Castilla-La Mancha genehmigt Ausgabenobergrenze von 10,02 Mrd. € für 2027 – Finanzminister lehnt ERC-Steuerabkommen ab
Die Regionalregierung von Castilla-La Mancha hat eine Erhöhung der nichtfinanziellen Ausgabengrenze um 11,3 % auf 10,019 Mrd. € für 2027 genehmigt und die Maßnahme dem Regionalparlament vor den Haushaltsdebatten vorgelegt.
Genehmigung der Ausgabenobergrenze
Der Regierungsrat von Castilla-La Mancha hat am Dienstag die nichtfinanzielle Ausgabengrenze für 2027 genehmigt und die regionale Ausgabenobergrenze auf 10.019 Mio. Euro festgelegt. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von 11,3 % gegenüber der Obergrenze von 2026, was einem absoluten Anstieg von 1.018 Mio. Euro entspricht. Der Regionalminister für Finanzen, öffentliche Verwaltung und digitale Transformation, Juan Alfonso Ruiz Molina, gab die Entscheidung auf einer Pressekonferenz in Toledo bekannt. Er bestätigte, dass die Obergrenze unverzüglich dem Regionalparlament, den Cortes von Castilla-La Mancha, zur Debatte und förmlichen Genehmigung vorgelegt wird. Diese legislative Zustimmung ist ein obligatorischer Verfahrensschritt, der erforderlich ist, bevor die Regionalverwaltung ihren umfassenden jährlichen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ausarbeiten und vorlegen kann.
Einnahmeprognosen und Berechnungen
Die regionale Finanzabteilung berechnete die Obergrenze anhand von Daten, die das spanische Finanzministerium am 29. Juli zu den Mitteln des autonomen Finanzierungssystems bereitgestellt hatte. Die gesamten prognostizierten nichtfinanziellen Eigenmittel für 2027 werden voraussichtlich 9.994 Mio. Euro erreichen, was einer Ausweitung von 9,6 % gegenüber 2026 entspricht. Der weitaus größte Teil dieser Mittel in Höhe von 8.587 Mio. Euro bzw. 86 % der Gesamtsumme stammt direkt aus dem staatlichen autonomen Finanzierungssystem. Die restlichen 1.406 Mio. Euro (14 %) werden durch regional verwaltete Steuern und nicht zweckgebundene Transfers sowohl der Zentralregierung als auch der Europäischen Union eingenommen. Im Rahmen der staatlichen Finanzierungszuteilung wird erwartet, dass die Vorauszahlungen um 8,4 % steigen, während die Abrechnung für das Haushaltsjahr 2022 um 39 % auf 514 Mio. Euro ansteigt.
- Autonomes Finanzierungssystem
- 8587 Mio. €
- Regionale Steuern und Transfers
- 1406 Mio. €
Kritik am zentralen Finanzierungspakt
Ruiz Molina nutzte die Haushaltsvorstellung, um seinen entschiedenen Widerstand gegen den neuen regionalen Finanzierungsrahmen zu bekräftigen, der zwischen der Regierung von Premierminister Pedro Sánchez und der katalanischen Partei ERC ausgehandelt wurde. Der Regionalminister kritisierte sowohl das Verfahren als auch den Inhalt des Abkommens, nur wenige Tage vor Beginn der multilateralen Beratungen. Er argumentierte, dass die Aushandlung der Architektur der regionalen Finanzierung ausschließlich mit einer einzigen politischen Formation die Legitimität des Prozesses gefährde. Darüber hinaus behauptete Ruiz Molina, dass das vorgeschlagene Modell gegen den Grundsatz der territorialen Gleichheit verstoße, indem es das Konzept der Ordinalität anwende. Nach diesem Ansatz erhalten Regionen mit höheren Steuerbeiträgen auch höhere Mittel für ihre öffentlichen Dienstleistungen.
Das Modell hat in seiner Form gesündigt, weil es mit einer politischen Partei ausgehandelt wurde, nämlich der ERC.
Forderungen vor dem Finanzgipfel
Castilla-La Mancha hat eine dringende Reform des allgemeinen Finanzierungssystems gefordert und gleichzeitig bekräftigt, dass sie den derzeitigen bilateralen Plan entschieden ablehnt. Die Debatte wird am Freitag, den 4. September, auf die multilaterale Bühne verlagert, wenn der Rat für Finanz- und Fiskalpolitik zusammentritt. Ruiz Molina erklärte, dass er das zentrale Finanzministerium offiziell auffordern werde, sich der Stimme zu enthalten, wenn der vorgeschlagene Finanzierungsrahmen während der Sitzung zur Abstimmung gestellt wird. Eine Enthaltung der Zentralverwaltung würde es der endgültigen Abstimmung ermöglichen, die tatsächliche kollektive Position der Autonomen Gemeinschaften hinsichtlich der Zuweisung von Mitteln für wesentliche öffentliche Dienstleistungen widerzuspiegeln.
- Finanzministerium übermittelt Schätzungen für das regionale Finanzierungssystem
- Regierungsrat genehmigt Ausgabenobergrenze von 10.019 Mrd. €
- Rat für Finanz- und Fiskalpolitik tritt zusammen, um das regionale Finanzierungsmodell zu erörtern


