Regierung · Washington, D.C.
Senat bestätigt Trumps früheren persönlichen Anwalt Todd Blanche mit 50 zu 49 Stimmen als US-Justizminister
Der US-Senat bestätigte Todd Blanche am 8. August 2026 mit 50 zu 49 Stimmen als Justizminister. Zwei Republikaner stimmten gegen Trumps früheren persönlichen Anwalt, da sie Zweifel an seiner Unabhängigkeit hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Berliner Zeitung, ZEIT ONLINE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der von den Republikanern geführte Senat bestätigte Blanche am 8. August 2026 mit 50 zu 49 Stimmen und beendete damit einen wochenlangen Streit.
Susan Collins (Maine) und Lisa Murkowski (Alaska) stimmten mit Nein; Bill Cassidy (Louisiana) gab die entscheidende 50. Stimme, nachdem er am Freitag seine Unterstützung angekündigt hatte.
Blanche sagte schriftlich zu, einen rund 1,8 Milliarden Dollar schweren Entschädigungsfonds für „Opfer der Biden-Regierung“ zu streichen, was die Senatoren John Cornyn und Thom Tillis zufriedenstellte.
Blanche, seit 2023 Trumps persönlicher Anwalt, der ihn im Schweigegeld-Prozess verteidigte, hatte das Justizministerium seit April nach der Entlassung von Pam Bondi kommissarisch geleitet.

- April 2026Blanche wird kommissarischer Justizminister, nachdem Pam Bondi im Zuge der Folgen des Epstein-Skandals entlassen wird
- 4.08.Justizausschuss des Senats befürwortet Nominierung mit 12 zu 10, nachdem Cornyn und Tillis ihren Widerstand aufgeben
- 7.08.Senator Bill Cassidy kündigt an, für Blanche zu stimmen, und gibt damit die entscheidende 50. Stimme
- 8.08.Senat bestätigt Blanche mit 50 zu 49 in einer Abstimmung in den späten Nachtstunden
Knappe Bestätigung
Der von den Republikanern geführte US-Senat bestätigte Todd Blanche am 8. August 2026 mit 50 zu 49 Stimmen in einer Abstimmung am späten Freitagabend (Ortszeit). Zwei republikanische Senatoren, Susan Collins aus Maine und Lisa Murkowski aus Alaska, brachen mit ihrer Partei und stimmten gegen die Nominierung. Die entscheidende 50. Stimme kam von Senator Bill Cassidy aus Louisiana, der seine Unterstützung am Freitag nach mehreren Treffen und einem Telefonat mit Blanche am Vorabend bekannt gab. Cassidy erklärte dem Senat, er habe die Argumente sorgfältig abgewogen, bevor er seine Entscheidung traf.
- Dafür (Republikaner)
- 50 Stimmen
- Dagegen (Demokraten + 2 GOP)
- 49 Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Vom persönlichen Anwalt zum Justizminister
Blanche ist dem Justizministerium nicht fremd. Er war stellvertretender Justizminister, bevor er im April 2026 die kommissarische Leitung des Ministeriums übernahm, nachdem Präsident Donald Trump die frühere Justizministerin Pam Bondi entlassen hatte – im Zuge der Kritik an ihrem Umgang mit den Folgen des Jeffrey-Epstein-Skandals. Vor seiner Tätigkeit in der Regierung war Blanche fast ein Jahrzehnt lang Staatsanwalt im Southern District of New York und später in privaten Anwaltskanzleien tätig. Trump engagierte ihn 2023 als persönlichen Anwalt, und Blanche vertrat den Präsidenten in drei Strafverfahren, darunter den New Yorker Schweigegeld-Fall mit Zahlungen an eine Pornodarstellerin.
Republikanischer Widerstand und der Streit um den Fonds
Blanches Weg zur Bestätigung war selbst innerhalb von Trumps eigener Partei steinig. Die Senatoren John Cornyn aus Texas und Thom Tillis aus North Carolina hatten verlangt, dass Blanche endgültig auf die Pläne für einen Entschädigungsfonds von rund 1,8 Milliarden Dollar verzichtet – für Personen, die das Ministerium als Opfer politisch motivierter Strafverfolgung unter der Biden-Regierung bezeichnete. Der Fonds stammte aus einer von Trump eingereichten 10-Milliarden-Dollar-Klage gegen die US-Steuerbehörde IRS. Kritiker, darunter auch einige Republikaner, sahen darin ein Vehikel, das Verbündeten Trumps zugutekommen könnte, darunter auch jenen, die wegen des Angriffs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verurteilt wurden. Blanche sicherte die Abschaffung des Fonds schriftlich zu, woraufhin Cornyn und Tillis ihren Widerstand aufgaben.
Ausschuss- und Plenumsabstimmungen
Der Justizausschuss des Senats befürwortete die Nominierung am 4. August 2026 mit 12 zu 10 Stimmen entlang der Parteilinien – ein Schritt, der erst möglich wurde, nachdem Cornyn und Tillis ihre Einwände fallen gelassen hatten. Die Abstimmung im gesamten Senat folgte nach Tagen der Unsicherheit, wobei das Ergebnis bis zur Ankündigung Cassidys in der Schwebe hing. Die Abstimmung fand statt, bevor die Kammer in die Sommerpause ging.
Blanches Reaktion
Nach der Abstimmung postete Blanche am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf X.
„Ich fühle mich zutiefst geehrt durch das Vertrauen, das Präsident Trump in mich gesetzt hat, um das Justizministerium zu leiten. Ich danke dem Senat, dass er bis spät in die Nacht geblieben ist, um dieses Verfahren abzuschließen.“
Die Bestätigung beendet einen wochenlangen Streit im Senat über eine der umstrittensten Personalentscheidungen von Trumps zweiter Amtszeit. Die knappe Mehrheit spiegelt die anhaltenden Zweifel innerhalb der republikanischen Fraktion wider, ob ein ehemaliger persönlicher Anwalt des Präsidenten das Justizministerium unabhängig führen kann.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvTrumps ehemaliger Anwalt wird neuer US-Justizminister
- Berliner Zeitung"Habe schlichtweg kein Vertrauen": Warum der neue US-Justizminister Todd Blanche so umstritten ist
- ZEIT ONLINEUS-Justizministerium: US-Senat bestätigt umstrittenen Justizminister Todd Blanche
- watson.ch/US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister
- Todd Blanche
- Als US-Justizminister bestätigt; zuvor Trumps persönlicher Anwalt und seit April 2026 kommissarischer Justizminister
- Donald Trump
- US-Präsident, der Blanche, seinen früheren persönlichen Anwalt, für die Leitung des Justizministeriums nominierte
- Susan Collins
- Republikanische Senatorin aus Maine, die gegen Blanches Bestätigung stimmte
- Lisa Murkowski
- Republikanische Senatorin aus Alaska, die gegen Blanches Bestätigung stimmte
- Bill Cassidy
- Republikanischer Senator aus Louisiana, der die entscheidende 50. Stimme für Blanche abgab
- John Cornyn
- Republikanischer Senator aus Texas, der verlangte, dass Blanche den Entschädigungsfonds streicht, bevor er ihn unterstützt
- Thom Tillis
- Republikanischer Senator aus North Carolina, der ebenfalls die Streichung des Fonds als Bedingung für seine Stimme forderte
- Pam Bondi
- Ehemalige Justizministerin, die im Frühjahr 2026 aufgrund von Kritik an der Reaktion auf den Epstein-Skandal entlassen wurde
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