- 20.10.Der Straßenverkehr im Gebiet wird gesperrt, darunter die ul. Piłsudskiego und die ul. Grabiszyńska
- 20.10.Der Bahnverkehr ruht rund 20 bis 30 Minuten, während die Kampfmittelräumer die Bombe anheben
- 20.10.Ende der Verkehrsbeeinträchtigungen erwartet
Der Fund und der Fundort
Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei Erdarbeiten auf einer Baustelle an der ul. Kolejowa in Breslau aufgetaucht, wo ein Hotel- und Bürokomplex entsteht. Das Grundstück ist seit Donnerstag, 15. Oktober, abgesperrt und wird von der Polizei bewacht. Den Ort der nie fertiggestellten mehrstöckigen Tiefgarage kennen die Anwohner als „Szkieletor“. Wegen des Gewichts des Sprengkörpers und der Gefahr, dass er beim Anheben beschädigt werden könnte, hat die Stadt den Einsatz bis ins Detail vorbereitet. In Breslau werden bei Bauarbeiten regelmäßig Kriegsmunition gefunden; die letzte große Evakuierung aus diesem Grund fand im Juli in der Nähe der ul. Trzemeskiej statt.
Evakuierung und Unterkunft
Der Krisenstab der Stadt tagte am Montag, 19. Oktober, und beschloss, die Evakuierung um eine Stunde nach hinten zu verschieben. Anwohner und Beschäftigte in der Zone müssen ihre Wohnungen und Betriebe nun bis 9.30 Uhr verlassen, nicht wie zunächst geplant bis 8.30 Uhr. Die Zone umfasst einen Ring von 300 Metern um das Baufeld, rund 3.000 Menschen sollen in Sicherheit gebracht werden. Agata Dzikowska von der Stadtverwaltung Breslau bezeichnete das Evakuierungsgebiet als ziemlich groß. Die Evakuierten werden im Nationalen Musikforum am Plac Wolności untergebracht. Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht, kann an den Haltestellen in der ul. Grabiszyńska und der ul. Szpitalna, an der Kreuzung Piłsudskiego/Kościuszki und nahe dem Plac Legionów in MPK-Busse einsteigen. Firmen und Geschäfte in der Zone organisieren ihre Evakuierung über ihre Leiter. Der Unterricht im Technikum Nr. 15 in der ul. Skwierzyńska wurde abgesagt.
Bahn- und Straßensperrungen
Die Bahnstrecke muss gesperrt werden, während die Kampfmittelräumer arbeiten; es fahren keine Züge, und niemand darf auf dem Viadukt bleiben. Der Bahnverkehr soll von etwa 10.30 Uhr an rund 20 bis 30 Minuten ruhen, und PKP PLK hat für den Dienstagmorgen bis zum Ende des Einsatzes mögliche Fahrplanänderungen angekündigt. Der Straßenverkehr soll gegen 10.00 Uhr im Gebiet gesperrt werden, darunter die ul. Piłsudskiego und die ul. Grabiszyńska in beide Richtungen. Straßenbahnen und Busse in der Nähe der ul. Kolejowa sollen etwa zwei Stunden lang nicht fahren, die Störungen im Nahverkehr dürften bis etwa 11.00 Uhr dauern. Bartłomiej Bajak, Direktor der Abteilung für Sicherheit und Krisenmanagement der Stadt, erklärte, warum die Strecke gesperrt werden muss:
„Während der Sprengkörper abtransportiert wird, muss die Strecke natürlich gesperrt werden, und niemand wird sich dort aufhalten können.“
Die Polizei hat zudem Drohnenflüge über dem gesicherten Bereich verboten, und die einzelnen Bahnunternehmen veröffentlichen Änderungen ihrer Fahrpläne selbst.
Zeitplan für Dienstag
Die folgende Abfolge richtet sich nach dem jüngsten Plan des Krisenstabs. Frühere Berichte sahen einen Beginn der Räumung um 9.00 Uhr und ein Ende der Evakuierung um 8.30 Uhr vor; diese Zeiten sind inzwischen überholt. Die Kampfmittelräumer sollen zwischen 10.00 und 10.30 Uhr mit der Arbeit beginnen, die Bombe soll gegen 10.30 Uhr angehoben werden, die Verkehrsbeschränkungen dürften bis etwa 11.00 Uhr dauern. Nach dem Anheben soll die Bombe auf einen Truppenübungsplatz gebracht werden.
Appell an die Anwohner
Bajak rief die Anwohner auf, ihre Abreise frühzeitig zu planen und die Anweisungen der Rettungskräfte genau zu befolgen. Er betonte, die Kooperation der Menschen in der Zone helfe, die Beeinträchtigungen für das Gebiet zu begrenzen. Der Einsatz am Sprengkörper ist für Dienstag, 20. Oktober, geplant.
„Die Kooperation der Menschen, die sich in dieser Zone aufhalten, wird helfen, die Beeinträchtigungen zu begrenzen und den gesamten Einsatz reibungsloser zu machen.“