín weggebracht worden seien und dass die große Mehrheit beschlossen habe, nach Marokko zurückzukehren, mit Ausnahme der Minderjährigen und einiger kleiner Gruppen von Erwachsenen. ABC erklärte zudem, es werde davon ausgegangen, dass mehr als 3.500 Menschen in Trampolín geschlafen hätten, und viele der übrigen seien in die Hügel geflohen, wo sie sich weiterhin aufhielten. RTVE und El Confidencial geben an, dass am 30. und 31. Juli mehr als 70.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta gelangt seien.
Wohin die Migranten als Nächstes kommen
LaSexta berichtete, Erwachsene würden zum CATE und Minderjährige in ein Kinderzentrum gebracht. Nach Angaben von RTVE ist beabsichtigt, die bearbeiteten Personen in von der Regierung eingerichteten Lagern unterzubringen. ABC berichtete, wer freiwillig nach Marokko zurückkehren wolle, könne zur Grenze von Tarajal gehen, während die übrigen in vorläufige Aufnahmeeinrichtungen verlegt würden, während ihre Asylanträge bearbeitet werden. ABC berichtete außerdem, die geflohenen Marokkaner seien sich bewusst, dass ihre Asylanträge mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt würden, und eine endgültige Ablehnung würde eine Ausweisungsverfügung Spaniens mit fünfjähriger Dauer nach sich ziehen. Laut ABC streiften weiterhin Hunderte Migranten durch die Viertel El Príncipe und Los Rosales, und die spanischen Behörden demontieren nach und nach die Pisos patera, in denen andere leben.
Der Königbesuch
König Felipe VI. und Letizia werden am Dienstag, dem 13. Oktober, in Ceuta erwartet, und LaSexta berichtet, es sei der erste Besuch der Stadt während ihrer Regentschaft. Nach Angaben von RTVE werden sie einer Ehrung der Menschen vorstehen, die während des Massenandrangs über die Grenze von Tarajal auf See ums Leben kamen. Nach einer Übernachtung in Ceuta reist das Königspaar weiter nach Melilla. RTVE merkt an, dies wäre das erste Mal, dass ein König von Spanien seit den Besuchen von Alfons XIII. in den Jahren 1904 und 1927 in Ceuta übernachtet.
- Massenhafter Übertritt nach Ceuta aus Marokko am 30. und 31. Juli
- Polizei rückt auf der Esplanade und am Strand von Guano aus, um das letzte Migrantenlager zu räumen
- König Felipe VI. und Letizia besuchen Ceuta, um der auf See ums Leben gekommenen Menschen zu gedenken


