Energie & Handel · Aberdeen und London
BP stellt Nordsee-Öl- und Gasgeschäft zum Verkauf – CEO Meg O'Neill beschleunigt Portfolio-Umstrukturierung
Der britische Energieriese startete einen formellen Verkaufsprozess für seine fünf Produktionszentren, die im vergangenen Jahr 117.000 Barrel pro Tag förderten, während die neue CEO Meg O'Neill die Abläufe strafft und Schulden abbaut.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, The Scotsman, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
BP begann am 31. Juli mit der Vermarktung seines Nordsee-Geschäfts, das 2025 117.000 Barrel pro Tag förderte und 1.100 Mitarbeiter beschäftigt.
Meg O'Neill, seit dem 1. April CEO, hat BP in zwei Segmente aufgeteilt, plant 700 Stellenstreichungen und hat im Mai Aufsichtsratschef Albert Manifold entlassen.
Premierminister Andy Burnham nahm nach Druck von Donald Trump eine pragmatische Haltung zu Nordsee-Bohrungen ein, trotz der Zusage der Labour-Partei von 2024, keine neuen Lizenzen zu erteilen.
Russell Borthwick von der Aberdeen Chamber nannte den Verkauf einen 'entscheidenden Moment' und forderte die Abschaffung der Übergewinnsteuer, um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.
Der Verkauf könnte rund 2 Milliarden Pfund einbringen; frühere Verhandlungen mit Ithaca Energy scheiterten.
- Mai 2026Aufsichtsratschef Albert Manifold wegen Governance-Bedenken entlassen
- 30.07.Premierminister Andy Burnham kündigt pragmatischen Ansatz bei Nordsee-Bohrungen an
- 31.07.BP startet formellen Verkaufsprozess für Nordsee-Geschäft
Die Verkaufsankündigung
BP startete am Freitag einen formellen Prozess zum Verkauf seines Nordsee-Öl- und Gasgeschäfts und beendet damit mehr als sechs Jahrzehnte Förderung im Becken. Das Geschäft umfasst fünf Produktionszentren, zwei in der zentralen Nordsee (Andrew und ETAP) und drei westlich von Shetland (Glen Lyon, Clair und Clair Ridge), die zusammen im Jahr 2025 117.000 Barrel Öläquivalent pro Tag förderten, etwa 5 % der gesamten BP-Produktion. Rund 1.100 Mitarbeiter arbeiten in der Einheit, von insgesamt etwa 14.000 BP-Beschäftigten in Großbritannien. CEO Meg O'Neill sagte, die Nordsee bleibe integraler Bestandteil des britischen Energiesystems, aber das Geschäft wäre "als Teil eines anderen Unternehmens besser positioniert", da BP Kapital in wertvollere Gelegenheiten lenke. Der Verkauf könnte rund 2 Milliarden Pfund einbringen, obwohl frühere Gespräche mit Ithaca Energy gescheitert waren.
„Die Nordsee bleibt ein integraler Bestandteil des britischen Energiesystems. Allerdings glauben wir, dass unser Nordsee-Geschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser positioniert sein wird, da wir unser Portfolio fokussieren und Kapital in unsere wertvollsten Chancen lenken.“
Die umfassende Umstrukturierung der CEO
O'Neill, die am 1. April die Führung übernommen hat, hat BP schnell umgestaltet. Das Unternehmen wurde von drei auf zwei Segmente (Upstream und Downstream) aufgeteilt, eine Änderung, die diesen Monat in Kraft trat. Eine interne E-Mail, die Reuters einsehen konnte, enthüllte Pläne zum Abbau von 700 Stellen. Im Mai entfernte BP abrupt Aufsichtsratschef Albert Manifold mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich Governance-Standards und Verhaltens. Der Nordsee-Verkauf ist der jüngste Schritt einer Strategie zur Schuldenreduzierung und Vereinfachung des Konzerns.
