
Sieben Verletzte nach Einsturz einer Holzbrücke während Hochzeitsfoto in Grue, Norwegen
Ein hölzerner Steg, der zu einer Scheune im Freilichtmuseum Gruetunet führt, brach unter 20 Hochzeitsgästen zusammen, die sich für ein Gruppenfoto aufstellten, und schickte fünf Menschen in örtliche Krankenhäuser.
Hölzerner Steg bricht während Gruppenfoto ein
Eine Hochzeitsfeier im Freilichtmuseum Gruetunet in der Gemeinde Grue im Süden Norwegens endete am Samstag, den 22. August 2026, abrupt, als ein erhöhter Holzsteg unter den Anwesenden zusammenbrach. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 14:00 Uhr, nur wenige Minuten nachdem das Brautpaar sein Jawort auf dem Museumsgelände abgelegt hatte. Etwa 20 Gäste versammelten sich zusammen mit dem frisch vermählten Paar auf einer hölzernen Brückenkonstruktion, die als Eingangssteg zu einer traditionellen Scheune auf dem Grundstück dient, um ein Erinnerungsfoto zu machen. Unter dem gemeinsamen Gewicht der Hochzeitsgesellschaft gab die Holzkonstruktion plötzlich nach und ließ die Gäste zu Boden stürzen. Unverletzte Anwesende und Museumsmitarbeiter kontaktierten sofort die regionalen Rettungsdienste, um dringende medizinische Hilfe an der Kulturstätte anzufordern.
- Bürgermeister Rune Grenberg vollzieht die Trauung im Freilichtmuseum Gruetunet
- Hölzerne Brückenkonstruktion stürzt unter etwa 20 Gästen ein, die für ein Foto posieren
- Rettungskräfte transportieren fünf verletzte Gäste in Krankenhäuser in Kongsvinger und Oslo
- Polizei leitet Ermittlungen zum Einsturz von drei verrotteten Tragbalken ein
Triage und Krankenhaustransport für verletzte Gäste
Rettungskräfte, Krankenwagen und Polizeieinheiten wurden zum Freilichtgelände Gruetunet entsandt, um die medizinische Triage und Evakuierung zu koordinieren. Erste Meldungen deuteten darauf hin, dass fünf Teilnehmer in medizinische Einrichtungen gebracht wurden, wobei die Rettungsbehörden später klarstellten, dass sieben Menschen bei dem Brückeneinsturz verletzt wurden. Sanitäter versorgten zwei Personen vor Ort mit leichten Verletzungen und entließen sie ohne Krankenhaustransport. Straßenkrankenwagen brachten vier verletzte Gäste in das nahegelegene Krankenhaus in Kongsvinger zur klinischen Untersuchung und Behandlung. Ein Rettungshubschrauber flog einen fünften Patienten direkt in ein Krankenhaus in Oslo. Während frühe Berichte von zwei Schwerverletzten sprachen, bestätigten Polizeiermittler später, dass der nach Oslo geflogene Patient keine schweren Traumata erlitten hatte.
- Ins Krankenhaus Kongsvinger transportiert
- 4 Personen
- Vor Ort untersucht
- 2 Personen
- Nach Oslo geflogen
- 1 Personen
Augenzeugenberichte und sofortige Rettungsbemühungen
Augenzeugen und Gemeindevertreter, die bei der Zeremonie anwesend waren, beschrieben die unmittelbaren Folgen des strukturellen Versagens als beunruhigend und verwirrend. Rune Grenberg, der Bürgermeister der Gemeinde Grue, der kurz vor dem Einsturz die Trauung vollzogen hatte, berichtete, dass die Opfer unter gefallenen Holzteilen und übereinander in den Trümmern eingeklemmt lagen. Der 28-jährige Sohn des Bräutigams erklärte, er habe kurz bevor sich die Gruppe versammelte, Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Stabilität der Brücke gehabt. Als er einen plötzlichen lauten Krach hörte, eilte er direkt zu den Trümmern, um zerbrochene Holzbalken anzuheben und eingeschlossene Hochzeitsgäste zu befreien. Andere unverletzte Anwesende halfen ihm, Familienmitglieder zu befreien, bis die Rettungskräfte den Bereich sicherten.
Ermittlungen zu verrotteten Tragbalken
Die norwegische Polizei leitete eine formelle Untersuchung ein, um die Einhaltung der Vorschriften, den baulichen Zustand und die Wartungshistorie der eingestürzten Brücke zu ermitteln. Anders Jan Larsson, der Direktor des Museums, räumte nach dem Vorfall ein, dass die tragenden Holzbalken unter der Fotoplattform vollständig durchgefault waren. Ein Vertreter der Einrichtung gab weiter bekannt, dass drei primäre Lastträger, die die Brücke stützten, vor der Zusammenkunft zu morschem Holz verfallen waren. Das Gelände Gruetunet, das als Teil des Norwegischen Waldfinnenmuseums betrieben wird, versprach vollständige Transparenz und uneingeschränkte Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden. Die Ermittler dokumentieren die versagten Holzkomponenten, um zu klären, wie die strukturelle Fäulnis ohne rechtzeitige Erkennung entstehen konnte.


