Bank von Korea erhöht Leitzins auf 2,75 % – erste Anhebung seit 2023
Die südkoreanische Zentralbank hat den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 2,75 % angehoben – die erste Straffung seit Anfang 2023, da ein KI-getriebener Chip-Boom die Inflation anheizt und das Wachstum die Erwartungen übertrifft.
Die Bank von Korea hat am Donnerstag zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren ihren Leitzins angehoben und den Sieben-Tage-Reposatz um einen Viertelprozentpunkt auf 2,75 % erhöht. Der Schritt beendet eine lange Pause, die nach dem vorangegangenen Straffungszyklus der Bank begonnen hatte, der Anfang 2023 abgeschlossen worden war.
Zinsentscheidung
Die Erhöhung, die den Leitzins auf 2,75 % brachte, war die erste seit Januar 2023 – ein Zeitraum von rund dreieinhalb Jahren. Der Viertelprozentpunkt-Anstieg entsprach den Bemühungen der Zentralbank, den aufkommenden Preisdruck und die robuste Wirtschaftstätigkeit zu adressieren. Die Entscheidung wurde am 16. Juli 2026 bekannt gegeben.
Wirtschaftliche Treiber
Sowohl Bloomberg als auch das Wall Street Journal führten einen durch künstliche Intelligenz angetriebenen Halbleiterboom als Schlüsselfaktor für den Politikwechsel an. Die Nachfrage nach südkoreanischen Speicherchips, einem kritischen Input für die KI-Infrastruktur, hat ein schneller als erwartetes Wirtschaftswachstum angeheizt und zur hartnäckigen Inflation beigetragen. Der Schritt der Bank spiegelt die Sorge wider, dass die chipgeführte Expansion die heimische Wirtschaft überhitzt und die frühere lockere Haltung nicht mehr tragbar ist.
Hintergrund globaler Straffung
Die Aktion der Bank von Korea bringt sie in Einklang mit einem breiteren globalen Trend der geldpolitischen Straffung im Jahr 2026. Das Wall Street Journal merkte an, dass die Zinserhöhung bedeutet, dass Südkorea „sich globalen Partnern anschließt“, die die Kreditkosten erhöhen, um Inflationsrisiken zu bekämpfen. Andere große Zentralbanken haben ihre Lockerungszyklen ebenfalls umgekehrt oder pausiert, als Reaktion auf anhaltenden Preisdruck.
Ausblick
Die unmittelbaren Auswirkungen auf den Won und die lokalen Anleihemärkte werden genau beobachtet, während Händler die Wahrscheinlichkeit weiterer Erhöhungen einschätzen. Die Zentralbank gab in den Berichten keine explizite Vorwärtsorientierung, aber der Schritt signalisiert die Bereitschaft, erneut zu handeln, falls der chipgetriebene Boom weiterhin die Verbraucherpreise und das Lohnwachstum nach oben treibt.

