
CalMac-Fähre in Ardrossan nach Bombendrohung eines geretteten Passagiers evakuiert
Police Scotland hat einen 23-jährigen Mann festgenommen, nachdem ein aus dem Meer geretteter Passagier an Bord einer CalMac-Fähre mit 329 Passagieren auf der Strecke von Arran nach Ardrossan eine Bombendrohung ausgesprochen hatte.
Rettung und Bombendrohung
Die CalMac-Fähre MV Caledonian Isles verließ Brodick auf der Insel Arran am Freitag um 16:40 Uhr mit 329 Passagieren in Richtung Ardrossan an der Westküste Schottlands. Gegen 17:30 Uhr wurde während der planmäßigen Überfahrt gemeldet, dass eine Person über Bord ins Wasser gefallen war. Die Fährenbesatzung setzte sofort ihr Schnellrettungsboot aus, zog die Person erfolgreich aus dem Meer und alarmierte die Küstenwache (HM Coastguard) über den Rettungseinsatz. Nachdem der Passagier an Bord des Rettungsbootes gebracht worden war, richtete er Drohungen gegen die Besatzung und behauptete, es befinde sich eine Bombe an Bord des Hauptschiffes. CalMac-Besatzungsmitglieder leiteten Notfall-Sicherheitsmaßnahmen ein, während das Schiff seine Fahrt zum Zielort auf dem Festland fortsetzte.
Evakuierung im Hafen von Ardrossan
Als die MV Caledonian Isles im Hafen von Ardrossan festmachte, leiteten Besatzungsmitglieder eine Evakuierung des gesamten Schiffes ein. Alle 329 an Bord befindlichen Passagiere wurden angewiesen, das Schiff zu Fuß zu verlassen und ihre Fahrzeuge auf dem Autodeck zurückzulassen, während die Rettungskräfte den Einsatzort aufsuchten. Beamte von Police Scotland dirigierten die ausgeschifften Fährpassagiere sowie wartende Personen am Terminal auf einen nahegelegenen Parkplatz eines Asda-Supermarktes. Der Einzelhandelsparkplatz diente als Wartebereich, während die Rettungskräfte den Hafenbereich sicherten und sich auf die Inspektion der Fähre vorbereiteten. CalMac bestätigte während des Einsatzes, dass keine Verletzungen unter Passagieren oder Personal gemeldet wurden.
- Die MV Caledonian Isles verlässt Brodick mit 329 Passagieren in Richtung Ardrossan.
- Ein Passagier wird über Bord gemeldet, vom Schnellrettungsboot geborgen und macht anschließend eine Bombendrohung.
- Die Fähre macht in Ardrossan fest, 329 Passagiere evakuieren zu Fuß in einen nahegelegenen Asda-Parkplatz.
- Police Scotland durchsucht das Schiff, erklärt die Drohung für nicht glaubwürdig und nimmt einen 23-jährigen Mann fest.
- Passagiere holen ihre Fahrzeuge ab; alle verbleibenden Freitagabend-Fahrten ab Ardrossan werden gestrichen.
Polizeidurchsuchung und Festnahme
Beamte von Police Scotland führten eine gründliche Durchsuchung der MV Caledonian Isles durch, um festzustellen, ob sich ein Sprengsatz an Bord befand. Nach der Inspektion der Fähre bestätigten die Behörden, dass die Drohung falsch war und keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. Die Polizei nahm einen 23-jährigen Mann im Zusammenhang mit dem Vorfall fest. Nach Abschluss der Durchsuchung und der Erklärung des Schiffes als sicher durch die Rettungskräfte erlaubte CalMac den evakuierten Passagieren die Rückkehr an Bord, um ihre Fahrzeuge zu holen.
Es wurde festgestellt, dass die ausgesprochenen Drohungen nicht glaubwürdig waren. Der Vorfall ist inzwischen abgeschlossen und es besteht keine Gefahr für die breite Öffentlichkeit.
Fahrtausfälle und Reaktion
CalMac strich am Freitagabend alle verbleibenden planmäßigen Abfahrten ab Ardrossan als Folge des Sicherheitseinsatzes und der Evakuierung. Der Fährbetreiber erklärte, die Streichungen seien notwendig, um die Besatzung zu unterrichten und die während der Wasserrettung eingesetzte Notfall-Rettungsausrüstung wieder aufzufüllen. CalMac-Chef Duncan Mackison lobte die Besatzung, das Hafenpersonal und die Rettungskräfte für ihren Umgang mit der Störung.
Dies war eine sich schnell entwickelnde Situation, die von unserer Besatzung, dem Hafenpersonal von Ardrossan und den Rettungsdiensten professionell gehandhabt wurde, und ich möchte ihnen meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen.
Der Betreiber riet den von den Streichungen und den anschließenden Störungen betroffenen Reisenden, sich direkt an CalMac zu wenden, um aktualisierte Fahrpläne und Reisehinweise zu erhalten.


