
Brad Pitt spricht im Esquire-Interview über Alkoholrückfall nach sieben Jahren Abstinenz und Suizidgedanken aufgrund familiärer Probleme
In einem offenen Interview mit dem Esquire, das am 11. August 2026 veröffentlicht wurde, erklärte der 62-jährige Schauspieler, er habe nach sieben Jahren Abstinenz wieder zu trinken begonnen, und schilderte Suizidgedanken, die er auf familiäre Probleme zurückführt, während vier seiner sechs Kinder beantragt haben, seinen Nachnamen abzulegen.
Ein offenes Esquire-Interview
Brad Pitt hat in einem langen Interview mit dem Magazin Esquire, das am 11. August 2026 veröffentlicht wurde, enthüllt, dass er nach sieben Jahren Abstinenz wieder Alkohol getrunken hat. Der 62-jährige Schauspieler sprach mit dem Journalisten Ryan D'Agostino in seinem Haus in Los Angeles über die dunkelste Phase seines Lebens, einschließlich Suizidgedanken, die er auf „familiäre Dinge“ zurückführt, und den Tod seiner Mutter Jane Etta Pitt, die im vergangenen Sommer im Alter von 84 Jahren starb. Das Interview erscheint zeitgleich mit der bevorstehenden Veröffentlichung seines Thrillers „Heart of the Beast“.
Rückfall nach sieben Jahren
Pitt sagte, er sei sieben Jahre lang nüchtern gewesen, bevor er wieder zum Alkohol griff – allerdings in kontrollierterer Form. Das Thema kam auf, als er D'Agostino während des Gesprächs ein Glas Wein anbot. Pitt erklärte, er könne ein paar Getränke zu sich nehmen, aber nicht zu viele, und er müsse dabei professionell bleiben. Er räumte ein, dass er bei einigen Gelegenheiten zu selbstbewusst geworden sei und eine Grenze überschritten habe, die er als schädlich erkannte, und sagte sich, dass es nicht gut für ihn sei und er keine großen Mengen konsumieren solle. Pitt hatte zuvor über seine Alkoholsucht und ein siebenmonatiges Entgiftungsprogramm gesprochen, das er nach der Trennung von Angelina Jolie im Jahr 2016 absolvierte.
Suizidgedanken und familiäre Spannungen
Als der Esquire-Interviewer fragte, was seine Suizidgedanken ausgelöst habe, antwortete Pitt: „Familiäre Dinge. Wir könnten es dabei belassen.“ Er beschrieb eine kurze Zeit, in der der Schmerz so erdrückend war, dass er das kalte Metall einer Kugel in seinem Kopf spüren konnte und es sich wie Erleichterung anfühlte. Er sagte, er habe nicht vorgehabt, es zu tun, aber er verstehe, dass Selbstmord eine Suche nach Erleichterung von Schmerz sei. Er führte seine Überlebensinstinkte an, die sofort eingesetzt hätten.
Ich war noch nie suizidal, außer in einer kurzen Zeit. Und in dieser kurzen Zeit dachte ich nur, ich konnte einfach nicht, ich sah einfach keinen Ausweg. Der Schmerz war so erdrückend, dass ich nicht vorgehabt hätte, es zu tun, aber ich konnte das kalte Metall der Kugel in meinem Kopf spüren, und es fühlte sich wie Erleichterung an.
Pitt beschrieb sich selbst als angeborenen Optimisten und merkte an, dass ihm diese Eigenschaft oft geholfen, ihn aber auch in Schwierigkeiten gebracht habe.
Wenn ich irgendwelche Gebrechen habe, dann ist es wahrscheinlich, dass ich ein angeborener Optimist bin. Was mir oft geholfen hat, mich aber auch – ich bin aufgrund meines Optimismus dummerweise kopfüber in einen Lastwagen gelaufen.
Angespannte Familienbeziehungen
Pitt trennte sich im September 2016 von Angelina Jolie nach einem Vorfall in einem Privatflugzeug, bei dem es angeblich zu körperlicher Misshandlung seiner Frau und Kinder gekommen sein soll, die damals zwischen acht und 15 Jahre alt waren. Pitt bestritt die Vorwürfe und wurde nach einer FBI-Untersuchung von allen Anklagen freigesprochen. Jolie reichte wenige Tage nach dem Flug die Scheidung ein, die jedoch erst am 30. Dezember 2024 nach acht Jahren Rechtsstreitigkeiten um das Sorgerecht und das französische Weingut Château Miraval, das das Paar 2008 kaufte, rechtskräftig wurde.
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Die Beziehungen zwischen Pitt und mehreren ihrer sechs Kinder bleiben angespannt. Vier der sechs Kinder haben offizielle Anträge gestellt, „Pitt“ aus ihrem Nachnamen zu streichen. Shiloh erreichte die Namensänderung an ihrem 18. Geburtstag, während die Verfahren für die anderen drei noch laufen. Zuletzt beantragte auch Tochter Vivienne, den Nachnamen Pitt abzulegen.
Trauer und Besinnung
Pitt sprach auch über den Verlust seiner Mutter Jane Etta Pitt, die im vergangenen Sommer im Alter von 84 Jahren starb. Er bezeichnete Trauer als die tiefgreifendste Erfahrung, die ein Mensch machen kann, und sagte, die Einsamkeit, die darauf folgen könne, sei die größte Qual. Über seine Beziehung zu seinem Vater sagte er, sie seien Landmenschen, die nie zu tief gingen, und manchmal reiche ein einziger Satz, bevor man weitermache.


