Kurz gefasst
Die Met zahlte Linda Williams eine nicht genannte sechsstellige Summe, um ihre Zivilklage wegen Carricks Angriff von 2004 beizulegen, ohne eine Haftung anzuerkennen.
Williams, 60, sagt, Kommissar Sir Mark Rowley habe es versäumt, die Polizeikultur zu verändern, wie er es bei seinem Amtsantritt 2022 versprochen hatte.
Carrick, 51, verbüßt 37 lebenslange Haftstrafen und bekannte sich laut LBC 2022 und 2023 71 Sexualstraftaten schuldig.
- 2004Williams wird von David Carrick angegriffen, damals Beamter der Met
- 2021Williams meldet den Angriff
- 2022-2023Carrick bekennt sich 71 Sexualstraftaten schuldig
- Januar 2023Carrick wird zu lebenslanger Haft verurteilt
Eine beigelegte Klage wegen eines Angriffs von 2004
Linda Williams, 60, wurde 2004 von David Carrick vergewaltigt, einem Beamten der Metropolitan Police, der als bewaffneter Polizist im Dienst war. Carrick, heute 51, verbüßt laut LBC 37 lebenslange Haftstrafen, nachdem er sich 2022 und 2023 71 Sexualstraftaten schuldig bekannt hatte, darunter 48 Vergewaltigungen an zwölf weiteren Frauen über einen Zeitraum von 17 Jahren. Die BBC berichtet, er sei 2023 wegen der Taten gegen Williams und elf weitere Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden, sodass die Zahl der Opfer zwischen den Medien abweicht. Williams, die einst als Polizistin Opfer von Sexualstraftaten betreute, meldete den Angriff 2021. Ihre Zivilklage gegen die Behörde ist nun mit einer nicht genannten sechsstelligen Summe beigelegt worden; die Met zahlte, ohne eine Haftung anzuerkennen.
Ihre Schilderung der Reaktion der Behörde
Williams sagt, der Umgang der Met mit ihrem Fall habe sich angefühlt wie eine erneute Vergewaltigung. Sie leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die mit dem Angriff zusammenhängt, und sagte der BBC, der lange Zivilprozess habe sie suizidal gemacht. Der schmerzhafteste Moment sei gewesen, als Anwälte des Kommissars infrage stellten, wie schwer ihre PTBS sei, da sie nur einmal angegriffen worden sei. Gegenüber LBC sagte sie, trotz ihrer eigenen Ausbildung als Beamtin für Sexualdelikte würde sie eine Vergewaltigung immer noch nicht bei der Polizei melden, und verwies auf fehlendes Einfühlungsvermögen und mangelnde Unterstützung durch die Behörde. Sie behauptete zudem, die Met sei dafür verantwortlich, dass sie den Angriff 2004 nicht melden konnte, und seitdem habe sich an der Kultur wenig geändert. Die Behörde wirke wie eine Fernsehserie über die Vergangenheit.
Forderungen nach Rowleys Rücktritt
Williams fordert nun öffentlich Kommissar Sir Mark Rowley zum Rücktritt auf. Sie argumentiert, er habe den Kulturwandel nicht geliefert, den er bei seinem Amtsantritt 2022 versprochen habe, und sie vertraue der Behörde nach wie vor nicht zu, Fälle wie ihren zu behandeln.
„Damit das geschieht, muss Rowley gehen, und wir brauchen einen neuen Kommissar.“
Sie will, dass die Met eine Einheit einrichtet, die von Vergewaltigungsopfern beaufsichtigt wird, die verstehen, was eine solche Erfahrung bedeutet. Rowley hatte das Amt mit dem Versprechen angetreten, die Behörde zu verändern, die damals nach dem Mord an Sarah Everard durch einen aktiven Beamten und weiteren Skandalen als in der Krise galt. Nachdem Carrick im Januar 2023 inhaftiert worden war, lobte Rowley die Opfer und sagte Folgendes.
„Wir haben versagt, und das tut mir leid. Er hätte kein Polizist sein dürfen.“
Zwei Monate nach Carricks Inhaftierung beschrieb ein offizieller Bericht von Baroness Casey die Met als einen Herrenclub, der institutionell frauenfeindlich sei und Frauen im Stich gelassen habe.
Die Reaktion der Met und die Folgen
Die Met teilte der BBC mit, sie habe versucht, weitere Belastungen und eine erneute Traumatisierung von Williams zu vermeiden, und habe ihre Ansprüche so schnell und einfühlsam wie möglich behandeln wollen. Die Behörde räumte zudem ein, dass der zusätzliche Schaden, den sie erlitten habe, daraus resultiere, dass sie innerhalb der Met gearbeitet habe, und würdigte ihren öffentlichen Dienst trotz der erlebten Traumata. Williams wandte sich an die BBC, nachdem sie einen Panorama-Bericht aus dem Jahr 2025 über eine verdeckte Kultur von Frauenfeindlichkeit und Rassismus innerhalb der Behörde gesehen hatte. Ihre Anwältin Sophie Bullimore von Penningtons Manches Cooper sagte, die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das tägliche Leben von Williams seien mehr als 20 Jahre nach dem Angriff noch immer deutlich.