
CBA verhaftet ehemalige PFN-Vorstandsmitglieder Świrski und Jurkiewicz wegen Finanzierung der Kampagne 'Sprawiedliwe sądy' von 2017
Zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Polnischen Nationalstiftung, Maciej Świrski und Cezary Jurkiewicz, wurden am Dienstagmorgen vom CBA festgenommen. Die Ermittlungen betreffen Amtsmissbrauch bei der Finanzierung einer Medienkampagne von 2017, die angeblich einen Schaden von mindestens 8,4 Millionen PLN verursacht hat.
Festnahmen am Dienstagmorgen
Am frühen Dienstag, dem 14. Juli 2026, haben Beamte des Zentralen Antikorruptionsbüros (CBA) zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Polnischen Nationalstiftung festgenommen. Die Aktion erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft der Regionalstaatsanwaltschaft Rzeszów. Jacek Dobrzyński, der Sprecher des Ministerkoordinators für Sonderdienste, gab die Festnahmen über soziale Medien bekannt. Er identifizierte die beiden Personen als den 64-jährigen Maciej Ś. und den 63-jährigen Cezary J., die beide dem PFN-Vorstand angehört hatten. Das CBA bestätigte, dass die Festgenommenen nach Durchsuchungen und Beweissicherung im Laufe des Tages der Staatsanwaltschaft in Rzeszów überstellt werden.
Heute Morgen haben auf Anordnung der Staatsanwaltschaft der Regionalstaatsanwaltschaft Rzeszów Beamte des Zentralen Antikorruptionsbüros zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Polnischen Nationalstiftung festgenommen: den 64-jährigen Maciej Ś. und den 63-jährigen Cezary J.
Die Ermittlungen und die Kampagne 'Sprawiedliwe sądy'
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Ereignisse aus dem Jahr 2017, als PFN-Vorstandsmitglieder verdächtigt werden, ihre Befugnisse missbraucht und ihre Pflichten vernachlässigt zu haben, und zwar im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Medienkampagne mit dem Titel „Sprawiedliwe sądy“ („Faire Gerichte“). Dobrzyński erklärte, die Handlungen hätten der Stiftung „erheblichen Vermögensschaden“ zugefügt, mit Verlusten in Höhe von mindestens 8,4 Millionen PLN (etwa 1,8 Millionen Euro). Die genauen Mechanismen des mutmaßlichen Missbrauchs der Mittel wurden nicht veröffentlicht, aber der Name der Kampagne deutet darauf hin, dass sie mit Botschaften zur Justizreform zu tun hatte, einem in Polen zu dieser Zeit hochpolitisierten Thema.
Die Ermittlungen werden wegen Amtsmissbrauchs und Pflichtverletzung im Jahr 2017 durch Vorstandsmitglieder der Polnischen Nationalstiftung im Zusammenhang mit der Finanzierung der Medienkampagne 'Sprawiedliwe sądy' geführt, die der Stiftung einen erheblichen Vermögensschaden in Höhe von nicht weniger als 8,4 Millionen PLN zugefügt hat.
Die Polnische Nationalstiftung wurde 2016 von 17 staatlichen Unternehmen gegründet, darunter Energie- und Infrastrukturriesen. Ihr satzungsgemäßer Auftrag war es, das Image Polens im Ausland zu fördern, die nationale Marke aufzubauen und die polnische Wirtschaft zu unterstützen. Die Kampagne „Sprawiedliwe sądy“ scheint jedoch eine innenpolitische Botschaft gewesen zu sein, was Fragen aufwirft, ob diese Ausgaben im Rahmen des ursprünglichen Zwecks der Stiftung lagen.
- PFN von 17 staatlichen Unternehmen gegründet
- PFN-Vorstand finanziert Kampagne 'Sprawiedliwe sądy'
- Maciej Świrski zum KRRiT ernannt
- Sejm-Beschluss suspendiert Świrski und verweist ihn vor das Staatsgericht, Agnieszka Glapiak wird KRRiT-Vorsitzende
- CBA verhaftet Świrski und Jurkiewicz, Überstellung an die Staatsanwaltschaft Rzeszów
Świrskis Doppelrolle und Suspendierung vom KRRiT
Maciej Świrski ist weithin als Mitglied des Nationalen Rundfunkrats (KRRiT), der polnischen Medienregulierungsbehörde, bekannt. Er trat dem KRRiT im September 2022 bei und wurde später dessen Vorsitzender. Seine Amtszeit geriet ins Wanken, als der polnische Parlament, der Sejm, am 25. Juli 2025 eine Resolution verabschiedete, um ihn vor das Staatsgericht zu bringen, ein außergewöhnliches Gremium, das mutmaßliche Verfassungsverstöße hochrangiger Beamter prüft. Infolge dieser Resolution wurde Świrski von seinen Aufgaben beim KRRiT suspendiert, und Agnieszka Glapiak wurde zur neuen Vorsitzenden des Rates gewählt. Świrski behielt jedoch seine formelle Mitgliedschaft im Rat.
Die derzeitige Festnahme steht nicht in direktem Zusammenhang mit seiner Tätigkeit beim KRRiT, sondern mit seiner früheren Rolle als PFN-Vorstandsmitglied. Die Beteiligung eines amtierenden Regulierers an einem Korruptionsverfahren verleiht der Angelegenheit eine zusätzliche institutionelle Sensibilität, obwohl der KRRiT sich noch nicht zu den Festnahmen geäußert hat.
Wie es weitergeht
Nach den Durchsuchungen und Beschlagnahmungen werden die beiden Festgenommenen zur Regionalstaatsanwaltschaft in Rzeszów gebracht, wo die Staatsanwälte über die Anklageerhebung entscheiden. Das CBA hat keine weiteren Einzelheiten zu den gesammelten Beweisen veröffentlicht. Die Ermittlungen dauern an, und im Laufe des Verfahrens könnten weitere Verdächtige oder Anklagepunkte hinzukommen. Die Regionalstaatsanwaltschaft wird die Festgenommenen voraussichtlich vernehmen und möglicherweise Anklage wegen Missmanagement oder Betrugs erheben. Der Fall hat aufgrund von Świrskis hohem Profil als Medienregulierer Aufmerksamkeit erregt. Die Stiftung selbst hat zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Stellungnahme abgegeben.