Politischer Druck und Pragmatismus
Der Verkauf erfolgt einen Tag, nachdem Premierminister Andy Burnham sagte, er werde einen "pragmatischen" Ansatz bei Nordsee-Bohrungen verfolgen und Reportern mitteilte, dass "wir die Ressource nicht ignorieren können", wenn die Haushalte zu kämpfen haben. Seine Äußerungen folgten Behauptungen des US-Präsidenten Donald Trump, Burnham habe ihm gesagt, er sei bereit, die Nordsee "zu öffnen". Das Manifest der Labour-Partei von 2024 versprach, keine neuen Explorationslizenzen zu erteilen, was die neue Regierung in eine heikle Lage bringt. Kritiker argumentieren, dass die Nordsee-Förderung wenig zur Senkung der Haushaltsenergiepreise beiträgt, da Öl und Gas global gehandelt werden, und dass neue Bohrungen die britischen Klimaziele untergraben würden. Energieministerin Miatta Fahnbulleh sagte, sie stehe in engem Kontakt mit BP und ihre Priorität sei der Schutz der Arbeitnehmer und lokalen Gemeinschaften während des Verkaufsprozesses.
„Dort gibt es eine Ressource. Wenn die Menschen in Not sind, können wir das nicht ignorieren.“
Alarm in der Branche
Unternehmensführer in Aberdeen, dem historischen Zentrum der Nordsee-Förderung, reagierten mit Bestürzung. Russell Borthwick, Vorstandsvorsitzender der Aberdeen and Grampian Chamber of Commerce, nannte die Ankündigung einen "entscheidenden Moment" für den neuen Premierminister und forderte die Regierung auf, die Übergewinnsteuer auf Energie abzuschaffen und durch ein stabiles, langfristiges Steuersystem zu ersetzen. Er sagte, das Vertrauen in den britischen Festlandsockel sei "nach Jahren politischer Unsicherheit, Strafsteuern und widersprüchlicher Botschaften schwer erschüttert". John Underhill, Direktor für Energiewende an der University of Aberdeen, bezeichnete BP's Entscheidung als "das Ende einer Ära". Andere Ölkonzerne haben sich bereits zurückgezogen: ConocoPhillips verkaufte seine britischen Vermögenswerte, und Shell hat seine Präsenz reduziert.
„Die heutige Ankündigung von BP sollte ein entscheidender Moment für den neuen Premierminister sein. Wie viele Arbeitsplätze müssen noch verloren gehen, bevor die britische Regierung handelt?“
Was als Nächstes passiert
BP erklärte, es werde einen Eigentümer suchen, der bereit sei, in das nächste Kapitel der Vermögenswerte zu investieren. Der Verkaufsprozess wird voraussichtlich Interesse von Private-Equity-Firmen und kleineren Betreibern wecken, obwohl die politische Unsicherheit um die britische Fiskalpolitik die Bewertungen belasten könnte. Die Regierung steht unter Druck, ihre langfristige Haltung zur Nordsee-Lizenzvergabe zu klären und dabei Energiesicherheit, Arbeitsplätze und Klimaziele in Einklang zu bringen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesBP Puts Its North Sea Drilling Business Up for Sale
- The ScotsmanBP North Sea sell off branded a 'defining moment' amid calls for urgent windfall tax action
- The Wall Street JournalBP Puts U.K. North Sea Business Up for Sale
- La Libre.beHydrocarbures: le britannique BP annonce mettre en vente ses activités en mer du Nord
- Meg O'Neill
- BP-Vorstandsvorsitzende, die den Nordsee-Verkauf einleitete und das Unternehmen umstrukturiert
- Andy Burnham
- Britischer Premierminister, der einen pragmatischen Ansatz bei Nordsee-Bohrungen ankündigte
- Miatta Fahnbulleh
- Britische Energieministerin, die erklärte, sie stehe in engem Kontakt mit BP bezüglich des Verkaufs
- John Underhill
- Direktor für Energiewende an der University of Aberdeen, der BP's Entscheidung als Ende einer Ära bezeichnete
- Albert Manifold
- Ehemaliger BP-Aufsichtsratschef, der im Mai 2026 wegen Governance-Bedenken entlassen wurde
- Donald Trump
- US-Präsident, der behauptete, Burnham habe ihm gesagt, er werde die Nordsee öffnen
- Orte
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