Regierung · Guayaquil und Quito
Ecuadorianisches Gericht verurteilt Ex-Präsidenten Abdala Bucaram zu neun Jahren wegen Pandemie-Korruption
Ein ecuadorianisches Gericht hat am Mittwoch den früheren Präsidenten Abdala Bucaram und seinen Sohn zu neunjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie im Jahr 2020 ein organisiertes Netzwerk betrieben, das illegal 21.000 COVID-19-Tests verkaufte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Reuters, RFI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Abdala Bucaram und sein Sohn Jacobo Bucaram erhielten jeweils neun Jahre und vier Monate Haft, während der ehemalige Verkehrspolizist Leandro Berrones 13 Jahre und vier Monate bekam.
Die Staatsanwaltschaft belegte, dass das Netzwerk zwischen März und August 2020 illegal 21.000 COVID-19-Schnelltests, Gesichtsmasken und Nitrilhandschuhe vermarktet hat.
Der Israeli Sheinman Oren erhielt wegen Kooperation eine reduzierte Strafe von zwei Jahren und acht Monaten, während ein weiterer Mittäter im August 2020 in einem Gefängnis in Guayaquil getötet wurde.
Bucaram nahm per Videokonferenz aus einer Klinik in Guayaquil an der Verhandlung teil, berief sich auf schwere Herzprobleme und kündigte Berufung gegen das Urteil an.
- August 2020Polizei durchsucht Bucarams Wohnsitz; ein mutmaßlicher Mittäter wird im Gefängnis getötet
- 2021Ein Richter weist die Anklage ab, bevor die Staatsanwaltschaft erfolgreich Berufung einlegt
- 9.09.Gericht verurteilt Bucaram, seinen Sohn und zwei Mittäter im Medizingüter-Schema
Gerichtsurteil und Strafen
Ein ecuadorianisches Gericht hat am Mittwoch den ehemaligen Präsidenten Abdala Bucaram und seinen Sohn Jacobo Bucaram wegen organisierter Kriminalität zu neun Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die erstinstanzliche Entscheidung schloss ein mehr als fünfjähriges Gerichtsverfahren zum illegalen Handel mit medizinischen Hilfsgütern während des COVID-19-Notstands ab. Die Richter identifizierten den Ex-Präsidenten und seinen Sohn als Mittäter eines Systems, das zwischen März und August 2020 mindestens 21.000 COVID-19-Schnelltests aushandelte und verkaufte. Das Gericht verurteilte auch Leandro Berrones, einen ehemaligen Verkehrspolizisten der Verkehrsbehörde von Quito, zu 13 Jahren und vier Monaten als unmittelbaren Täter der Operation. Der Israeli Sheinman Oren erhielt nach Kooperation mit der Staatsanwaltschaft eine reduzierte Strafe von zwei Jahren und acht Monaten, während beide Bucarams zur Zahlung einer Geldstrafe von rund 9.640 US-Dollar verurteilt wurden.
Mechanismus des Schmuggelnetzwerks
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft operierte die kriminelle Struktur während des Höhepunkts der Gesundheitskrise 2020 über mehrere Provinzen hinweg. Schnelltestkits, Gesichtsmasken, Lanzetten und Nitrilhandschuhe wurden unter Eskorte von Verkehrspolizisten aus Quito direkt zu Bucarams Wohnsitz in Guayaquil transportiert. Die Güter wurden anschließend ohne Rechnungen und ohne Zahlung von Steuern vermarktet und verkauft. Die Ermittler stellten fest, dass einige Mitglieder des Netzwerks fälschlich behaupteten, zum diplomatischen Korps und zur US-amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde zu gehören. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen unbegründeter privater Bereicherung, Steuerbetrugs, Missbrauchs öffentlicher Ressourcen und Fälschung öffentlicher Dokumente. Einer der in die Logistik verwickelten Israelis wurde im August 2020 in der Penitenciaria del Litoral in Guayaquil getötet.
Gesundheitszustand und Reaktion des Angeklagten
Bucaram, 74 Jahre alt, nahm an der Urteilsverkündung per Videolink aus einer Privatklinik in Guayaquil unter Polizeibewachung teil. Die Verlesung des Urteils war mehrfach verschoben worden, nachdem der Ex-Präsident sechs angesetzte Sitzungen versäumt hatte; die letzten drei wurden aufgrund von Notfall-Herzoperationen und Aufenthalten auf Intensivstationen vertagt. Die Richter ordneten eine sofortige Festnahme nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus an, obwohl das nationale Gesetz Personen seines Alters erlaubt, Haftstrafen unter Hausarrest zu verbüßen. Vor dem Urteil hatte Bucaram in sozialen Medien angekündigt, seine eigene Entlassung aus dem Krankenhaus zu beantragen, obwohl er vom plötzlichen Tod bedroht sei.
„Ich werde mich verteidigen können, und das Land wird entsetzliche Dinge über diesen Prozess erfahren.“
Nach dem Urteil bezeichnete Bucaram die Entscheidung als makaber und unmoralisch, erklärte, dass das Urteil in der Berufung aufgehoben werde, und behauptete, ein Richter habe im Jahr 2020 40 feindselige Social-Media-Beiträge über seine Familie veröffentlicht.
Langwierige Verfahren und politischer Hintergrund
Der Straffall ging auf Durchsuchungen von Bucarams Haus in Guayaquil in den ersten Monaten der Pandemie 2020 zurück. 2021 wies ein erstinstanzlicher Richter alle Anklagen gegen Bucaram und seinen Sohn ab, doch das Verfahren wurde wieder aufgenommen, nachdem die Generalstaatsanwaltschaft erfolgreich Berufung gegen die Abweisung eingelegt hatte. Bucaram war zuvor von August 1996 bis Februar 1997 Präsident Ecuadors, als der Nationalkongress ihn sechs Monate nach seiner Amtseinführung wegen geistiger Unfähigkeit absetzte. Nach seiner Absetzung lebte Bucaram fast zwei Jahrzehnte im Exil in Panama, bevor er 2017 nach Ecuador zurückkehrte. Die Verteidiger äußerten sich nach dem Urteil nicht öffentlich, und Bucaram kündigte an, das Urteil durch formelle Rechtsmittel anzufechten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itEcuador, ex presidente Bucaram condannato a 9 anni e 4 mesi - Ultima ora
- ReutersEcuadorean court sentences former President Bucaram in COVID corruption case
- RFIEcuador: El ex presidente Abdalá Bucaram, condenado por venta irregular de tests de covid
- Deutsche WelleEcuador: Ex-president Bucaram sentenced in corruption case
- Abdala Bucaram
- Ehemaliger Präsident Ecuadors, verurteilt wegen organisierter Kriminalität
- Jacobo Bucaram
- Sohn von Abdala Bucaram, verurteilt wegen organisierter Kriminalität
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