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Sicherheit·vor 2 Std.

Waldbrand bei Huelva stabilisiert – über 5.000 Hektar verbrannt, 370 Evakuierungen

Der Waldbrand, der am Montag in Villanueva de los Castillejos ausgebrochen war, wurde stabilisiert, sodass die letzten 96 Evakuierten nach Hause zurückkehren konnten. Das Feuer verzehrte mehr als 5.000 Hektar in drei Gemeinden.

Feuer erreicht Stabilisierung

Der am Montag im Gebiet Los Turbios von Villanueva de los Castillejos (Huelva) ausgebrochene Waldbrand wurde am Mittwochabend stabilisiert, wie der andalusische Waldbrandbekämpfungsplan Infoca mitteilte. Das Feuer, das auch die Gemeinden San Bartolomé de la Torre und Gibraleón betraf, hat mehr als 5.000 Hektar verbrannt und ist damit der größte Waldbrand in Spanien im Jahr 2026.

Die Entwicklung am Nachmittag hat nichts mit dem zu tun, was wir gestern erlebt haben. Wir haben eine wesentlich günstigere Situation erreicht.

Der geschäftsführende Regionalminister für Gesundheit, Präsidentschaft und Notfälle, Antonio Sanz, gab die Stabilisierung vom Vorkommando-Posten in San Bartolomé de la Torre bekannt. Die Entscheidung folgte einer Analyse der neuesten Berichte durch das Management-Komitee und kam nach einem Tag intensiver Arbeit der Feuerwehrkräfte.

Evakuierungen und Alarmstufe

Das Feuer zwang mehr als 370 Bewohner in den betroffenen Gemeinden zur Evakuierung. Bis Mittwochnacht wurde die Alarmstufe von der operativen Lage 2 auf Stufe 1 herabgesetzt, was die Rückkehr der letzten 96 noch vertriebenen Personen ermöglichte. Die Straßen in der Gegend sind wieder normal befahrbar, und die Wiedereröffnung der Bahnstrecke Huelva–Zafra zwischen Gibraleón und Calañas steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch Adif, den Betreiber der Eisenbahninfrastruktur.

Wenn gute Arbeit geleistet und mit einem guten Team geplant wird, erzielt man solche Ergebnisse – das Beste, was möglich ist.

Sanz bezeichnete das Feuer als „gefräßig und komplex“ und stellte fest, dass es auf seinem Höhepunkt eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von 200 Hektar pro Stunde erreichte. Die Guardia Civil hat eine Untersuchung zur Brandursache eingeleitet, aber bereits ausgeschlossen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.

Feuerwehreinsatz

Der Einsatz mobilisierte bis zu 512 Einsatzkräfte, darunter 250 Soldaten der Militärischen Notfalleinheit (UME) mit mehr als 80 Fahrzeugen, Waldbrandbekämpfer von Infoca, das Provinzial-Feuerwehrkonsortium von Huelva und die Guardia Civil. Die Luftflotte umfasste insgesamt 28 Flugzeuge, darunter drei FOCA-Amphibienflugzeuge des Ministeriums für den ökologischen Wandel. Für die Nacht zum Mittwoch bestand das Infoca-Aufgebot aus 265 Fachkräften, darunter 30 Waldbrandbekämpfer-Gruppen und 16 schwere Löschfahrzeuge.

Obwohl alles darauf hindeutete, dass heute ein sehr schwieriger Tag werden würde, waren die Strategie und die Planung richtig.

Sanz dankte allen beteiligten Stellen, darunter der örtlichen Polizei, den Gesundheitsdiensten, dem Roten Kreuz und dem Katastrophenschutz, und würdigte besonders die Gemeindeverwaltungen von San Bartolomé de la Torre und Gibraleón.

Wetter und nächste Phase

Nach starken Böen zu Beginn der Woche besserten sich die Wetterbedingungen am Mittwochabend mit wechselhaften südlichen Winden, steigender Luftfeuchtigkeit und geringer Windstärke in der Nacht. Diese Faktoren begünstigten die Eindämmung. Das Feuer tritt nun in eine neue Phase ein, die auf endgültige Kontrolle und vollständige Löschung abzielt, obwohl Sanz vor weiteren Stunden der Überwachung warnte und zu „Respekt und Umsicht“ im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen zur Brandursache aufrief.

Regionaler Kontext

Der Brand ereignet sich zu Beginn der Hochrisikosaison für Waldbrände, bevor der Sommer offiziell am 21. Juni beginnt. Im vergangenen Jahr verzeichnete Andalusien zwischen dem 1. Juni und dem 31. Oktober 6.327 Hektar verbrannte Fläche. Zusammen mit den fast 400 Hektar, die beim Brand in Almonte Ende Mai verbrannten, erreichen die beiden Brände in Huelva bereits annähernd diese Gesamtzahl. Infoca hatte zuvor vor einer großen Ansammlung von Feinstbrennstoff und Biomasse in den andalusischen Wäldern gewarnt, die auch außerhalb der traditionellen Kampagnenzeit leicht entzündlich sei.

Zeitleiste des Waldbrands bei Huelva
  1. Feuer bricht im Gebiet Los Turbios von Villanueva de los Castillejos aus.
  2. Alarmstufe auf operative Lage 2 erhöht. Im Laufe des Tages kommt es zu zahlreichen Wiederaufflammungen.
  3. Infoca erklärt den Brand für stabilisiert. Alarmstufe auf Lage 1 herabgesetzt.
  4. Letzte 96 Evakuierte dürfen nach Hause zurückkehren. Straßen normalisiert; Wiedereröffnung der Bahnstrecke steht unter Vorbehalt der Adif-Genehmigung.
Villanueva de los Castillejos · San Bartolomé de la Torre · Gibraleón

7 Quellen

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