Regierung · London
Oberster Gerichtshof des Vereinigten Königreichs prüft Terrorverbot der Palestine Action nach 77 Festnahmen bei Londoner Protest
Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat der Mitbegründerin der Palestine Action, Huda Ammori, die Berufung gegen die Einstufung der Gruppe als terroristische Vereinigung gestattet, während 77 Menschen vor einem Londoner Gericht festgenommen wurden, weil sie ihre Unterstützung für die verbotene Gruppe zum Ausdruck gebracht hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, AP NEWS, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat Palestine-Action-Mitbegründerin Huda Ammori die Berufung gegen die Einstufung der Gruppe als terroristische Vereinigung gestattet; eine Anhörung wird zwischen Oktober und Dezember 2026 erwartet.
Die Metropolitan Police nahm am 30. Juli 77 Menschen vor dem Westminster Magistrates' Court fest, weil sie ihre Unterstützung für die verbotene Gruppe zum Ausdruck gebracht hatten, die meisten wegen des Ausdrucks der Unterstützung für eine verbotene Organisation.
Seit Inkrafttreten des Verbots im Juli 2025 wurden mehr als 3.000 Menschen wegen des Zeigens von Unterstützung für Palestine Action festgenommen, jedoch wurde bislang niemand aufgrund des Verbots verurteilt.
Das Verbot wurde verhängt, nachdem Aktivisten im Juni 2025 in den RAF-Stützpunkt Brize Norton eingedrungen waren und zwei Flugzeuge beschädigt hatten; die Gruppe hatte zuvor israelisch verbundene Rüstungsunternehmen wie Elbit Systems mit Blockaden und Farbattacken ins Visier genommen.
Alle Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Verbot wurden bis zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vertagt, was die Angeklagten in einem rechtlichen Schwebezustand zurücklässt; eine Gerichtssitzung am 26. Oktober wird nur verwaltungstechnischer Natur sein.
- Juni 2026Court of Appeal hebt High-Court-Entscheidung auf, bestätigt Verbot als rechtmäßig
- 30.07.Oberster Gerichtshof lässt Berufung zu; 77 Festnahmen bei Londoner Protest
- Oktober–Dezember 2026Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof erwartet
Am Donnerstag bestätigte der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs, dass Palestine-Action-Mitbegründerin Huda Ammori gegen die Entscheidung der Regierung, die direktaktionistische Gruppe als terroristische Vereinigung zu verbieten, Berufung einlegen kann. Die Ankündigung erfolgte, während 77 Menschen vor dem Westminster Magistrates' Court im Zentrum Londons festgenommen wurden, weil sie ihre Unterstützung für die verbotene Gruppe bekundet hatten – der jüngste Höhepunkt einer einjährigen juristischen und protestpolitischen Kampagne.
Rechtsweg zum Obersten Gerichtshof
Das Verbot wurde am 5. Juli 2025 von der damaligen Innenministerin Yvette Cooper verhängt, Wochen nachdem Aktivisten in den RAF-Stützpunkt Brize Norton eingedrungen waren und zwei Militärflugzeuge beschädigt hatten. Es machte die Mitgliedschaft in oder die Unterstützung der Palestine Action zu einer Straftat, die mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Ammori focht das Verbot an, und im Februar 2026 erklärte der High Court es für rechtswidrig, da es einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Meinungsfreiheit darstelle. Diese Entscheidung wurde im Juni vom Court of Appeal aufgehoben, wo fünf Richter einstimmig befanden, dass das Verbot rechtmäßig sei. Die oberste Richterin, Baroness Carr, bezeichnete die Gruppe als eine, die „offen zu rechtswidriger Gewalt aufruft, die Terrorismus darstellt“, und sagte, das Verbot sei „ein gerechtfertigter und verhältnismäßiger Eingriff in individuelle Rechte“.
