Sicherheit · Athen und Stylida
Griechischer Bürgermeister und zwei weitere Personen nach Waldbrand in der Nähe von Athen festgenommen
Drei Personen, darunter der Bürgermeister von Stylida, wurden am 7. August in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird Brandstiftung im Zusammenhang mit einem Waldbrand vorgeworfen, der mehr als 11.000 Hektar westlich von Athen zerstörte, ausgelöst durch einen Funken von Windpark-Stromkabeln.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Nasz Dziennik, Le Figaro.fr, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Bürgermeister von Stylida, Giannis Apostolou, der Eigentümer des Windparks und ein technischer Manager wurden am 7. August 2026 nach rund 20-stündigem Verhör in Untersuchungshaft genommen. Ihnen drohen mehr als zehn Jahre Haft, bis zu lebenslang, nach Strafverschärfungen der Mitsotakis-Regierung von 2021.
Der Brand begann am 31. Juli durch einen Funken an Mittelspannungs-Stromkabeln eines Windparks nahe Agios Vasilios, 85 km nordwestlich von Athen. Dem Windparkbetreiber wird vorgeworfen, die Vegetation nicht beseitigt zu haben. Bereits am 27. Juni war es an derselben Leitung zu einem Brand gekommen.
Böen von bis zu 130 km/h trieben das Feuer über fünf Tage über den Berg Kithairon und verbrannten mehr als 11.000 Hektar Wald, Buschland und Olivenhaine. Mehr als 120 Gebäude wurden in Porto Germeno beschädigt, etwa 40 sind abbruchreif und 40 wurden für unbewohnbar erklärt.
Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou kündigte am Donnerstag an, dass die betroffenen Zonen innerhalb von 30 Tagen wiederaufgeforstet werden. Ministerpräsident Mitsotakis versprach, alles für die natürliche Regeneration zu tun.
Seit Ende Juli hat Griechenland Dutzende von Bränden erlitten, darunter auf den Inseln Paros und Kreta. Fünf Menschen starben, darunter drei Feuerwehrleute, und zwei Hubschrauberbesatzungsmitglieder kamen bei einer Kollision in der Luft ums Leben.
- 27.06.Brand brach an derselben Stromleitung im Windpark aus, so die ANA
- 31.07.Waldbrand begann durch einen Funken an Mittelspannungs-Stromkabeln nahe Agios Vasilios, 85 km nordwestlich von Athen
- 5.08.Marathon-Verhör der Verdächtigen beginnt vor einem Ermittlungsrichter
- 7.08.Drei Personen in Untersuchungshaft genommen, angeklagt wegen Brandstiftung und Beschädigung öffentlicher Einrichtungen
Festnahmen und Anklagen
Die griechischen Justizbehörden haben am Freitag, den 7. August 2026, drei Personen in Untersuchungshaft genommen, nach einem Marathon-Verhör, das am Morgen des Mittwochs, 5. August, begann und etwa 20 Stunden vor einem Ermittlungsrichter dauerte. Bei den drei Festgenommenen handelt es sich um den Bürgermeister von Stylida, Giannis Apostolou (in einigen Quellen als Ioannis Apostolou bezeichnet), eine Stadt etwa 140 km nordwestlich von Athen; den Eigentümer des Windparks, in dem der Brand entstand; sowie einen technischen Manager oder Auftragnehmer des Unternehmens, das Arbeiten an der Anlage durchführte. Ihnen wird „Brandstiftung in einem Wald“ und „Beschädigung öffentlicher Einrichtungen“ vorgeworfen. Allen drei drohen mehr als zehn Jahre Haft und nach dem griechischen Strafgesetzbuch lebenslange Haft, das die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Jahr 2021 für fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung verschärft hatte. Der Bürgermeister besitzt zudem ein Elektroinstallationsunternehmen, das mit dem Windpark in Verbindung steht.
