Sachsen-Anhalts CDU-Chef sagt, BSW werde nach der September-Wahl 'gemeinsame Sache' mit der AfD machen
Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident sagt, das linkskonservative BSW werde die rechtsextreme AfD unterstützen, wenn es die Gelegenheit dazu bekomme, während Umfragen die AfD vor der Landtagswahl am 6. September weit vorne sehen.
Schulzes Warnung
Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Sven Schulze hat dem linkskonservativen BSW vorgeworfen, bereit zu sein, der rechtsextremen AfD nach der Landtagswahl am 6. September an die Macht zu verhelfen. In einem am 21. Juli veröffentlichten Interview mit der Funke Mediengruppe sagte Schulze, er sei überzeugt, dass das BSW jede Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit der AfD nutzen werde.
Ich bin überzeugt, dass das BSW mit der AfD gemeinsame Sache machen wird, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Schulze argumentierte, dass sowohl die AfD als auch das BSW die Landtagswahl nutzten, um bundespolitisches Gewicht zu gewinnen, und dass ihre Bundesvorsitzenden sich wenig um Sachsen-Anhalt selbst kümmerten. Er hob die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel hervor, die in der Schweiz lebt, und die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, die aus dem Saarland stammt.
Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von Frau Weidel aus der Schweiz und Frau Wagenknecht aus dem Saarland regiert wird.
Angriff auf AfD-Kandidaten
Schulze übte auch scharfe Kritik am AfD-Spitzenkandidaten im Land, Ulrich Siegmund. Er bezeichnete Siegmund als „Marionette“ von Alice Weidel und behauptete, Siegmund tue, was Weidel verlange, und werde für ihre Interessen auf Kosten seiner Heimatregion missbraucht.
Er merkt nicht, dass er zum Nachteil seiner Heimat für die Interessen dieser Frau missbraucht wird.
Position des BSW
Die BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hatte zuvor eine begrenzte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD bei bestimmten Projekten signalisiert, aber betont, dass eine solche Zusammenarbeit eng begrenzt sei. Sie schloss ausdrücklich aus, BSW-Stimmen zu nutzen, um einen AfD-Ministerpräsidenten zu wählen – ein Szenario, das Schulzes Warnung impliziert.
Es gibt Projekte, die mit der AfD angestoßen werden können.
Umfragen und die Brandmauer-Frage
Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei 41–42 %, weit vor der CDU mit 23–26 %, und sogar in Reichweite einer absoluten Mehrheit. Das BSW liegt bei 4–5 %, knapp über der Hürde für den Einzug in den Landtag. Auf die Frage, ob die langjährige „Brandmauer“ der CDU gegen die AfD noch angemessen sei, wich Schulze aus und sagte, er werde über Szenarien nach der Wahl nicht diskutieren, bevor die Wähler entschieden hätten.
- Schulze-Interview veröffentlicht, warnt BSW könnte AfD an die Macht helfen
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Sechs Wochen vor der Wahl stellen Schulzes Äußerungen eine Eskalation im Bemühen der CDU dar, das BSW als potenziellen Wegbereiter einer AfD-Herrschaft darzustellen, während das BSW versucht, sich alle Optionen offen zu halten, ohne eine rote Linie beim Ministerpräsidentenamt zu überschreiten.


