
Cambridge-Professor Jason Arday Tage nach Rücktritt wegen Plagiatsvorwürfen tot aufgefunden
Jason Arday, der 41-jährige ehemalige Cambridge-Professor, der letzte Woche wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten war, wurde am Freitagnachmittag tot in einem Gebäude in Battersea, Südlondon, aufgefunden. Die Polizei erklärte, der Tod sei unerwartet, aber nicht verdächtig.
Tod in Battersea
Jason Arday, ein 41-jähriger ehemaliger Professor für Bildungssoziologie an der University of Cambridge, wurde am Nachmittag des Freitags, 14. August 2026, leblos in einem Gebäude in Battersea, Südlondon, aufgefunden. Die Metropolitan Police teilte mit, dass Beamte um 15:12 Uhr vom London Ambulance Service gerufen wurden, nachdem ein Mann leblos in einem Gebäude gemeldet worden war. Ein 41-jähriger Mann wurde am Ort für tot erklärt, seine nächsten Angehörigen wurden informiert und werden von spezialisierten Beamten betreut. Die Polizei erklärte, der Tod werde als unerwartet, aber nicht als verdächtig eingestuft, und es werde eine Akte für den Gerichtsmediziner vorbereitet. Der Fall wird von Beamten der Central South Command Unit untersucht.
Rücktritt und Vorwürfe
Arday war in der Vorwoche von seiner Position in Cambridge und am Jesus College zurückgetreten, nachdem Plagiatsvorwürfe und Fragen zu einigen seiner akademischen Leistungen aufgekommen waren. Er bestritt jede Absicht zu plagiieren, räumte jedoch Fehler in seiner Arbeit ein. In seinem Rücktrittsschreiben schrieb er, dass die Annahme der Professur „zweifellos die größte berufliche Auszeichnung meines Lebens“ gewesen sei. Er sagte, die „unerbittlichen Anschuldigungen, Spekulationen und öffentlichen Kommentare“ hätten ihn und seine Lieben tief getroffen, und die persönlichen Kosten seien unerträglich geworden.
- Zum Professor für Bildungssoziologie in Cambridge ernannt, jüngster schwarzer Professor in der Geschichte der Universität
- Liverpool John Moores University untersuchte Plagiatsvorwürfe zu seiner Doktorarbeit und entlastete ihn
- Nathan Cofnas, selbsternannter 'Rassenrealist', von Cambridge entlassen
- Arday trat von Cambridge und dem Jesus College zurück, mit Verweis auf unerbittliche öffentliche Überprüfung
- Polizei zu einem Gebäude in Battersea, Südlondon, gerufen; 41-Jähriger am Ort für tot erklärt
Die Kontroverse wurde ursprünglich von Nathan Cofnas ausgelöst, einem selbsternannten „Rassenrealisten“, der 2024 von Cambridge entlassen worden war. Cofnas behauptete, zahlreiche Plagiatsfälle in Ardays Arbeit gefunden zu haben, und stellte einige seiner angegebenen Leistungen in Frage. Die Liverpool John Moores University, an der Arday seine Doktorarbeit abgeschlossen hatte, hatte ähnliche Vorwürfe im Vorjahr untersucht und ihn entlastet. Cambridge hatte zudem eine unabhängige Untersuchung des Verfahrens angekündigt, mit dem Arday berufen worden war, nachdem es „neue Informationen über akademische Qualifikationen und Ehrenämter“ erhalten hatte. Das Jesus College leitete eine eigene Untersuchung ein.
Eine bahnbrechende Berufung
Arday wurde im März 2023 zum Professor für Bildungssoziologie in Cambridge ernannt und war damit der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Universität. Seine persönliche Geschichte war von internationalen Medien als eine bemerkenswerte persönliche und akademische Ausdauer beschrieben worden. Laut der von Cambridge veröffentlichten Biografie wurde bei ihm Autismus und eine globale Entwicklungsverzögerung diagnostiziert; er konnte bis zum Alter von 11 Jahren nicht sprechen und lernte erst mit 18 Jahren lesen und schreiben. Er war verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er war auch für seine wohltätige Arbeit bekannt und gab an, durch Ausdauerwettkämpfe, darunter 30 Marathons in 35 Tagen, rund 5 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke gesammelt zu haben.
Reaktionen von Familie und Universität
Ardays Familie erklärte, sie sei „schockiert, diesen unglaublichen Vater, Partner, Bruder, Onkel und Sohn verloren zu haben.“ Sie beschrieben, was sie eine „Desinformationskampagne“ gegen ihn nannten, und sagten, diese sei für jemanden, den sie als sanften Menschen beschrieben, der immer das Beste in anderen sehen wollte, übertrieben gewesen.
Obwohl Kritik ein unvermeidlicher Teil des akademischen Lebens ist, geht das, was ich erlebt habe, weit über eine wissenschaftliche Meinungsverschiedenheit hinaus.
Er hatte auch betont, dass sein Rücktritt nicht als Akzeptanz der um ihn konstruierten Narrative verstanden werden sollte. Professor Deborah Prentice, Vizekanzlerin der University of Cambridge, sagte, die Institution sei „furchtbar traurig“ über die Nachricht. Einige Unterstützer Ardays argumentierten, dass die intensive Prüfung seiner akademischen Laufbahn zumindest teilweise durch rassistische Faktoren motiviert gewesen sei, während andere darauf beharrten, dass die Plagiatsvorwürfe substanziell seien.


