
Brand in Berliner Hochhaus verletzt fünf Personen, Bewohner springt in Drehleiterkorb
Ein Brand in einem 21-stöckigen Berliner Hochhaus am Freitagmorgen verletzte schätzungsweise fünf Menschen und zwang einen Bewohner, in den Drehleiterkorb eines Feuerwehrfahrzeugs zu springen, bevor der Brand in weniger als drei Stunden unter Kontrolle gebracht wurde.
Brand in Friedrichshainer Hochhaus
Kurz nach 6:27 Uhr am Freitag, dem 14. August, brach in einem 21-stöckigen Wohnhaus an der Straße der Pariser Kommune im Berliner Ortsteil Friedrichshain, nahe dem Ostbahnhof, ein Feuer aus. Die Feuerwehr wurde um 6:27 Uhr alarmiert, wie die Berliner Zeitung und Die Welt berichten. Die Polizei ging zunächst von einem Balkonbrand aus, doch das Feuer brach letztlich in einer Wohnung im 11. Stock aus und griff auf die darüber liegende Wohnung im 12. Stock über. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.
Starker Rauch breitete sich im gesamten Gebäude aus, teilte ein Sprecher der Feuerwehr der dpa mit. Der Brand wurde in weniger als drei Stunden unter Kontrolle gebracht, anschließend folgten Nachlöscharbeiten und umfangreiche Belüftungsmaßnahmen. Die Feuerwehr blieb für Nachbereitungen vor Ort.
- Feuerwehr wird zu einem Brand in einem 21-stöckigen Wohnhaus an der Straße der Pariser Kommune alarmiert
- Brand in einer Wohnung im 11. Stock bestätigt, breitet sich auf die Wohnung im 12. Stock aus
- Brand unter Kontrolle; Nachlöscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen laufen
Dramatische Rettungsaktion
Bewohner standen an den Fenstern und drohten zu springen, als sich Flammen und Rauch in den oberen Stockwerken ausbreiteten, so der Feuerwehrsprecher. Am Boden wurden Sprungpolster der Feuerwehr ausgelegt. Eine Person musste in den Drehleiterkorb eines Feuerwehrfahrzeugs springen, wobei zunächst nicht bekannt war, aus welcher Höhe der Sprung erfolgte. Der Sprecher bezeichnete den Rettungseinsatz als „dramatisch“.
Der Einsatz war „dramatisch“; Menschen standen an den Fenstern und drohten zu springen.
Mehrere Bewohner wurden über Drehleitern und das Treppenhaus gerettet. Zum Zeitpunkt der ersten Meldungen befanden sich laut Berliner Zeitung noch Menschen im Gebäude. Das Gebäude wurde anschließend vollständig evakuiert und alle Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gerettet, so der Sprecher.
Verletzte und Notfallmaßnahmen
Der Feuerwehrsprecher schätzte die Zahl der Verletzten auf fünf, wobei die genaue Anzahl und die Schwere der Verletzungen zunächst nicht bekannt waren. Etwa 70 Personen benötigten vor Ort medizinische Betreuung. Ein Rettungshubschrauber landete, um bei Bedarf Patienten in Krankenhäuser zu transportieren.
Die Feuerwehr setzte nach Angaben von Die Welt und Tages Anzeiger mehr als 130 Einsatzkräfte ein, während die Berliner Zeitung von mehr als 110 Feuerwehrleuten vor Ort berichtete. Die Straße der Pariser Kommune war zwischen An der Ostbahn und Wriezener Karree in beide Richtungen gesperrt. Während des laufenden Einsatzes teilte ein Sprecher der dpa mit, dass die Einsatzkräfte noch aktiv gegen den Brand kämpften.
Wir befinden uns noch mitten in der Brandbekämpfung.
Waldbrand-Evakuierung in Westdeutschland
Unabhängig davon ordneten die Behörden in den frühen Morgenstunden des Freitags die Evakuierung von rund 1.800 Menschen aus dem Dorf Gey in Westdeutschland an, nachdem sich ein Waldbrand in Richtung der Gemeinde nahe der Grenze zu Belgien ausgebreitet hatte. Die Evakuierung wurde um 4 Uhr Ortszeit (2 Uhr MEZ) angeordnet, wobei die Gemeindeverwaltung die Bewohner aufforderte, nur das Nötigste, Ausweispapiere und notwendige Medikamente mitzunehmen. In der nahegelegenen Ortschaft Strass wurde in einer Grundschule eine Anlaufstelle eingerichtet.
Am Donnerstag teilten die Behörden mit, dass der Waldbrand etwa 25 Hektar (62 Acres) des angrenzenden Waldgebiets erfasst hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte kämpften gegen die Flammen an, und die durch das Gebiet führende Bundesstraße B399 wurde gesperrt. Die Wetterbehörde warnte, dass weite Teile Deutschlands unter Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr leiden.


