
Feuer zerstört Bauernhof in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein – 30 Kälber getötet
Ein Feuer hat in der Nacht eine Scheune und ein reetgedecktes Wohnhaus in Henstedt-Ulzburg zerstört. 30 Kälber starben, vier Zivilisten und zwei Feuerwehrleute wurden verletzt.
Erster Ausbruch in Henstedt-Ulzburg
Am späten Abend des Donnerstags, 1. Oktober 2026, brach auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Henstedt-Ulzburg, einer Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein, ein Feuer aus. Die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg erhielt einen ersten Notruf, der die Einsatzkräfte auf einen Brand in einem Scheunengebäude des Hofes aufmerksam machte. Als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort eintrafen, standen sowohl die landwirtschaftliche Scheune als auch ein unmittelbar angrenzendes reetgedecktes Wohngebäude bereits vollständig in Flammen. Das Feuer breitete sich rasch über das traditionelle Reetdach und die angrenzende Fachwerkkonstruktion aus und setzte beide Gebäude außer Gefecht, bevor die Einsatzkräfte Abwehrmaßnahmen einleiten konnten.
Eindämmung durch mehrere Wehren und Beräumung der Trümmer
Die Einsatzleitung erhöhte die Alarmstufe, um regionale Verstärkung heranzuziehen, da das Feuer den gesamten Hofkomplex bedrohte. Zu den zusätzlichen Freiwilligen Feuerwehren, die an die Einsatzstelle entsandt wurden, gehörten Teams aus den nahe gelegenen Orten Kaltenkirchen, Alveslohe und Ellerau sowie Fachkräfte des Technischen Hilfswerks (THW). Auf dem Höhepunkt des nächtlichen Einsatzes arbeiteten rund 130 Einsatzkräfte vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen und die umliegenden Bereiche zu schützen. Die Löscharbeiten und das Ablöschen hielten die ganze Nacht und bis in die Morgenstunden des Freitags, 2. Oktober 2026, an. Schwere Baumaschinen, darunter ein Bagger, wurden an die Einsatzstelle gebracht, um instabile Gebäudeteile abzureißen und verkohlte Trümmer zu beseitigen, damit die Einsatzkräfte tief sitzende Glutnester erreichen und löschen konnten.
- Die Feuerwehr Henstedt-Ulzburg rückt zu einem Scheunenbrand aus, der auf ein angrenzendes reetgedecktes Haus übergreift
- Rund 130 Feuerwehrleute und THW-Kräfte bekämpfen das Feuer, während zwei Bewohner gerettet werden
- Ein Bagger beseitigt Trümmer, damit die Einsatzkräfte verbleibende Glutnester löschen können
Viehverluste und Personenschäden
Das Feuer führte zum Tod von 30 Kälbern, die im Stallgebäude untergebracht waren. Erste Polizeimeldungen in der Nacht hatten zunächst berichtet, dass etwa 100 Kälber ums Leben gekommen seien, doch die Feuerwehr korrigierte die Zahl nach einer eingehenden Untersuchung des Geländes auf 30 nach unten. Die Feuerwehr rettete zwei Personen direkt aus dem brennenden Wohngebäude. Vier Menschen erlitten leichte Verletzungen, darunter Rauchgasvergiftungen, und wurden vom Rettungsdienst in örtliche Krankenhäuser gebracht. Einige der Verletzten hatten den brennenden Stall vor dem Eintreffen der Feuerwehr betreten, um Vieh zu evakuieren. Darüber hinaus wurden zwei Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung verletzt und direkt am Einsatzort ambulant behandelt.
Schadensausmaß und Ermittlungsstand
Sowohl die landwirtschaftliche Scheune als auch das angrenzende reetgedeckte Wohnhaus brannten bei dem nächtlichen Einsatz vollständig nieder. Polizei und Einsatzkräfte schätzen den Sachschaden auf mehrere Millionen Euro. Die Feuerwehr blieb am Freitagmorgen vor Ort, um verbleibende Glutnester zu überwachen, während der Abriss der Gebäude weiterging. Die Brandursache ist weiterhin unklar; die örtliche Polizei und die Brandermittler konnten noch nicht feststellen, wie das Feuer in der Scheune ausgebrochen ist.


