
David Clayton-Thomas, Stimme von Blood, Sweat & Tears und Woodstock-Legende, stirbt mit 84
Der kanadische Sänger, dessen seelenvolle Stimme Hits wie 'Spinning Wheel' und 'You've Made Me So Very Happy' prägte, starb am 24. Juni friedlich in einem Krankenhaus in Toronto. Er wurde 84 Jahre alt.
Eine prägende Stimme der späten 1960er
David Clayton-Thomas, der kanadische Sänger, dessen seelenvoller, von Blechbläsern getragener Gesang zum Markenzeichen von Blood, Sweat & Tears wurde, starb am 24. Juni im St. Michael's Hospital in Toronto. Er wurde 84 Jahre alt. Sein Publicist Eric Alper bestätigte den Tod gegenüber der CBC und stellte fest, dass Clayton-Thomas friedlich starb. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Er starb friedlich.
Die Fusion der Band aus Rock, Jazz und R&B brachte eine Reihe von Hits hervor, die 1969 das amerikanische Radio dominierten. 'Spinning Wheel', das Clayton-Thomas schrieb, erreichte Platz 2 der Billboard Hot 100, ebenso wie 'You've Made Me So Very Happy' und 'And When I Die'. In jenem Jahr gewann ihr selbstbetiteltes Album den Grammy für das Album des Jahres und schlug damit The Beatles' 'Abbey Road'. Der Klang der Gruppe passte zu den R&B-Acts der Ära und zu poplastigeren Bläserbands wie Chicago. Ihre Popularität erstreckte sich bis nach Europa, wo 'Spinning Wheel' und 'You've Made Me So Very Happy' in den Niederlanden und anderswo zu Hits wurden.
Vom Straßenkämpfer zum Grammy-Gewinner
Vor seinem Aufstieg zum Ruhm hatte Clayton-Thomas in Kanada eine turbulente Jugend, in der er als Straßenkämpfer und Kleinkrimineller unterwegs war. In den 1960ern begann er in Gefängnissen aufzutreten, bevor er der neunköpfigen Blood, Sweat & Tears beitrat. Seine raue Stimme wurde schnell zum Mittelpunkt der Gruppe und half ihnen, Millionen Platten zu verkaufen und 1970 zwei Grammy Awards zu gewinnen.
Woodstock und der Eiserne Vorhang
Die Bedeutung der Band wurde beim Woodstock-Festival im August 1969 gefestigt, wo sie zu den bestbezahlten Acts gehörten. Ein Jahr später, 1970, trat Blood, Sweat & Tears als erste Rockgruppe hinter dem Eisernen Vorhang während des Kalten Krieges auf – ein Meilenstein ihrer globalen Reichweite.
Spätere Jahre und Vermächtnis
Clayton-Thomas verließ die Gruppe 1972, um eine Solokarriere zu verfolgen, veröffentlichte mehrere Alben und kehrte Anfang der 1980er zu Blood, Sweat & Tears zurück. Während der kommerzielle Stern der Band im Laufe der 1970er verblasste, arbeitete er über die Jahrzehnte weiter, sowohl solo als auch mit späteren Inkarnationen der Gruppe. 1996 wurde er in die Canadian Hall of Fame aufgenommen. Seine Stimme bleibt ein Prüfstein der Rock-Soul-Ära der späten 1960er.


