
Ilie Bolojan, der geschäftsführende Ministerpräsident, legte am Montag, 19. Oktober 2026, im Palatul Victoria seine Bilanz vor – bei dem, was als seine letzte Pressekonferenz im Amt bezeichnet wurde. Er sagte, sein Mandat, das vor fast 16 Monaten begonnen habe, werde sehr wahrscheinlich am Dienstag, 20. Oktober, enden. Er erinnerte daran, dass das Haushaltsdefizit im Juni 2025 bei 9,3 Prozent gelegen habe, das Wachstum auf Konsum und Schulden beruht habe, der PNRR blockiert gewesen sei und das Risiko eines Zahlungsausfalls real bestanden habe. Den Journalisten sagte er, das Defizit sei in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, und er habe keine Zahlen verändert und keine Versprechen ohne Deckung gemacht. Die Übergabe fasste er so zusammen:
„Ich übergebe der nächsten Regierung ein Rumänien auf dem Weg zu einer ordentlichen Erholung, mit der Erfahrung des Regierens ohne Lügen, ohne Populismus und mit Respekt vor den Menschen.“
Bolojan verteidigte die Mehrwertsteuererhöhung als notwendigen Schritt, der dringend benötigte Einnahmen in den Haushalt gebracht habe. Auf die Frage, ob die Maßnahme einen Bruch mit Präsident Nicușor Dan ausgelöst habe, der im Wahlkampf versprochen hatte, die Mehrwertsteuer während seines Mandats nicht zu erhöhen, sagte er, alle Entscheidungsträger in Rumänien hätten gewusst, dass die Erhöhung nötig sei. Seine Zusammenarbeit mit dem Staatsoberhaupt bezeichnete er als institutionell. Auf die Frage, ob der Präsident ihn stärker hätte unterstützen können, sagte Bolojan, jede Hilfe, die eine schwierige Aufgabe von Partnern erhalte, sei willkommen, fügte aber hinzu, jedes Regierungsmitglied – auch er selbst als Ministerpräsident – trage Verantwortung für deren Arbeit.
„Wir waren gezwungen, mit der Mehrwertsteuererhöhung zu beginnen. Wir mussten dringend Geld in den Haushalt bringen und das Defizit senken.“
Er fügte hinzu, einige Entscheidungen seien schwierig gewesen, und er habe den Rumänen nichts verheimlicht.
Bolojan machte die Sozialdemokratische Partei (PSD) für den Sturz seiner Regierung verantwortlich. Er sagte, das Kabinett sei entlassen worden, als die PSD die Gefahr nicht mehr habe ertragen können, dass das alte System durch faire Regeln und Zuteilungen abgebaut werde – nicht weil die Reformen gescheitert seien. Er warf der Partei vor, 2023 und 2024 hohe Ausgaben ohne jede Deckung durch reale Staatseinnahmen getätigt zu haben, eine Politik, die die Staatskasse geleert habe.
„Die größte Sabotagegefahr für jede Regierung, in der die PSD vertreten ist, geht von der Sozialdemokratischen Partei selbst aus.“
Er warnte, sollte diese Art des Umgangs mit öffentlichen Geldern in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, werde die Anti-System-Stimme bei den Wahlen 2028 überwältigend ausfallen. Die Äußerungen vertiefen den Bruch mit der PSD, einem früheren Koalitionspartner.
Bolojan sagte, er hinterlasse keine Schulden, doch Rumänien habe strukturelle Probleme, und er nannte vier Bereiche, mit denen das kommende Kabinett konfrontiert sein werde. Der größte Haushaltsdruck komme aus Gerichtsverfahren und Energieausgleichsregelungen, wobei ein Urteil die Regierung zur Zahlung von mehr als 5 Milliarden Lei verpflichte und über die Jahre Tausende weitere Klagen entstanden seien. Er argumentierte, das Problem lasse sich nicht ohne eine Gesetzgebung lösen, die solche Fälle beende, was die Verabschiedung eines einheitlichen Besoldungsgesetzes für den Haushaltssektor bedeutet hätte. Im Gesundheitswesen zahlten mehr als 6,5 Millionen Rumänen den Gesundheitsbeitrag, während 16,5 Millionen Leistungen erhielten – ein System, das nicht funktionieren könne –, und inzwischen zahlten 10,5 Millionen ein. Schließlich warnte er, das Verkehrsministerium habe Verträge im Wert von Milliarden Euro unterzeichnet, während die tatsächlichen Mittelzuweisungen um ein Vielfaches kleiner seien.
Das Parlament tritt am Dienstag, 20. Oktober, zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, um über die Regierung des designierten Ministerpräsidenten Luca Niculescu abzustimmen, die mindestens 233 Stimmen benötigt. Bolojan forderte zudem seine PNL-Kollegen auf, von allen Posten in der Verwaltung zurückzutreten. Luca Niculescu könnte der fünfte Technokraten-Ministerpräsident der rumänischen Nachkriegsgeschichte werden, nach Theodor Stolojan, Mugur Isărescu, Mihai Răzvan Ungureanu und Dacian Cioloș.
Bolojans eigenes Mandat dürfte am selben Tag enden.
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Rumäniens geschäftsführender Ministerpräsident Ilie Bolojan hat am Montag, 19. Oktober 2026, seine Mandatsbilanz vorgelegt und darauf beharrt, die Mehrwertsteuererhöhung sei notwendig gewesen; den Zusammenbruch seiner Regierung schrieb er der PSD zu.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Digi24, Stirile ProTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er