
Rosa María Calaf erhält den spanischen Nationalen Fernsehpreis für ihr wegweisendes Vermächtnis
Die Veteran-Korrespondentin von RTVE wird für ihre bahnbrechende Rolle im Journalismus und ihre Berichterstattung aus den wichtigsten politischen Zentren der Welt ausgezeichnet.
Eine Wegbereiterin des spanischen Fernsehens
Das Kulturministerium verlieh den Premio Nacional de Televisión 2026 am 1. Juli an Rosa María Calaf Solé. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis würdigt „das Vermächtnis einer Wegbereiterin der Fernsehberichterstattung“, so die Jury. Calaf, die dienstälteste Korrespondentin von RTVE, begann ihre Tätigkeit in den Nachrichtendiensten zu einer Zeit, als Frauen im Journalismus nur eine beiläufige Rolle spielten.
Als dienstälteste Korrespondentin von RTVE war sie Teil der Nachrichtendienste zu einer Zeit, als Frauen im Journalismus nur eine beiläufige Rolle spielten.
Berichterstattung aus den Machtzentren der Welt
Ihre Karriere führte sie nach New York, Moskau, Buenos Aires, Rom, Wien, Hongkong und Peking. Die Jury lobte ihre Genauigkeit als Korrespondentin in diesen wichtigen politischen Zentren und bezeichnete sie als unverzichtbare Referenz für den Berufsstand. Sie verband Interviews mit Weltführern und Berichte von der Straße, stets bemüht, Komplexität mit Klarheit zu erklären.
Ihre Genauigkeit als Korrespondentin in den wichtigsten politischen Zentren der Welt macht sie zu einer unverzichtbaren Referenz für den Berufsstand.
Innovation der Fernseherzählweise
Calaf verstand die Macht des Bildes, die journalistische Erzählung zu bereichern, und förderte neue Formen der Fernsehchronik. Sie sprach Themen an, die damals als tabu galten, wie Homosexualität, mit einer zukunftsweisenden Perspektive. 1983 war sie Gründungsmitglied des katalanischen öffentlich-rechtlichen Senders TV3 und übernahm dessen Programmdirektion.
Sie verstand die enorme Macht des Bildes als Werkzeug, die journalistische Erzählung zu bereichern, und förderte neue Formen der Fernsehchronik, mit einer ihrer Zeit vorausschauenden Vision, indem sie Themen ansprach, die damals als tabu galten, wie Homosexualität.
Ein dauerhaftes Engagement für den Journalismus
Nach ihrem Ruhestand engagiert sich Calaf weiterhin durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktivitäten zu Fernsehen und Journalismus in der Ausbildung neuer Generationen von Medienschaffenden. Die Jury hob ihre feministische und vielfältige Perspektive hervor, die in der Lage sei, Themen und Stile vorwegzunehmen, die heute vollkommen aktuell sind. Die Auszeichnung, die vom Kulturministerium unter Ernest Urtasun vergeben wird, kann entweder ein im Jahr 2025 ausgestrahltes Werk oder, wie in diesem Fall, eine vollständige Berufslaufbahn würdigen.


