Diplomatie · Neu-Delhi

BRICS-Führer fordern maximale Zurückhaltung im Nahen Osten auf dem Gipfel in Neu-Delhi

Bei ihrem Treffen in Neu-Delhi verabschiedeten die 11 BRICS-Mitgliedstaaten einstimmig eine gemeinsame Erklärung, die zur Deeskalation im Nahen Osten aufruft, während bilaterale Randgespräche Handels- und Sicherheitsbeziehungen thematisierten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7 und in.gr. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Neu-Delhi · Indien
Wie es dazu kam
  1. AnkunftDer chinesische Präsident Xi Jinping trifft in Neu-Delhi ein und ruft zu einer BRICS-Vermittlerrolle auf
  2. EröffnungsredeDer indische Premierminister Narendra Modi spricht auf dem Gipfel über die Vertretung des Globalen Südens
  3. RandgesprächeDer iranische Präsident Masoud Pezeshkian trifft den Kronprinzen der VAE, Scheich Khaled, und den malaysischen Premierminister Anwar Ibrahim
  4. Abschluss des ersten TagesBRICS-Mitglieder verabschieden einstimmig eine gemeinsame Erklärung, die zu äußerster Zurückhaltung im Nahen Osten aufruft

Einstimmige Erklärung zur regionalen Eskalation

Die 11 Mitgliedsstaaten der BRICS-Gruppe verabschiedeten am 12. September 2026 am ersten Tag ihres zweitägigen Gipfels in Neu-Delhi eine gemeinsame Erklärung. Der indische Premierminister Narendra Modi bestätigte, dass der Text im gesamten Forum einstimmig angenommen wurde. In dem Kommuniqué brachten die Mitgliedsstaaten ihre große Besorgnis über die militärische Eskalation im Nahen Osten zum Ausdruck. Die Erklärung berücksichtigte die unterschiedlichen nationalen Positionen der Mitgliedsregierungen und rief gleichzeitig alle beteiligten Parteien zur Deeskalation auf. Die Führer appellierten insbesondere an ein sofortiges Ende von Maßnahmen, die die Lage in der Region verschlechtern könnten.

„Unter Berücksichtigung unserer jeweiligen nationalen Positionen fordern wir äußerste Zurückhaltung sowie die Vermeidung von Maßnahmen, die die Situation verschlechtern könnten.“

BRICS

Chinesischer Friedensvorstoß und die Rolle des Globalen Südens

Der chinesische Präsident Xi Jinping nutzte seine Ankunft und seine offizielle Rede in Neu-Delhi, um sich für eine aktive diplomatische Rolle des Blocks einzusetzen. Laut Berichten von China Central Television erklärte Xi, der Krieg im Nahen Osten diene nicht den gemeinsamen Interessen der internationalen Gemeinschaft. Er rief die BRICS-Partner dazu auf, sich Verletzungen der Staatssouveränität zu widersetzen, auf die Wahrung des Friedens hinzuarbeiten und gemeinsame Vermittlungsinitiativen zu etablieren. In seiner Eröffnungsrede sprach der indische Premierminister Narendra Modi die breitere strukturelle Rolle der Entwicklungsländer in internationalen Angelegenheiten an. Modi erklärte, der Globale Süden befinde sich an vorderster Front globaler Krisen, bleibe aber in den Entscheidungsgremien in der hinteren Reihe.

Iranische Stellungnahmen zur regionalen Sicherheit

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian führte am Rande der Konferenz in Neu-Delhi bilaterale Gespräche und thematisierte die ausländische Einmischung im Nahen Osten. In Diskussionen mit dem malaysischen Premierminister Anwar Ibrahim erklärte Pezeshkian, die Region brauche keinen Gendarmen, womit er direkt auf die Vereinigten Staaten Bezug nahm. Er argumentierte, dass externe Interventionen die regionale Stabilität untergraben, und bestand darauf, dass lokale Mächte die Sicherheitsrahmen unabhängig überwachen müssten.

„Die territoriale Integrität und Sicherheit der Region können nur durch die Hauptakteure und die Länder, aus denen sie besteht, gewährleistet werden.“

Masoud Pezeshkian, Präsident des Iran

Diplomatische Kontakte trotz Handels- und Sicherheitskonflikten

Der Gipfel in Neu-Delhi brachte Länder zusammen, die gegensätzliche Ansätze gegenüber Iran und dem regionalen Handel verfolgen. China und Russland tätigen weiterhin regelmäßige Handelsgeschäfte mit Teheran, trotz wiederholter Androhungen von Wirtschaftssanktionen durch Donald Trump. Im Gegensatz dazu stellten die Vereinigten Arabischen Emirate im August 2026 ihre finanziellen und kommerziellen Transaktionen mit Iran ein, nachdem sie von iranischen Raketen angegriffen worden waren. Trotz dieser formellen Aussetzung führten Pezeshkian und der Kronprinz von Abu Dhabi, Scheich Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan, direkte Gespräche am Rande des Gipfels. Die iranische Botschaft in Indien veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform X Fotos, die die beiden Führer Seite an Seite während ihres Treffens zeigen.

Gipfelformat und Mitgliederbeteiligung

Der jährliche Gipfel in Neu-Delhi vereint die erweiterte BRICS-Mitgliedschaft, die Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate umfasst. Das Forum bringt etablierte Mitgliedsstaaten sowie kürzlich aufgenommene nahöstliche und afrikanische Nationen mit unterschiedlichen außenpolitischen Positionen zusammen. Der erste Tag endete mit der Annahme der Nahost-Erklärung sowie Konsultationen zur multilateralen Zusammenarbeit. Die Delegationsleiter werden das zweitägige Treffen nach weiteren nichtöffentlichen Arbeitssitzungen in der indischen Hauptstadt abschließen.

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