Transporter fährt in Menschenmenge bei Berliner Pride: eine Tote, mehrere Schwerverletzte
Am Samstagabend raste ein Transporter am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Parade in eine Menschenmenge, tötete eine Frau und verletzte mehrere Menschen, einige davon lebensgefährlich.
Der Vorfall
Am Samstagabend fuhr ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten. Eine Frau wurde getötet. Mehrere weitere Personen wurden verletzt; bis Sonntagmorgen kämpften einige der Opfer noch um ihr Leben. Die genaue Zahl der Verletzten wurde offiziell nicht bekannt gegeben. Das Fahrzeug erfasste Menschen am Rande der Pride-Veranstaltung, abseits der Hauptumzüge, die früher am Tag zahlreiche Teilnehmer angezogen hatten.
Stuttgarter Organisatoren reagieren
Die Organisatoren des Stuttgarter Christopher Street Day drückten in einem am späten Samstagabend veröffentlichten Social-Media-Beitrag Entsetzen und Trauer aus, während die Einzelheiten des Berliner Angriffs noch unklar waren.
Wir sind zutiefst schockiert und traurig über das, was heute in Berlin passiert ist. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Opfern, Angehörigen und Zeugen der Tat.
Die Nachricht verbreitete sich schnell in LGBTQ-Gruppen in ganz Deutschland und verstärkte das Gefühl von Alarm und Solidarität. Die Stuttgarter Organisatoren gehörten zu den ersten Stimmen, die die Bestürzung der Gemeinschaft artikulierten.
Stuttgarts eigener Umzug
Bereits am Samstag fand in Stuttgart der eigene Christopher-Street-Day-Umzug statt. Tausende Menschen zogen durch die Straßen der baden-württembergischen Landeshauptstadt, schwenkten Regenbogenfahnen und trugen Schilder, die gleiche Rechte für schwule, lesbische, bisexuelle, transgender und queere Menschen forderten. Der bunte Umzug endete am Nachmittag friedlich, Stunden bevor die Nachricht von dem tödlichen Vorfall in Berlin bekannt wurde.
Laufende Ermittlungen
Der Kontrast zwischen der ausgelassenen Stimmung in Stuttgart und dem tödlichen Ereignis in Berlin vertiefte den Schock bei Teilnehmern und Organisatoren. Bis Sonntagmorgen befanden sich einige der Verletzten weiterhin in kritischem Zustand. Die Polizei ermittelte zu den Umständen des Angriffs und hatte die Identität des Fahrers sowie ein mögliches Motiv nicht bekannt gegeben. Die Stuttgarter CSD-Erklärung blieb die prominenteste öffentliche Reaktion; weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wurden in den kommenden Stunden erwartet.


