Regierung · Makerfield und London
Andy Burnham gewinnt Nachwahl in Makerfield und kann damit eine Labour-Führungswahl gegen Keir Starmer erzwingen
Andy Burnham hat die Nachwahl in Makerfield über Nacht gewonnen und den Sitz mit einem Vorsprung von knapp 10.000 Stimmen vor Reform UK geholt. Das Ergebnis öffnet die Tür für eine Abstimmung über die Labour-Führung, die Keir Starmers Amtszeit als Premierminister beenden könnte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, newsORF.at, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Andy Burnham gewann die Nachwahl mit einem Vorsprung von knapp 10.000 Stimmen vor Reform UKs Robert Kenyon bei einer Wahlbeteiligung von 58,78 Prozent.
Der Premierminister sieht sich nach Niederlagen bei Kommunalwahlen, Rücktritten aus dem Kabinett – darunter Verteidigungsminister John Healey – und Schlagzeilen über eine Regierung in der Krise mit zunehmenden Forderungen konfrontiert.
Burnham kann nun eine Führungswahl auslösen, wenn er die Unterstützung von 20 Prozent der Labour-Abgeordneten (derzeit 81) erhält, gefolgt von einer Urabstimmung, die Wochen oder Monate dauern könnte.
Nigel Farages Reformpartei könnte von den internen Kämpfen der Labour-Partei profitieren, da die nächste Parlamentswahl erst 2029 stattfindet, was ihr Zeit gibt, auf den jüngsten Wahlerfolgen aufzubauen.
- 1.05.Labour erleidet schwere Verluste bei Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales gegenüber Reform UK
- 18.06.Andy Burnham gewinnt die Nachwahl in Makerfield und erlangt die Fähigkeit, eine Führungswahl auszulösen
Das Ergebnis der Nachwahl
Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester, gewann die Nachwahl in Makerfield am frühen Donnerstag und besiegte den Kandidaten von Reform UK, Robert Kenyon, mit knapp 10.000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,78 Prozent. Der Sitz war frei geworden, nachdem der Labour-Abgeordnete Josh Simons zurückgetreten war – nach den schweren Verlusten der Partei bei den Kommunalwahlen –, um Burnhams Rückkehr nach Westminster zu ermöglichen. Die Rechnung, dass ein Burnham-Sieg eine Führungsherausforderung auslösen würde, war riskant: Reform hätte den Sitz einnehmen können, aber das Risiko hat sich ausgezahlt. Burnham wird das Bürgermeisteramt aufgeben, um als Abgeordneter zu dienen.
Starmers schwindende Position
Premierminister Keir Starmer steht seit Monaten unter wachsendem internen Druck, der durch die Rücktritte mehrerer Minister, zuletzt von Verteidigungsminister John Healey, noch verstärkt wurde. Die Titelseiten der Boulevardzeitungen zeigen Starmer als „am Abgrund“ und Westminster im Chaos. Der unmittelbare Auslöser war das schlechte Abschneiden von Labour bei den Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales Anfang Mai, bei denen Reform Zugewinne verzeichnen konnte. Starmer hat wiederholt abgelehnt, zurückzutreten oder einen Ausweg aufzuzeigen, und beruft sich dabei auf seinen überwältigenden Sieg bei den Parlamentswahlen 2024 und das Mandat, das Land durch die Krise zu steuern.
Burnhams Profil und Ambitionen
Burnham, 56, ist eine Figur des gemäßigten linken Flügels der Partei. Seine Amtszeit als Bürgermeister von Greater Manchester war geprägt von einem pragmatischen, anpackenden Stil. Er verließ das Parlament vor etwa zehn Jahren nach einem gescheiterten Führungsversuch, aber jetzt, mit einem Abgeordnetensitz, wird allgemein ein neuer Anlauf erwartet. Unterstützer hoffen, dass seine Ausstrahlung die Partei einen und Starmer verdrängen kann.
Die Mechanik einer Herausforderung
Die Labour-Satzung verlangt, dass jeder Herausforderer die Unterstützung von 20 Prozent der Parlamentsfraktion erhält, derzeit 81 Abgeordnete. Wenn Burnham diese Unterschriften sammelt, kommt es zu einer Urabstimmung aller Mitglieder, wobei Starmer automatisch als Amtsinhaber aufgeführt wird. Der frühere Gesundheitsminister Wes Streeting, der ebenfalls aus dem Kabinett ausgeschieden ist, gilt als weiterer Anwärter. Der Prozess ist nicht schnell: Er könnte sich über Wochen oder sogar Monate hinziehen und die Partei in einen internen Wahlkampf verwickeln.
Die Chance für Reform UK
Der verlängerte Fraktionskampf spielt Reform UK und seinem Vorsitzenden Nigel Farage in die Hände, der seit langem gegen die Regierung agitiert und offen nach dem Amt des Premierministers strebt. Da die nächste Parlamentswahl für 2029 festgelegt ist, gibt die Aussicht, dass Labour sich selbst zerfleischt, Reform Zeit, um Dynamik aufzubauen. Das starke Abschneiden der Partei bei der Nachwahl unterstreicht ihre Fähigkeit, unzufriedene Wähler anzuziehen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattGroßbritannien: Premierminister Starmer in Not - Burnham gewinnt Nachwahl
- newsORF.atGB: Starmer-Rivale gewinnt Nachwahl
- Wirtschafts WocheRegierungskrise in London: Premierminister Starmer in Not: Burnham gewinnt Nachwahl
- HandelsblattRegierungskrise in London: Premierminister Starmer in Not: Burnham gewinnt Nachwahl
- Andy Burnham
- Bürgermeister von Greater Manchester, Sieger der Nachwahl in Makerfield, potenzieller Herausforderer um die Labour-Führung
- Keir Starmer
- Britischer Premierminister und Labour-Vorsitzender, der einer möglichen Führungsherausforderung gegenübersteht
- John Healey
- Verteidigungsminister, der im Zuge der Krise aus Starmers Kabinett zurückgetreten ist
- Wes Streeting
- Ehemaliger Gesundheitsminister und potenzieller Anwärter auf die Labour-Führung
- Nigel Farage
- Vorsitzender von Reform UK, der Premierminister werden will
- Josh Simons
- Scheidender Labour-Abgeordneter für Makerfield, der zurücktrat, um Burnhams Rückkehr zu ermöglichen
- Orte
- London
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen