
Matthew Brennan gewinnt Sprint der fünften Etappe der Vuelta, Tadej Pogačar behält Gesamtführung
Der Visma-Lease-a-Bike-Fahrer Matthew Brennan holte sich in Roquetes seinen zweiten Etappensieg bei dieser Rundfahrt, während Tadej Pogačar einen Vorsprung von über drei Minuten in der Gesamtwertung verteidigte.
Sieg im Sprint von Roquetes
Matthew Brennan sicherte sich am Mittwoch seinen zweiten Etappensieg bei der Vuelta a España 2026, als er auf der fünften Etappe in Roquetes einen Massensprint gewann. Der 21-jährige britische Fahrer von Visma-Lease a Bike setzte sich auf der Ziellinie gegen den belgischen Konkurrenten Jordi Meeus (Red Bull-BORA-hansgrohe) und den Italiener Vincenzo Albanese (EF Education-EasyPost) durch. Seine Teamkollegen Christophe Laporte und Wout van Aert bereiteten den Sprint perfekt vor, führten Brennan durch den letzten Kilometer und setzten ihn 150 Meter vor dem Ziel frei. Der italienische Sprinter Alessandro Romele wurde Vierter, der Franzose Axel Laurance Fünfter und Laporte überquerte als Siebter die Linie. Der Erfolg war Brennans neunter Sieg in der Radsportsaison 2026 und bestätigte seine Sprintform nach seinem Etappensieg in Manosque auf der zweiten Etappe.
Man konnte den ganzen Tag sehen, dass alle Vollgas gegeben haben, ich bin sehr dankbar, dass ich es wieder zu Ende bringen konnte.
Seitenwinde und Rennverlauf
Die fünfte Etappe führte das Peloton über 173,3 Kilometer von Falset nach Roquetes Terres de l'Ebre und markierte damit die Rückkehr der Vuelta auf spanischen Boden, nachdem man Monaco, Frankreich und Andorra durchquert hatte. Eine frühe Ausreißergruppe setzte sich kurz nach dem Start ab und baute einen maximalen Vorsprung von über zwei Minuten auf. Hohe Geschwindigkeiten und böiger Seitenwind führten zu Windkanten im Peloton, sodass das Hauptfeld die Ausreißer fast 100 Kilometer vor dem Ziel wieder einholte. Visma-Lease a Bike übernahm im nervösen Finale die Kontrolle über das Peloton, um ihren Sprinter in Position zu bringen. Brennan hatte in der technischen letzten Kurve einen kurzen Moment der Instabilität, als sein Hinterrad wegrutschte, aber er behielt die Kontrolle über sein Rad, bevor er seinen siegreichen Antritt startete.
Wenn man Matthew Brennan in so einer Gruppe hat, ist das die beste Karte, die man ausspielen kann.
Gesamtwertung
Der Spitzenreiter Tadej Pogačar (UAE Team Emirates) beendete die Etappe sicher im Hauptfeld und verteidigte damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung. Der slowenische Fahrer hat einen Vorsprung von 3 Minuten und 21 Sekunden auf seinen Landsmann Primož Roglič (Red Bull-BORA-hansgrohe), einen vierfachen Vuelta-Sieger, der den zweiten Platz belegt. Der Spanier Enric Mas (Movistar Team) liegt mit 3 Minuten und 32 Sekunden Rückstand auf Pogačar auf dem dritten Platz. Visma-Lease-a-Bike-Fahrer Sepp Kuss belegt mit 3 Minuten und 44 Sekunden den vierten Platz, der Brite Oscar Onley liegt mit 3 Minuten und 45 Sekunden auf Rang fünf. Richard Carapaz, Félix Gall, Mattias Skjelmose, Jarno Widar und Jay Vine komplettieren die Top Ten der Gesamtwertung.
- Primož Roglič
- 201 s
- Enric Mas
- 212 s
- Sepp Kuss
- 224 s
- Oscar Onley
- 225 s
- Richard Carapaz
- 230 s
- Félix Gall
- 237 s
- Mattias Skjelmose
- 246 s
- Jarno Widar
- 246 s
- Jay Vine
- 251 s
Pogačars Jagd nach Grand-Tour-Geschichte
Pogačar hat mehrere Wertungen fest im Griff: Er führt nicht nur die Gesamtwertung an, sondern auch die Berg- und Punktewertungen. Sein diesjähriges Programm stellt seinen ersten Start bei der Vuelta a España seit seinem Grand-Tour-Debüt im Jahr 2019 dar. Der Slowene kam nach seinem fünften Tour-de-France-Sieg im Juli und einem Giro-d'Italia-Titel 2024 zu dieser Rundfahrt. Ein Gesamtsieg in Spanien würde Pogačar zum neunten männlichen Fahrer der Radsportgeschichte machen, der alle drei Grand Tours gewonnen hat. Seinen aktuellen Vorsprung baute er am Dienstag auf der vierten Etappe aus, als er mit einem 50 Kilometer langen Solo-Angriff alle Gesamtkonkurrenten distanzierte.
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Streckenprofil der sechsten Etappe
Das Rennen wird am Donnerstag mit einer 177,5 Kilometer langen Strecke von Alcossebre nach Castellón de la Plana fortgesetzt. Die sechste Etappe umfasst vier kategorisierte Bergpässe und stellt das Peloton auf spanischem Terrain auf eine Probe. Die letzten 25 Kilometer bestehen aus einem steilen Anstieg mit einem Schotterstraßenabschnitt vor der Abfahrt ins Ziel. Das Peloton muss noch zwei weitere Wettkampfwochen in verschiedenen spanischen Regionen absolvieren, bevor das Dreiwochenrennen am 13. September in Granada endet.


