
Sevillas Ehrenpräsident und Ex-Trainer Joaquín Caparrós an Darmkrebs erkrankt
Der 70-Jährige, der den Vereinsrekord für die meisten Spiele als Trainer hält, wird bereits behandelt und erhält Unterstützung aus der gesamten spanischen Fußballwelt.
Diagnose bekannt gegeben
Am Freitag gab der FC Sevilla bekannt, dass sein Ehrenpräsident und ehemaliger Trainer Joaquín Caparrós an Darmkrebs erkrankt ist. Der Verein veröffentlichte eine kurze Stellungnahme, in der bestätigt wurde, dass der 70-Jährige mit der medizinischen Behandlung begonnen hat.
Der FC Sevilla möchte seine volle Unterstützung und Zuneigung unserem Ehrenpräsidenten Joaquín Caparrós aussprechen, bei dem Darmkrebs diagnostiziert wurde. Der beliebte ehemalige Trainer des FC Sevilla, der die volle Unterstützung seiner Familie, seiner Freunde und des gesamten Sevillismo hat, unterzieht sich bereits der entsprechenden medizinischen Behandlung.
Der Verein schloss seine Botschaft mit einem entschlossenen Aufruf: „Gib niemals auf, Joaquín!“
Eine Trainerlegende
Caparrós ist eine verehrte Persönlichkeit im spanischen Fußball. Er übernahm Sevilla im Jahr 2000, als der Verein in der zweiten Liga spielte, führte das Team in seiner ersten Saison zum Aufstieg in die Primera División und brachte es bis 2005 in die europäischen Wettbewerbe. Später kehrte er für Interimsspielzeiten in den Jahren 2017–18, 2018–19 und zuletzt 2024–25 zurück. Laut Reuters hält er mit 248 Spielen in allen Wettbewerben den Vereinsrekord für die meisten Spiele als Trainer; die spanische Presse beziffert die Gesamtzahl auf 241. In seiner gesamten Karriere hat er über 500 Spiele in der höchsten spanischen Spielklasse geleitet und trainierte zudem Deportivo La Coruña, Athletic Bilbao, Mallorca, Levante, Osasuna und Getafe. Caparrós war zwischen 2020 und 2022 auch Cheftrainer der armenischen Nationalmannschaft. Der FC Sevilla ernannte ihn im Juli 2025 in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten.
Fußballwelt unterstützt Caparrós
Nach Sevillas Ankündigung gab es eine Welle der Unterstützung aus der gesamten Sportwelt. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente widmete seinem Freund nach dem WM-Spiel Spaniens gegen Uruguay am Freitag einige Worte.
Ich möchte eine Nachricht an Joaquín Caparrós, meinen Freund, senden, von dem wir heute erfahren haben, dass er krank ist. Eine große Umarmung.
LaLiga, der Königlich Spanische Fußballverband und Vereine, bei denen Caparrós zuvor trainierte (darunter Deportivo, Levante, Mallorca, Athletic, Zaragoza, Espanyol, Getafe und Elche), veröffentlichten alle aufmunternde Botschaften. Sogar Real Betis, Sevillas Stadtrivale, schloss sich der Solidaritätsbekundung an: Der Delegierte des Vereins, Curro Picchi, schrieb in den sozialen Medien: „Von ganzem Herzen, ohne jede Heuchelei und mit größtem Respekt, all meine Kraft und Wünsche für eine schnelle Genesung für Joaquín Caparrós.“
Früherer Gesundheitskampf
Der Diagnose ging eine frühere gesundheitliche Herausforderung voraus. Im Jahr 2019 wurde bei Caparrós Leukämie diagnostiziert, eine Erkrankung, die er bewältigte, während er weiterhin als Trainer tätig war und später seine Aufgaben als Ehrenpräsident erfüllte.