Wie das Feuer ausbrach
Nach den ersten Erkenntnissen der Brandermittlungen begann der Brand am 31. Juli nach einem Funken von Mittelspannungs-Starkstromkabeln in einem Windpark nahe Agios Vasilios, einem Küstendorf am Fuße eines Berges 85 km nordwestlich von Athen. Die Kabel wurden von einem privaten Unternehmen betrieben. Das Elektroinstallationsunternehmen des Bürgermeisters war für die Verlegung der Kabel in der Region Böotien verantwortlich. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Kontakt zwischen den Kabeln den Funken auslöste und dass die Vegetation um das Netz nicht beseitigt worden war, so dass sich das Feuer ausbreiten konnte. Dem Eigentümer der Windkraftanlagen wird konkret vorgeworfen, die Vegetation nicht beseitigt zu haben. Bereits am 27. Juni war es an derselben Stromleitung zu einem Brand gekommen, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Der vor mehr als zehn Jahren an der Grenze zwischen Böotien und Attika errichtete Windpark war auf Widerstand der Anwohner gestoßen, die einen Rechtsstreit gegen den Bau angestrengt hatten, jedoch ohne Erfolg. Die Behörden haben den Betrieb des Windparks vorübergehend eingestellt.
Ausbreitung und Schäden
Böen von bis zu 130 km/h trieben das Feuer am Wochenende über den Berg Kithairon in der Nähe von Athen, wobei innerhalb von fünf Tagen mehr als 11.000 Hektar verbrannten. Das Feuer beschädigte Wald, Buschland und Olivenhaine, und mehr als 120 Gebäude und Häuser wurden im Küstenort Porto Germeno am Golf von Korinth beschädigt. Nach Angaben von ANA wurden etwa 40 Gebäude als abbruchreif eingestuft, etwa 40 weitere wurden für unbewohnbar erklärt. Der Staat hat ein öffentliches Hilfsprogramm aktiviert, das Soforthilfe für Wohnraum, Entschädigungen und Unterstützungsmaßnahmen für diejenigen vorsieht, deren Häuser, Geschäfte und landwirtschaftliche Betriebe zerstört wurden.
- Beschädigte Gebäude
- 120
- Abbruchreif
- 40
- Für unbewohnbar erklärt
- 40
Daten aus dem Artikeltext
Reaktion der Regierung
Ministerpräsident Mitsotakis beklagte am Mittwoch den „schweren Umweltschaden“ und sagte staatliche Unterstützung für die Regeneration zu.
„Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die natürliche Regeneration zu begünstigen.“
Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou kündigte am Donnerstag an, dass die betroffenen Zonen innerhalb der nächsten 30 Tage wiederaufgeforstet werden, wobei das Ministerium die natürliche Regeneration der Ökosysteme systematisch überwacht.
Weitere Brandsaison
Seit Ende Juli hat Griechenland Dutzende von Bränden erlitten, darunter auf den Touristeninseln Paros und Kreta auf dem Höhepunkt der touristischen Saison. Die Brände forderten fünf Todesopfer, darunter drei Feuerwehrleute. Zwei Besatzungsmitglieder eines Hubschraubers, der die Flammen bekämpfte, kamen ebenfalls bei einer Kollision mit einem anderen Flugzeug ums Leben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Nasz DziennikTrzy osoby aresztowane po pożarze w okolicach Aten
- Le Figaro.frGrèce : trois personnes, dont un maire, en détention provisoire après l'incendie à l'ouest d'Athènes
- FranceinfoEn Grèce, trois personnes, dont un maire, placées en détention provisoire après le gigantesque feu ayant ravagé l'ouest d'Athènes
- RTE.ieGreek mayor among three charged over wildfire near Athens
- Kyriakos Mitsotakis
- Griechischer Ministerpräsident, der den Umweltschaden beklagte und Unterstützung für die Regeneration zusagte
- Stavros Papastavrou
- Griechischer Umwelt- und Energieminister, der die Wiederaufforstung der betroffenen Zonen innerhalb von 30 Tagen ankündigte
- Orte
- Athen
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