
Matthew Brennan holt sich den vierten Etappensieg bei der Vuelta im Sprint von Palos de la Frontera
Der 21-jährige britische Fahrer nutzte eine perfekte Vorarbeit seines Teamkollegen Wout van Aert, um die 16. Etappe zu gewinnen, während Enric Mas das Rote Trikot verteidigte.
Sprintentscheidung in Palos de la Frontera
Matthew Brennan sicherte sich am Dienstag seinen vierten Etappensieg bei der Vuelta a España 2026. Er gewann einen Massensprint am Ende der 181,1 Kilometer langen 16. Etappe von Cortegana nach Palos de la Frontera. Der 21-jährige britische Fahrer, der sein Grand-Tour-Debüt gibt, streckte beim Überqueren der Ziellinie am Kloster von La Rábida vier Finger seiner rechten Hand in die Höhe. Visma-Lease-a-Bike-Teamkollege Wout van Aert, der das Grüne Trikot der Punktewertung trägt, leistete 500 Meter vor dem Ziel die entscheidende Vorarbeit. Brennan startete seinen Sprint 160 Meter vor dem Ziel und setzte sich gegen den Franzosen Bryan Coquard (Cofidis) und den Belgier Vito Braet (Lotto-Intermarché) durch. Jordi Meeus wurde Vierter für Red Bull-Bora-Hansgrohe, Magnus Cort Nielsen Fünfter für Uno-X Mobility und Van Aert überquerte die Linie als Sechster.
Teamtaktik und Sprint-Meilensteine
Dieser Erfolg bedeutet den sechsten Etappensieg für Visma-Lease a Bike bei dieser Rundfahrt. Hinzu kommen Brennans Siege auf den Etappen 2, 5 und 11 sowie zwei Etappensiege von Van Aert. Das Team kontrollierte das Tempo, obwohl es zuvor Christophe Laporte aus seinem Aufgebot verloren hatte. Brennan lobte in seinen Kommentaren nach dem Rennen die Vorarbeit von Van Aert.
Vier Siege hier, geplant war einer. Als Team sind wir jetzt bei sechs. Bei den Etappen, die wir angepeilt haben, haben wir uns an den Plan gehalten, und die Jungs haben heute so viel Gewicht geschoben. So abzuschließen, wie Wout mich in eine solche Position gebracht hat, war perfekt.
Brennan ist der erste Fahrer seit Fernando Gaviria beim Giro d'Italia 2017, der bei seinem Grand-Tour-Debüt vier Etappen gewinnt. Gleichzeitig ist es sein zehnter Saisonsieg und der 23. Sieg seiner Karriere. Nach der Etappe bestätigte er, dass er auf eine Nominierung für die bevorstehende Tour de France hofft.
- Matthew Brennan
- 4 Etappen
- Wout van Aert
- 2 Etappen
Ausreißergruppe und später Sturz
Nach dem zweiten Ruhetag begann die Etappe mit welligem Gelände, in dem sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe früh einen Vorsprung herausfuhr. Die Gruppe bestand aus Kevin Vermaerke, Valentin Madouas, Simon Dalby, Jasha Sutterlin und Roland Thalmann und baute einen Vorsprung von etwa zwei Minuten auf. Visma-Lease a Bike positionierte sich 100 Kilometer vor dem Ziel an der Spitze des Pelotons und hielt den Rückstand gering, während Movistar, Cofidis und Red Bull-Bora-Hansgrohe bei der Tempogestaltung halfen. 25 Kilometer vor dem Ziel stürzte der Portugiese Ivo Oliveira, was zu einer kurzzeitigen Teilung des Pelotons führte. Die Teamkollegen Steven Kruijswijk und Sepp Kuss halfen, Visma an der Spitze neu zu formieren, und das Peloton holte die fünf Ausreißer 23,5 Kilometer vor dem Ziel ein.
- Visma-Lease a Bike übernimmt die Führung im Peloton
- Ivo Oliveira stürzt und spaltet kurzzeitig das Peloton
- Peloton holt die fünfköpfige Ausreißergruppe ein
- Wout van Aert eröffnet den Anfahrtsprint
- Matthew Brennan startet den Sprint und gewinnt die 16. Etappe
Gesamtwertung und kommende Etappen
Die Gesamtwertung blieb unter den Spitzenkandidaten nach einem flachen Finale unverändert. Enric Mas von Movistar behielt die Gesamtführung im Roten Trikot, eine Position, die er durchgehend innehat, seit Tadej Pogacar am 29. August ausgestiegen war. Mas liegt vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM) mit 2 Minuten und 6 Sekunden Vorsprung, während Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) mit 2 Minuten und 10 Sekunden Rückstand Dritter ist. Der Brite Oscar Onley bleibt Fünfter, der Ire Eddie Dunbar liegt auf Platz 35 und Darren Rafferty auf Platz 102. Das Peloton begibt sich als Nächstes auf die 17. Etappe von Dos Hermanas nach Sevilla über 185 Kilometer, bevor am Donnerstag ein 32,5 Kilometer langes Einzelzeitfahren ansteht.