„Das Verbot war ein gerechtfertigter und verhältnismäßiger Eingriff in individuelle Rechte.“
Nun haben drei Richter des Obersten Gerichtshofs die Berufung zugelassen. Der Fall wird beschleunigt behandelt, eine Anhörung wird zwischen Oktober und Dezember 2026 erwartet.
Festnahmen am Magistrates' Court
Hunderte versammelten sich am Donnerstag vor dem Westminster Magistrates' Court, wo mehr als 2.000 Fälle im Zusammenhang mit der Unterstützung der Gruppe gelistet waren. Diese Fälle waren bereits früher in der Woche vertagt worden, aber viele Angeklagte reisten aus Yorkshire, Wales und Merseyside an, ohne von der Änderung zu wissen, und beklagten Chaos. Der Gerichtsdienst sieht sich nun mit einer Entschädigungsrechnung in Höhe von Tausenden Pfund konfrontiert. Demonstranten skandierten „Ich lehne Völkermord ab, ich unterstütze Palestine Action“, während Zuschauer „Schande!“ riefen. Die Metropolitan Police gab an, 77 Menschen seien festgenommen worden, die meisten wegen des Ausdrucks der Unterstützung für eine verbotene Organisation; vier wurden festgenommen, weil sie eine Straftat gefördert oder dazu angestiftet hatten. Alle Fälle von Personen, denen ein Verstoß gegen das Verbot vorgeworfen wird, wurden bis zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ausgesetzt, so Gerichtsbeamte. Bislang wurde niemand aufgrund des Verbots verurteilt.
Die Gruppe und ihre Taktiken
Bevor sie verboten wurde, zielte Palestine Action auf israelisch verbundene Rüstungsunternehmen ab, insbesondere Elbit Systems, mit Blockaden, Farbattacken und Einbrüchen. Bei dem Einbruch im Juni 2025 auf dem RAF-Stützpunkt Brize Norton beschädigten Aktivisten zwei Flugzeuge. In einem separaten Prozess, der vor wenigen Wochen abgeschlossen wurde, wurden vier Mitglieder eines Einbruchsteams zu Haftstrafen verurteilt, weil sie mehr als 1 Million Pfund Schaden an einem Rüstungsunternehmen in der Nähe von Bristol verursacht hatten; einer wurde auch wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, nachdem er einen Polizeibeamten mit einem Vorschlaghammer geschlagen hatte. Die Regierung führte solche Gewalt als Grund für das Verbot der Gruppe an.
Was als Nächstes kommt
Ammori begrüßte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs und deutete an, dass sie den Fall gegebenenfalls vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen werde.
„Wir werden gegen dieses Verbot bis vor den Obersten Gerichtshof und, falls nötig, bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte kämpfen, um einen der extremsten Angriffe auf die Meinungsfreiheit und das Recht auf Protest in der modernen britischen Geschichte rückgängig zu machen.“
Der Ausgang könnte die Art und Weise verändern, wie Terrorismusgesetze auf Protestgruppen angewendet werden. Vorerst verbleiben mehr als 3.000 Menschen, die wegen des Zeigens von Unterstützung für Palestine Action festgenommen wurden, in einem rechtlichen Schwebezustand, ihre Fälle sind eingefroren, bis der Oberste Gerichtshof sein Urteil fällt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Irish IndependentPalestine Action terror ban challenge to go to UK Supreme Court as 77 arrested
- AP NEWSUK police arrests dozens at protest supporting banned group Palestine Action
- BBCPalestine Action ban to be reviewed by Supreme Court
- ReutersBritain's ban on Palestine Action group to be considered by top court
- Huda Ammori
- Mitbegründerin der Palestine Action und Berufungsklägerin im Rechtsstreit gegen das Verbot der Gruppe
- Yvette Cooper
- Ehemalige britische Innenministerin, die Palestine Action im Juli 2025 verbot
- Baroness Carr
- Oberste Richterin, die das Verbot als gerechtfertigten und verhältnismäßigen Eingriff in individuelle Rechte bezeichnete
- Orte
- Bristol, Gazastreifen
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