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Heutiger Brief

Polen schickt Grenzjets hoch

Drohnen schrecken Polen auf, Schweden zählt Stimmen und Trump lehnt KI-Bremsen ab

Die Nacht rückte eine vertraute europäische Angst näher an NATO-Gebiet, als russische Drohnen Transport- und Treibstoffziele nahe Polen trafen. Anderswo waren die politischen Spielräume ebenso knapp: In Schweden ging es um einen Parlamentssitz, und Washington war gespalten zwischen dem Wettlauf mit China und dem Bremsen der KI.

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© El Confidencial
Film & Medien·15. Juni

Carlos del Amor gewinnt den spanischen Nationalpreis für Kulturjournalismus 2026 für seine poetische TV-Berichterstattung

Das Kulturministerium zeichnet den RTVE-Journalisten mit 30.000 Euro für einen Stil aus, der Kunst durch Fernsehnachrichten einem Massenpublikum näherbringt.

Der RTVE-Journalist Carlos del Amor wurde vom spanischen Kulturministerium mit dem Nationalpreis für Kulturjournalismus 2026 ausgezeichnet. Der am 15. Juni bekannt gegebene Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und würdigt eine Karriere, in der er Millionen von Zuschauern durch die nächtlichen Nachrichten des Telediario bildende Kunst, Film und Literatur nähergebracht hat.

Urteil der Jury

Die Jury wählte Del Amor für „sein Engagement für die Förderung der Künste, seine Fähigkeit, Kultur auf zugängliche Weise zu vermitteln, und sein Geschick, das Außergewöhnliche im Alltag zu entdecken.“ Die Begründung lobt einen „persönlichen, originellen und kreativen Erzählstil, der kulturelle Inhalte einem Massenpublikum vermittelt, ohne dabei an Strenge oder Qualität einzubüßen.“ Das Gremium beschrieb seinen humanistischen Ansatz als einen, der „Sensibilität in ein Werkzeug für Wissen verwandelt.“

Der 51-jährige Del Amor ist der erste Fernsehjournalist, der den Preis erhält, der historisch an Print- und Radiojournalisten vergeben wurde. Zu den früheren Preisträgern gehören Rosana Torres, Jesús Marchamalo und Jacinto Antón. „Ich glaube, der Preis würdigt auch ein Medium, das oft als flüchtig und schnell angesehen wird“, sagte Del Amor gegenüber RTVE. „Wir versuchen, dieses flüchtige Wort ein wenig länger nachwirken zu lassen, zumindest damit es beim Zuschauer im Kopf Klick macht.“

Eine Stimme für Kulturschaffende

Del Amor wurde 1974 in Murcia geboren und begann seine Karriere im Jahr 2000 im Regionalzentrum von TVE in Murcia, bevor er 2004 in die Madrider Nachrichtenredaktion des Senders wechselte. Er ist heute stellvertretender Leiter der Kulturabteilung der Nachrichtenredaktion von RTVE. In über zwei Jahrzehnten moderierte er Kulturprogramme wie 'TrasLa2', das Kunstsegment in 'La 2 Noticias' und die Interviewsendung 'La matemática del espejo'. Er war zudem Co-Moderator des Wochenendmagazins 'No es un día cualquiera' bei Radio Nacional de España und präsentiert seit 2014 die Verleihung der Goya Awards im TVE.

Karrieremeilensteine von Carlos del Amor
  1. 2000Eintritt in die regionale Nachrichtenredaktion von TVE in Murcia, Beginn im Kulturressort.
  2. 2004Wechsel in die nationale Nachrichtenredaktion von RTVE in Madrid als Kulturjournalist.
  3. 2014Beginn der Moderation der jährlichen Goya-Award-Verleihung bei TVE.
  4. 15. Juni 2026Gewinn des Nationalpreises für Kulturjournalismus.

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Reaktionen und Reflexionen

Minuten nach der Entscheidung der Jury rief Kulturminister Ernest Urtasun bei Del Amor an, den dieser zunächst für einen Kurier hielt, der Bücher lieferte. „Ich habe nicht damit gerechnet“, sagte er gegenüber El País. „Ich wusste, dass mein Name in einigen Listen auftauchte, aber ich habe nicht damit gerechnet. Ich bin sehr dankbar.“ In den sozialen Medien postete er:

Keine Worte. Danke, danke und nochmals danke.

— Carlos del Amor

Fernsehen als öffentlicher Dienst

Del Amor verteidigte die Rolle des öffentlich-rechtlichen Fernsehens im Kulturjournalismus. Er führte einen Teil seines Erfolgs auf die Freiheit zurück, die ihm RTVE gewährt, um lange Beiträge zu produzieren (ein 10-minütiges Special über das Museum Reina Sofía, ein 15-minütiger Beitrag über Picasso, ein Spaziergang durch die Sagrada Familia), die kommerzielle Sender selten ermöglichen. „Ich versuche zumindest, dass derjenige, der zuschaut, den Kopf hebt“, sagte er. „Wir kümmern uns um jede Minute wie um ein Stück Goldschmiedearbeit.“

Über die Grenzen der künstlichen Intelligenz

Auf die Frage, ob KI eines Tages die Arbeit eines Journalisten übernehmen könnte, war Del Amor bestimmt:

Es wird immer jemanden brauchen, immer eine Seele dahinter.

— Carlos del Amor
Er erkannte KI als nützliches Werkzeug an („sie wird viele Aufgaben erleichtern“), betonte jedoch, dass der Berufsstand sich mit der Technologie verbünden müsse, ohne zu vergessen, dass es auf die Information selbst ankomme. Die Jury schloss sich diesem Humanismus an und kam zu dem Schluss, dass Del Amors Vielseitigkeit und Engagement „dazu beigetragen haben, die Ästhetik des Genres zu erneuern und Kultur als Bürgerrecht zu stärken.“

Madrid
Carlos del AmorErnest Urtasun
Barcelona

6 Quellen

  • "Mucha sorpresa": las palabras de emoción de Carlos del Amor al ganar el Premio Nacional de Periodismo Cultural 2026
    El Confidencial·15. Juni
  • Carlos del Amor, Premio Nacional de Periodismo Cultural, sobre la...
    europa press·15. Juni
  • Carlos del Amor, Premio Nacional de Periodismo Cultural 2026
    La Razón·15. Juni
  • Carlos del Amor, Premio Nacional de Periodismo Cultural 2026: "Cuidamos cada minuto como una pieza de orfebrería
    EL PAÍS·15. Juni
  • Carlos del Amor, Premio Nacional de Periodismo Cultural 2026
    europa press·15. Juni
  • Carlos del Amor, periodista de RTVE, Premio Nacional de Periodismo Cultural 2026
    RTVE.es·15. Juni

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