Ein halbes Jahr nach dem Berliner Stromnetzanschlag: Ermittlungen stocken trotz einer Million Euro Belohnung
Sechs Monate nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, der den Südwesten Berlins tagelang in Dunkelheit stürzte, haben die Behörden noch keine Verdächtigen identifiziert. Eine Million Euro Belohnung brachte Hinweise, aber keinen Durchbruch.
Der Anschlag
Am 3. Januar 2026 wurde auf einer Kabelbrücke im Südwesten Berlins ein Feuer gelegt, das die Stromversorgung von rund 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und über 2.000 Unternehmen unterbrach. Der Stromausfall, der für einige bis zum 7. Januar andauerte, war der längste in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Viele Bewohner waren bei eisigen Temperaturen ohne Heizung.
Die Ermittlungen
Die Bundesanwaltschaft übernahm den Fall noch am selben Tag und behandelte ihn als Brandanschlag mit linksextremistischem Hintergrund. Eine Belohnung von einer Million Euro wurde ausgesetzt, doch die Frist Ende Februar verstrich ohne erkennbaren Erfolg. Die Behörden geben an, eine dreistellige Zahl von Hinweisen erhalten zu haben, von denen sich viele als unbrauchbar erwiesen.
Die Infrastruktur in Deutschland bietet eine breite Angriffsfläche, auf der mit relativ geringem Aufwand erheblicher Schaden angerichtet werden kann. Zudem agieren die Täter konspirativ und ihre Handlungen hinterlassen nur wenige Spuren.
Die mutmaßliche Gruppe
Der Anschlag wird sogenannten „Vulkangruppen“ zugeschrieben. Der Generalbundesanwalt hat sich unsicher geäußert, ob es sich dabei um eine feste Organisation oder eine Art Sammelbecken handelt, unter dem verschiedene Zellen vereinzelte Sabotageakte durchführen.
Bislang können wir nicht abschließend sagen, ob es sich um eine klar definierte Gruppe oder eine Art Label handelt, unter dem sich verschiedene Vulkangruppen zu einzelnen Aktionen zusammenfinden.
Wie es weitergeht
Ein halbes Jahr später sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen und es wurden keine Festnahmen gemeldet. Die Bundesanwaltschaft hat sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht weiter dazu geäußert.
- Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verursacht einen großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins.
- Die Stromversorgung aller betroffenen Haushalte ist vollständig wiederhergestellt.
- Die Frist für die Belohnung von einer Million Euro verstreicht ohne bekannten Durchbruch.
- Halbjahresmarke; die Ermittlungen dauern an, es wurden keine Festnahmen gemeldet.


