Regierung · La Paz
Boliviens Präsident verhängt Ausnahmezustand, da Straßenblockaden Treibstoff- und Lebensmittelversorgung lahmlegen
Boliviens Präsident Rodrigo Paz hat am Samstag den Ausnahmezustand verhängt und das Militär ermächtigt, Straßenblockaden zu beseitigen, die die Treibstoff- und Lebensmittelversorgung unterbrochen und das Land seit 50 Tagen gelähmt haben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, BBC, AP NEWS und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Rodrigo Paz verhängte am 20. Juni einen 90-tägigen Ausnahmezustand und ordnete den Einsatz des Militärs an, um die Straßenblockaden zu beseitigen, die La Paz isoliert und die Lieferketten in ganz Bolivien gestört haben.
Mindestens 17 Menschen sind gestorben, die meisten aufgrund fehlender medizinischer Versorgung aufgrund von Transportunterbrechungen, während 365 Festnahmen und 37 Verletzte gemeldet wurden. Treibstoff, Lebensmittel und medizinische Versorgung bleiben in der Verwaltungshauptstadt knapp.
Die Regierung einigte sich am 19. Juni mit dem Bolivianischen Gewerkschaftsbund, woraufhin dieser seine Blockaden aufhob, aber andere Gruppen setzen die Proteste fort.
Die Gewerkschaft der Koka-Bauern von Cochabamba und andere Organisationen lehnten das Abkommen ab und fordern den Rücktritt von Paz; ihre Straßenblockaden bleiben bestehen.
- 1.05.Proteste und Straßenblockaden beginnen in ganz Bolivien, zunächst gegen Landreformvorschläge und Sparmaßnahmen.
- 19.06.Regierung unterzeichnet Abkommen mit dem Bolivianischen Gewerkschaftsbund (COB); COB hebt seine Blockaden auf.
- 20.06.Präsident Rodrigo Paz verhängt den Ausnahmezustand und ordnet den Einsatz des Militärs zur Räumung der verbleibenden Blockaden an.
Militär zur Räumung der Blockaden eingesetzt
Am Samstag verhängte Präsident Rodrigo Paz einen 90-tägigen Ausnahmezustand über ganz Bolivien und ordnete an, dass die Streitkräfte die Polizei bei der Beseitigung der Straßenblockaden unterstützen, die das Land seit 50 Tagen lahmlegen. Das Dekret verbietet das Blockieren von Straßen und ermächtigt vorübergehend militärische Unterstützung, um "die Ordnung wiederherzustellen, Straßen wieder zu öffnen und die Bevölkerung zu schützen", so eine Regierungserklärung. Paz stellte die Maßnahme als Wiederherstellung der Freiheit dar, nicht als Einschränkung.
„Dies ist kein Ausnahmezustand, um das Leben der Menschen einzuschränken. Es ist ein Ausnahmezustand, um den Menschen ihre Freiheit zurückzugeben.“
Wochen der Proteste und wirtschaftlichen Not
Die Demonstrationen begannen Ende April, zunächst ausgelöst durch eine vorgeschlagene Landreform, die nach Ansicht von Kritikern Großgrundbesitzern zugutekommen würde, weiteten sich aber schnell zu einer breiteren Bewegung gegen Sparmaßnahmen aus, darunter die Streichung von Treibstoffsubventionen. Eine Inflation von 14 Prozent im vergangenen Jahr und ein globaler Energieschock haben Boliviens schlimmste Wirtschaftskrise seit den 1980er Jahren verschärft. Bauern, Bergleute, Fabrikarbeiter und indigene Gruppen schlossen sich Straßenblockaden an, die La Paz, die Verwaltungshauptstadt, von Treibstoff- und Lebensmittelversorgung abschnitten. Die Regierung berichtet, dass mindestens 17 Menschen gestorben sind, die meisten davon, weil Transportunterbrechungen die medizinische Versorgung verhinderten; 365 Menschen wurden festgenommen und 37 bei Zusammenstößen zwischen mit Dynamit bewaffneten Demonstranten und Bereitschaftspolizei verletzt.
Teilweiser Waffenstillstand und anhaltender Widerstand
Am Freitagabend einigte sich Paz mit dem Bolivianischen Gewerkschaftsbund (COB), dem wichtigsten Gewerkschaftsverband des Landes. COB-Exekutivsekretär Mario Argollo kündigte die landesweite Aufhebung der Druckmaßnahmen an.
„Von diesem Moment an werden die Druckmaßnahmen landesweit aufgehoben.“
Das Abkommen umfasste jedoch nicht alle protestierenden Gruppen. Der Bauernverband Tupac Katari, die mit dem ehemaligen Präsidenten Evo Morales verbündeten Koka-Bauern und indigene Organisationen weigern sich, nachzugeben. Isidro Auca, Anführer der Koka-Bauern in Cochabamba, erklärte, die Proteste würden fortgesetzt, bis Paz zurücktritt.
„Die Proteste werden fortgesetzt, bis Präsident Rodrigo Paz zurücktritt. Wir halten die Straßenblockaden aufrecht, wir werden nicht aufgeben.“
Politische Anschuldigungen und parlamentarische Überprüfung
Paz hat dem linken Ex-Präsidenten Evo Morales vorgeworfen, die Blockaden orchestriert zu haben, die er als organisierten Versuch bezeichnet, die Demokratie zu destabilisieren. Morales bestreitet eine Beteiligung. Das Dekret gilt 90 Tage, kann aber früher aufgehoben werden, wenn Gewalt und Bedrohungen aufhören. Nach bolivianischem Recht muss der Kongress die Maßnahme innerhalb von 72 Stunden billigen oder ablehnen.
Zeitleiste der Krise
Die Proteste begannen Ende April. Nach 50 Tagen Blockade schloss Paz am 19. Juni ein Abkommen mit dem COB, aber die Notstandsverkündung am folgenden Tag unterstreicht, dass viele Straßensperren bestehen bleiben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rodrigo Paz
- Präsident von Bolivien
- Mario Argollo
- Exekutivsekretär des Bolivianischen Gewerkschaftsbundes (COB)
- Isidro Auca
- Anführer der Koka-Bauerngewerkschaft des Trópico de Cochabamba
- Evo Morales
- Ehemaliger Präsident von Bolivien, beschuldigt, die Proteste orchestriert zu haben; bestreitet Beteiligung
- Orte
- La Paz
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