Regierung · Zakopane

Polnische Bischöfe fordern nach Abtreibungsvotum des Sejm Schutz des Lebens ab der Empfängnis

Zum Abschluss ihrer 406. Vollversammlung in Zakopane hat die Polnische Bischofskonferenz am Samstag, 24. Oktober, eine geänderte Satzung für die Kommission zur Untersuchung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der Kirche verabschiedet. Zugleich wandten sich die Bischöfe gegen die vom Sejm am Dienstag, 20. Oktober, beschlossenen Änderungen beim Schwangerschaftsabbruch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von wpolityce.pl, NIEZALEZNA.PL, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zakopane · Polen
Wie es dazu kam
  1. 2020Urteil des Verfassungsgerichtshofs streicht den Grund der Fehlbildung für einen Schwangerschaftsabbruch
  2. 20.10.Der Sejm verabschiedet zwei Gesetzesvorlagen zu den Abtreibungsregeln, darunter die teilweise Entkriminalisierung mit Zustimmung der Frau
  3. 24.10.Die Bischofsvollversammlung in Zakopane endet, die geänderte Satzung der Missbrauchskommission wird verabschiedet

Schutz des Lebens ab der Empfängnis

Die Polnische Bischofskonferenz (KEP) hat am Samstag, 24. Oktober, ihre 406. Vollversammlung in Zakopane beendet; ihr Vorsitzender, Erzbischof Tadeusz Wojda, nutzte die abschließende Pressekonferenz, um die Position der Kirche zum Leben darzulegen. Wojda begründete diese Haltung mit einem Prinzip, das er als Ausgangspunkt jeder Debatte zu diesem Thema darstellte.

„Jeder Mensch hat seine Würde und sein Recht auf Leben, auf Schutz vom Moment der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.“

Tadeusz Wojda, Erzbischof und Vorsitzender

Er ergänzte, der Appell der Bischöfe richte sich besonders an ungeborene Kinder, und bat um Achtung vor dem Leben jedes Kindes. Wojda rief zudem dazu auf, Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Die Kirche biete seit vielen Jahren Unterstützung an, damit Mütter mit ihren Problemen nicht allein gelassen würden.

Reaktion auf das Votum des Sejm

Der Appell war eine Reaktion auf die Abstimmung des Sejm am Dienstag, 20. Oktober, über Änderungen der Regeln zum Schwangerschaftsabbruch. Die Kammer verabschiedete zwei Gesetzesvorlagen. Eine stellt den Grund für einen Abbruch bei schwerer Fehlbildung des Fötus wieder her, den ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs von 2020 gestrichen hatte. Die andere ändert das Strafgesetzbuch, um eine teilweise Entkriminalisierung des Abbruchs mit Zustimmung der Frau vorzusehen, samt Hilfe beim Abbruch bei Feststellung einer schweren Fehlbildung.

Wojda sagte, die Entscheidung des Sejm könne das gesellschaftliche Verständnis vom Wert des Lebens negativ beeinflussen und Polens Tradition der Verteidigung des Lebens untergraben. Die Bischöfe bezeichneten ihren Widerstand gegen eine solche Politik als eine Politik, die nicht aufbaut, sondern zerstört.

Kommission für Missbrauch Minderjähriger

Die Versammlung verabschiedete eine geänderte Satzung für die unabhängige Expertenkommission, die sexuellen Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche in Polen aufarbeiten soll, und benannte Prof. Piotr Franaszek zu ihrem Vorsitzenden. Bischof Sławomir Oder erklärte, die Kommission sei bei der vorigen Vollversammlung eingerichtet worden, die Aufnahme der Arbeit habe jedoch den Erwerb der Rechtsfähigkeit nach staatlichem Recht erfordert.

„Heute haben wir einen sehr wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Diese leere rechtliche Struktur beginnt, sehr konkrete Gestalt anzunehmen.“

Sławomir Oder

Der Satzungsentwurf sei zur Konsultation an das Ministerium für Inneres und Verwaltung geschickt worden, nach Anmerkungen sei der Text überarbeitet und am Samstag erneut angenommen worden. Die überarbeitete Satzung gehe zurück an das Ministerium, damit das Verfahren zur Rechtsfähigkeit fortgesetzt werden könne. Franaszek sagte, die Kommission stehe am Anfang; der nächste Schritt sei die Einladung von Experten zur Mitarbeit.

Erziehung der jungen Generation

Die Versammlung befasste sich auch mit der Erziehung junger Menschen. Die Bischöfe nannten die digitale Welt, Einsamkeit unter Jugendlichen, Gruppendruck sowie Gewalt und Aggression als Herausforderungen. Bischof Wojciech Osial sagte, die Sorge um gute Noten dürfe die Formung von Charakter und Gewissen nicht überschatten.

„Vergessen wir in unserer Sorge um gute Noten und gute Prüfungsergebnisse nicht, den Menschen zu formen, das Gewissen zu formen?“

Wojciech Osial

Osial sagte, die Verantwortung für junge Menschen liege bei Eltern, Lehrern, Erziehern und der Gesellschaft insgesamt. Er appellierte an einen Dialog, der über die Gräben zwischen den an der Erziehung beteiligten Gemeinschaften und Institutionen hinausgeht.

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