Diplomatie · Brasília, São Paulo und Washington

Brasilien verweigert US-Beamten Visa, die zur Überprüfung der Oktoberwahl entsandt wurden, und bezeichnet dies als Einflussnahme

Das brasilianische Außenministerium verweigerte zwei US-Beamten des Außenministeriums, die nächste Woche nach Brasília reisen wollten, um über Wahlintegrität zu sprechen, die Visa – ein Schritt, den brasilianische Beamte als Versuch bezeichneten, die Präsidentschaftswahl im Oktober zu beeinflussen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, The Wall Street Journal, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brasília, São Paulo, Washington · Brasilien, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 25.07.Der argentinische Präsident Milei reist nach Brasilien, um Flávio Bolsonaro auf dem Parteitag zu unterstützen.
  2. 27.07.Geplanter Beginn des Besuchs der US-Beamten in Brasília.
  3. 4.10.Brasilianische Präsidentschaftswahl.

Visumverweigerung

Das brasilianische Außenministerium bestätigte am Samstag, dass es Riley M. Barnes, stellvertretender Sekretär im Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeit des Außenministeriums, und Samuel Samson, einem stellvertretenden Außenminister, die Visa verweigert habe. Die beiden hatten am 20. Juli einen Antrag gestellt und wurden am Freitag abgelehnt, so ein Sprecher des Ministeriums, ohne die Gründe zu nennen. Zwei brasilianische Beamte, die anonym mit Reuters sprachen, sagten, die US-Initiative sei als Versuch wahrgenommen worden, die Präsidentschaftswahl am 4. Oktober zu beeinflussen, bei der Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva auf Senator Flávio Bolsonaro trifft.

Reaktion der USA

Das Außenministerium bezeichnete die für den 27. bis 30. Juli in Brasília geplante Reise als Routinebesuch, um sich mit Regierungsvertretern, Religionsführern und anderen über Wahlintegrität, Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit auszutauschen.

„Jede Andeutung einer 'Einflussnahme' zur Untergrabung der Wahl einer demokratischen Nation ist eine haltlose Lüge.“

US-Außenministerium

Das Ministerium äußerte sich nicht sofort dazu, ob die Beamten trotzdem reisen würden.

Wahlkampf

Lula strebt die Wiederwahl gegen Flávio Bolsonaro an, den Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, dessen Familie enge Verbindungen zur Trump-Administration unterhält. Der ältere Bolsonaro verbüßt wegen eines Putschversuchs 27 Jahre Hausarrest und hat seit Jahren ohne Belege Zweifel am elektronischen Wahlsystem des Landes gesät. Sein Sohn wiederholte einige dieser Behauptungen bis Samstag, als die Liberale Partei ihn in São Paulo als ihren Kandidaten bestätigte. Die aktuellsten Umfragen geben Lula in einer Stichwahl einen Vorsprung von 48 % zu 43 %, was sich gegenüber 47 % zu 43 % im Juni leicht vergrößert hat. In einem Szenario des ersten Wahlgangs führt Lula mit 40 %, gefolgt von Flávio Bolsonaro mit 32 %, Ronaldo Caiado mit 4 % sowie Romeu Zema und Renan Santos mit jeweils 3 %. Sollte kein Kandidat mehr als 50 % der gültigen Stimmen erreichen, treten die beiden Erstplatzierten in einer zweiten Runde gegeneinander an.

Wahlabsicht im ersten Wahlgang%
Lula da Silva
40 %
Flávio Bolsonaro
32 %
Ronaldo Caiado
4 %
Romeu Zema
3 %
Renan Santos
3 %

Daten aus dem Artikeltext

Regionale Einmischung

Der argentinische Präsident Javier Milei flog am Freitag nach Brasilien, um Senator Bolsonaro auf dem Parteitag zu unterstützen – eine seltene Einmischung eines ausländischen Staatschefs. Diese Unterstützung verleiht einem Wahlkampf Auftrieb, den andere konservative Parteien gemieden haben, während Jair Bolsonaro seine Strafe verbüßt. Mileis Auftritt könnte dem Senator helfen, ein zersplittertes Feld zu konsolidieren.

Handels- und Sicherheitshintergrund

Die Visumverweigerung folgt auf zwei US-Maßnahmen, die die Lula-Regierung als Wahlkampfdruck betrachtet. Am Freitag trat eine Zollerhöhung von bis zu 37,5 % auf Tausende brasilianische Exporte in Kraft, wobei Washington unlauteren Wettbewerb und Zwangsarbeit anführte. Lulas Regierung weist beide Vorwürfe zurück. Die Trump-Administration stufte Ende Mai auch die beiden größten Drogenhändlerringe Brasiliens – First Command Capital und Red Command – als ausländische terroristische Organisationen ein, kurz nachdem Senator Bolsonaro und sein Bruder Eduardo sich mit US-Beamten, darunter Präsident Donald Trump, getroffen hatten. Lula lehnt die Einstufungen ab.

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