
Brand im künftigen Kanal-Centre-Pompidou-Museum in Brüssel nach zwei Stunden unter Kontrolle
Am Montagabend brach in einem Technikraum unter dem Dach des künftigen Kanal-Centre-Pompidou-Museums in Brüssel ein Feuer aus. Die Feuerwehr brachte den Brand innerhalb von zwei Stunden unter Kontrolle; es gab keine Verletzten und keine Kunstschäden.
Was geschah
Am Montagabend, dem 6. Juli 2026, brach auf der Baustelle des künftigen Kanal-Centre-Pompidou-Museums auf dem Place Sainctelette in Brüssel ein Feuer aus. Der Brand entstand in einem Technikraum unter dem Dach eines der drei Gebäude, dem für das künftige Architekturzentrum Kanal Architecture vorgesehenen. Dichter schwarzer Rauch war in der gesamten Gegend sichtbar, und Flammen schlugen durch das Dach. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich niemand im Gebäude, und es gab keine Verletzten.
Reaktion und Eindämmung
Die Brüsseler Feuerwehr erhielt den Alarm kurz nach 18:00 Uhr Ortszeit. Sprecher Walter Derieuw sagte, die Feuerwache befinde sich in der Nähe, sodass die Feuerwehrleute innerhalb von fünf Minuten eintreffen konnten. Sie bekämpften den Brand gleichzeitig von innen und außen. Nach etwa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, obwohl die Einsatzkräfte bis in den Abend hinein weiterhin Restherde löschten und Aufräumarbeiten durchführten. Gegen 19:30 Uhr wurde aufgrund der hohen Temperaturen eine Ablösung der Mannschaften organisiert.
Wir hatten Glück, dass die Feuerwache in der Nähe ist. Sie waren innerhalb von fünf Minuten vor Ort und konnten Schlimmeres verhindern.
- Brand in Technikraum unter dem Dach gemeldet
- Feuerwehr innerhalb von 5 Minuten vor Ort
- Ablösung der Feuerwehrmannschaften aufgrund großer Hitze
- Brand nach etwa zwei Stunden unter Kontrolle
- Aufräumarbeiten und Löschen von Restherden im Gange
Schäden und Auswirkungen auf die Eröffnung
Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 400 Quadratmeter durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. Das genaue Ausmaß der Schäden hängt von den beteiligten Materialien ab und wird noch bewertet. Die Kanal-Stiftung bestätigte, dass keine Kunstwerke beschädigt wurden, da sich das Museum noch in der finalen Bauphase befindet und keine Stücke installiert waren. Die für 2023 und später 2025 geplante Eröffnung des Museums war zuletzt für den 28. November 2026 vorgesehen. Es ist noch nicht bekannt, ob der Brand zu einer weiteren Verzögerung führen wird.
Wir befinden uns in der finalen Bauphase und in der technischen Vorbereitungsphase der Räume, daher waren noch keine Kunstwerke vor Ort und es wurden keine beschädigt.
Verkehrsbehinderungen
Der Brand verursachte erhebliche Verkehrsprobleme in der Gegend. Die Polizei sperrte den Quai de Willebroek in beide Richtungen zwischen dem Simon-Bolivar-Boulevard und dem Place de l'Yser. Autofahrer wurden aufgefordert, die Zone zu meiden und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten. Der Place Sainctelette selbst wird bereits umgebaut, was die Behinderungen noch verstärkt.
Hintergrund des Museumsprojekts
Das Kanal-Centre-Pompidou-Museum entsteht in einer ehemaligen Citroën-Garage am Brüsseler Kanal. Das Projekt hat bereits mehrfach Verzögerungen erlitten: Ursprünglich sollte es 2023 eröffnet werden, dann 2025, bevor der aktuelle Termin November 2026 festgelegt wurde. Im Mai 2026 gewährte die Region Brüssel ein Darlehen in Höhe von 60 Millionen Euro, um die Fertigstellung der Arbeiten in diesem Jahr zu ermöglichen. Der Brand traf das technische Dach des Architekturzentrum-Flügels, einem von drei Gebäuden des Komplexes.


