
Gdynias Bürgermeisterin meldet gelockerte Radmuttern – Familie verliert Rad auf Fahrt
Die polnische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem an zwei Hinterrädern des Privatwagens von Gdynias Bürgermeisterin Aleksandra Kosiorek die Radmuttern gelockert wurden, was dazu führte, dass sich während der Fahrt ihres Mannes und ihrer drei Kinder ein Rad löste.
Radverlust während der Familienfahrt
Gdynias Bürgermeisterin Aleksandra Kosiorek enthüllte, dass an zwei Hinterrädern ihres Privatwagens die Radmuttern gelockert worden waren, bevor die Familie zu einer Reise aufbrach. Ihr Mann und ihre drei Kinder waren am Wochenende mit dem Fahrzeug unterwegs, als sich eines der Hinterräder auf der Straße vollständig löste. Kosiorek selbst befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Fahrzeug. Die Familie war mehr als 200 Kilometer gefahren, darunter auch auf einer Autobahn, bevor sich das Rad löste. Das Auto bewegte sich im Moment des Ablösens mit relativ geringer Geschwindigkeit, sodass es weder zu Verletzungen noch zu Kollisionen kam. Kosiorek merkte an, dass bereits am Donnerstag ungewöhnliche Geräusche an den Rädern aufgefallen seien, was darauf hindeutet, dass die Muttern vermutlich manipuliert wurden, als das Fahrzeug noch in Gdynia geparkt war.
In einem Interview mit Radio Gdańsk schilderte Kosiorek die Umstände des mechanischen Defekts.
In meinem Auto wurden die Muttern an zwei Hinterrädern gelockert, und während der Fahrt verlor das Auto, in dem mein Mann mit drei Kindern unterwegs war, eines der Räder. Wir wissen, dass die Lockerung bereits in Gdynia passiert sein muss, denn mein Mann hörte schon am Donnerstag beunruhigende Geräusche. Er dachte, die Ursache sei eine andere, aber am Sonntag stellte sich heraus, dass es an den Muttern lag. Sie fuhren über 200 Kilometer, auch auf einer Autobahn, aber glücklicherweise fiel das Rad auf einer Straße ab, auf der er nicht zu schnell unterwegs war. Ich war nicht in diesem Auto.
Polizeiliche Ermittlungen und staatsanwaltschaftliche Prüfung
Nach dem Vorfall erstattete die Familie am Montag offiziell Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden in Gdynia. Die formelle Anzeige wirft eine Straftat der unmittelbaren Gefährdung von Menschenleben oder der Aussetzung von Personen auf eine schwere Körperverletzung vor. Beamte des Polizeipräsidiums Gdynia-Stadt leiteten unmittelbar nach Eingang der Anzeige Beweissicherungsmaßnahmen in der ganzen Stadt ein. Die Ermittler übergaben die gesammelten Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Gdynia, um die rechtliche Einordnung des Vorfalls vorzunehmen und die weiteren Schritte festzulegen.
- Erstmals ungewöhnliche Geräusche an den Fahrzeugrädern in Gdynia bemerkt
- Ein Hinterrad löst sich während einer Fahrt nach mehr als 200 Kilometern
- Formelle Anzeige wegen unmittelbarer Gefährdung von Menschenleben bei der Polizei Gdynia eingereicht
- Polizei übergibt gesammelte Beweise an die Staatsanwaltschaft Gdynia
Polizeihauptkommissar Marek Kobiałko vom Polizeipräsidium Gdynia-Stadt beschrieb den Ermittlungsstand.
In diesem Fall wurden sofort Maßnahmen ergriffen, um Beweismaterial zu sammeln, das ein vollständiges Bild des Vorfalls liefert. Die Maßnahmen dauern noch an. Das bisher gesammelte Beweismaterial wurde der Staatsanwaltschaft Gdynia zur strafrechtlichen Bewertung und Festlegung des weiteren Verfahrens übergeben.
Technische Begutachtung und vorherige Drohungen
Die Ermittler bestellen einen Sachverständigen für Kfz-Mechanik zur Untersuchung des Fahrzeugs. Der Experte soll feststellen, ob sich die Muttern an beiden Hinterrädern durch Betriebsverschleiß von selbst lösen konnten oder ob ein gezielter mechanischer Eingriff stattfand. Kosiorek erklärte, dass ein versehentliches Lösen angesichts der gleichzeitigen Lockerung der Muttern an zwei verschiedenen Rädern unwahrscheinlich erscheine. In dem Interview gab die Bürgermeisterin zudem bekannt, dass sie bereits vor diesem Vorfall gezielte Drohungen erhalten habe, die über allgemeine Anfeindungen im Internet hinausgingen. Als Reaktion auf diese Warnungen bot die Polizei ihr Personenschutz an, eine Option, die Kosiorek und ihr Mann derzeit prüfen.
